art

Patricio Betteo’s skurrile Superhelden

Eins haben die Werke von Patricio Betteo gemeinsam: Die sind alle recht schräg, verrückt proportioniert und irgendwie durch die Bank weg ziemlich surreal. Am allerliebsten mag ich sein Fanart-Album. Dort gibt es – neben dem Robocup hier oben – weitere, wunderbar verzerrte Super- und Antihelden zu sehen. Das der Herr auch sonst echt künstlerisch talentiert ist, könnt ihr auf seinem Weblog nachlesen/gucken. Sogar seine instagr.am-Bilder üben auf mich einen gewissen Reiz aus (was was heißen soll: Ich hasse diese neumodischen Filter-Foto-Bilder. Wie sieht das denn auch aus? …und dann knippsen die Leute ihr frisches, knackiges, leckeres Essen mit diesen schrottigen Tools, …kleben ihr vergrünte Orange ins Facebook rein uns schreiben dann Oh wie lecker drunter. Hauptsache hip, oder was? Pfeifen).

Wo war ich? Achso. Hier mehr: 

Alex Varanese


Großartige, humorvolle, und technisch erstklassig ausgeführte Roboterkunst von Alex Varanese. Der malt auch noch viele andere Dinge außer Bots. Allerdings mag ich die Bot-Bilder am allerliebsten; auch deshalb, weil er die Motive immer mit ironischen Sublines ausstattet. Sogar einen humanoiden Blechkopp der auf Kommando entweder mit den Kids spielt, die Menschheit unterjocht oder das Haus aufräumt. Alles zugleich schafft der aber noch nicht. Solange machen wir uns dann einfach mal keine Sorgen.

Vinicius Quesada’s blutige Bilder


Der brasilianische Streetartist Vinicius Quesada hat eine wunderschicke Bilderserie Namens Blood Piss Blues produziert. Kleine aber feine Besonderheit: Die Bilder der Serie sind mit echtem Blut gemalt. Leider erfährt man nicht, wessen Blut verwendet wurde. Dafür passt aber die Themenwelt ganz gut in mein dystopisches Weltbild. Coilhouse schreibt: 

The images suggest a world in which the peak oil crisis has occurred, where children play in dismantled subway cars and where dense, polluted cities house homeless refugees, sword-wielding geisha and… psychedelic cats.

Mag ich. 

Retro-Galerie von James Vaughan


James Vaughan nennt sich auf Flickr x-ray delta one. Man findet zwar keine Röntgenbilder in seinen retroristischen Bilderalben; dafür aber 'ne Menge schicker Bildchen des goldenen Zeitalters (40-70er). Wie das Meisterwerk hier oben. Welches von einem nymphomanischen – mir aber unbekannten – Künstlern stammt. Und sogar gesellschaftlich kritisches Zeugs aus Nachkriegszeiten ist da am Start

Es sind 443 Seiten. Vollgepackt mit tollen Bildern aus besseren anderen Zeiten. Davon habe ich ca. 20 durchgeblättert. Und kann nicht genug davon bekommen. 

Andrzej Sykut


Ganz klar: Die Sektion Personal and some commercial work auf der Website von Andrzej Sykut ist mein persönliches Kunst-Highlight an diesem schönen Herbsttag. Sowas buntes und detailliertes habe ich schon länger nicht gesehen. Und irgendwie sind die Farben auch der Jahreszeit entsprechend. Als hätt' er's gewusst. Seine Landscape-Fotos sind aber auch echt nice. Guckt am besten selber mal, an Vielseitigkeit und Ideenreichtum mangelt es dem Herrn jedenfalls nicht. 

Die Fukushima-Platte von Nils Ferber


Hier sehen wir die Fukushima Plate von Nils Ferber

The Fukushima Plate is an ordinary kitchen plate with built-in radioactive meter to visualize your food's level of contamination. It might become an indespensable tool of survival in the future.

Richtig spannend wird's dann aber erst, wenn man sich die von Nils erstellten technischen Zeichnungen und deren Beschreibungen zu der Platte mal näher ansieht. Unter anderem erfährt man dann, dass die jeweiligen Farbe der OLED-Ringe – die in der Platte verbaut sein könnten -, den Schärfegrad den Grad der atomaren Verseuchung der verschiedensten Speisen anzeigt, die sich gerade auf dem Teller befinden. Rot bedeutet dann auch genau das, was man erwartet: Ab in den Kastor damit. 

Ebenso großartig finde ich seine Idee einer Parasite Farm. Aufgabenstellung: Wie kann der großstädtische Mensch sich mit etwas mehr grün umgeben, um so der allgemein voranschreitenden Entfremdung der Natur vorzubeugen? Job erledigt, und es sieht auch noch echt klasse aus. Genau wie alle seine weiteren Projekte. I like. 

  • Guckt mal selber: nilsferber.de
  • Entdeckt: Vergessen. Zu lange her. 

Cyberpunk-Webcomic: Renaissance


Wisst ihr eigentlich, dass 2011 das wahrscheinlich cyberpunkigste Jahr seit 1984 (oder so) ist? Wisst ihr, dass ich in diesem Jahr so wenig Cyberpunk-Content rausgeschleudert habe, wie noch nie? Und wisst ihr jetzt auch noch, woran das liegen mag? Nein? Ich schon: Bei den ganzen Revolutionen, Hackerattacken und Augmented-Reality-3D-Smartphones kriege ich den Mund vor Lauter (entsetztem?) Staunen nicht mehr zu. Zum Thema 2011-Year of Cyberpunk tippe ich in Kürze sicher noch mal was extra zusammen.

Solange muss euch folgende Information erstmal reichen: Vor einigen Tagen wurden die finalen (Web-)Seiten des Cyberpunk-Webcomics Renaissance hochgeladen. Somit ist das Comic-Werk von David Coacci  nun also komplett. Obwohl ich noch nie Fan der Kombination Cyberpunk und Magie war, sind mir die elfischen Ohren von Nyoko – eine der Hauptprotagonistinnen – sehr ans Herz gewachsen. Überhaupt sind die Charkatere echt nett ausgearbeitet. An den Look muss man sich zunächst etwas gewöhnen, dafür geht das Setting runter wie elektrisches Öl. 

Das Comic hat übrigens nichts mit dem gleichnamigen Film (Ansehbefehl!) oder dem dazugehörigen Comic zu tun.

Schaut aber trotzdem mal rein, es lohnt sich! 

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