William Gibson faxt. Ja, faxen, richtig gehört. Diese Dinger aus der Steinzeit. Wo Papier raus kam. Als es noch Bäume gab. Jedenfalls faxt Herr Gibson mehrmals im Jahr. Unfassbar.
…das er sich einen fliegenden Roboterpinguin (This One!) wünscht, passt allerdings schon eher in mein Weltbild. Was ich sagen will? Der guardian hat ein wirklich knackiges Interview am Start.
Super! In diesem lehrreichen Video werden die Voraussetzungen zur Auslöschung der Zivilisation mittels Nanobots erklärt. Natürlich erfülle ich alle genannten Kriterien und eigne mich prima als Menschheitsschreck. – Wer hätte das gedacht?
Das Ganze geht dann in einem 5-Schritte-Masterplan von Statten; und wenn ich fertig bin, ist endlich Ruhe im Karton.
…ich lasse meinen misantrophischen Wesenszug dieser Tage ganz schön raushängen, wa? Geht ja auch schlecht anders. Bei dem Wetter! Und diese Menschen erst! Ehrlich.
Pepper, so der Name der jungen Frau, ist ein Fantasiegeschöpf von Stanley Lau. Und der schreibt über sie:
Pepper is an original character i created few years ago, as a mean to explore different art styles and ideas. She is not based on any real person so don't ask me for her cellphone
Pepper hat schon ihr eigenes Artbook und eine Actionfigur von ihr ist auch erhältlich. Verkauft sich gut, die Dame. Logisch, die ist nämlich ganz schön vielseitig und Stanley hält was er verspricht: Der hat die sicher dutzende Male gemalt. Nur immer anders. Irgendwie. Eigentlich malt der Kerl auch noch viel bedeutsamere Bilder, als hübsche junge Frauen mit Cybo-Kopfhörern.
Wenn Robert D. Brown nicht in die Rubrik Zukunftsmedizin gehört, wer denn dann? – Ich weiß es doch auch nicht.
An der Küste Kaliforniens malt Robert in seinem Studio richtig schön-apokalyptische Bilder. Die Galerie mit einigen Concepts lässt auf einen zukunftsbegeisterten Menschen schließen. Artwork Nummer 12 hat zum Beispiel einen so wundervollen futuristisch-klinischen Touch. Achso: Disney, Activision und Warner gehören zu seiner Kundschaft.
(Ich habe keine Ahnung, ob dieser Player in irgendwelchen Feedreadern läuft.)
Ich habe eben bei der CPC einen Trailer zum neuen Gibson-Roman Zero History gepostet. Der ist echt nett, der Trailer. Außerdem erinnerte er mich an die Gibson-Doku No Maps for these Territories:
On an overcast morning in 1999, William Gibson, father of cyberpunk and author of the cult-classic novel Neuromancer, stepped into a limousine and set off on a road trip around North America. The limo was rigged with digital cameras, a computer, a television, a stereo, and a cell phone.
Und was William Gibson alles in der Limo erzählt, und was Bono so alles liest, das sieht man oben im Video.
Richtig schön verpixelt; aber das passt ja auch. Irgendwie.
Großartig. Im Forum der Cyberpunk-Comunity hat mindblasted mal einen vaage formulierten Gedanken rausgehauen:
Was löst Cyberpunk aus?
Den Text nennt er selber eher destruktive denn konstruktive (Selbst-)Kritik. Ich bin hin und weg. Bei meiner offensichtlichen Begeisterung für die Cyberpunk-Kultur vergesse ich nur all' zu oft, wie scheiße es den Protagonisten in den verschiedensten Medien (Büchern, Games, Filme) eigentlich wirklich geht: Die ham' ja nix! Außer 'nen Chip im Kopf. Man nannte sie Chipheads
Ein wirkilch kritischer Text, der mich zum Nachdenken anregt, der neue, andere Perspektiven eröffnet.Vielleicht gefällt er Euch ja auch. Und der Diskurs drunter ist auch spannend. Spannend bis aufwühlend.