Monthly Archives: Juli 2009

Review-Archiv der CPC

Hammer! Scal hat sich die Mühe gemacht, mal alle Reviews (Filme, Comic, Spiele) der Cyberpunk-Community zusammen auf eine Seite zu packen. So schnell hat man dann ein echtes Archiv gebastelt. Lag so nahe… Danke Scal! Schreck: Da ist ja kein Review von mir dabei. Ich wäre für eine "sonstige Reviews"- Rubrik und biete meinen Rückblicksbericht meines ersten Treffens mit dem Großpapa an ;) Hier mal die Liste mit vorliegenden Reviews (und ein kleine Randnotiz  am Ende)

Filmreview Archiev:


Comicreview Archiv:

Spielereview Archiv:

Wie man sieht ist da über die Jahre einiges zusammengekommen. Allerdings steckt die CPC (deutschsprachige Cyberpunk-Community) derzeit etwas im Metaspace fest. Fokussierung, Design, Marketing…man kennt das ja ;) Alles nicht so wirklich optimal. Daher wird heute Abend gechattet. Ich hoffe ich schaffe es; könnte knapp werden.

Falls ihr mitmischen wollt: Alles zu den Themen Cyberpunk, Transhumanismus, Near-Future, Überwachung, (Future-)Technologie, (CP-)Politik, (CP-)Medien(-Berichterstattung), Games etc, passt bei uns rein! Einfach mal melden. Gerne auch abseits dieser Themenschwerpunkte. Ich hoffe, dass die CPC noch mal das wird, was ich mir in meinen kühnsten Träumen vorstelle. Was das ist? …Links liefere ich bei Interesse gerne nach.


Pflanzenbirnendings!

Jesses! Was ’ne Spitzenidee! Da surf ich gerade mal wieder wie wildgeworden durch’s devArt-Universum. Wie immer auf der Suche nach Sprawlpics oder Menschen mit WetWare. Nix zu finden, Heute. Dafür stolperte ich aber dann über dieses außergewöhnliche Stück Kunst: Das Pflanzenbirnendings.

Ich hab‘ mal in einer Rheinbrücke gearbeitet. In der Mühlheimerbrücke, um genau zu sein. Da drinne stecken nämlich nicht nur die größten Federn, die ich jemals sah (um die Brücke zu federn), sondern auch komplette Schlossereien. So ’ne Rheinbrücke kann schon einiges. Und in eben dieser Rheinbrücke (haute ich mir am ersten Arbeitstag einen Feuerwehrschlauch-Verschluss in’s Gesicht und musste in’s Krankenhaus) gab’s auch solche Riesenbirnen. Bei uns in der Schlosserei. Da hingen die an der Decke. Geschätzte 50cm im Durchmesser. Hell waren die trotzdem nicht.

Nun hat sich also devArt-User Summon so ein Teil geschnappt, und ein Beet drin angelegt. Echt jetzt: Das ist nicht gephotoshoppt! Da wächst tatsächlich ’ne eigene Biosphäre! Seht ihr die kleinen grünen Männchen? ;)

…ich bin hin und weg. Pre-Millenium-Technologie gemixt mit wunderschönen Pflänzchen. Zu geil. Bau ich mir auch. Irgendwie.


Hier lang zum Pflanzenbirnendings. Und zum interessanten Portfolio von Summon:

Erforsche deine Gefühle, Chris!

(Achtung: Dieser Eintrag beinhaltet so viele private Details, wie vielleicht kein Blogeintrag vorher. Wer also nur den Nerd-Kram hier sehen will, der kann beruhigt weiterblättern. Seelenstriptease go:)

Irre. Ich bin eben aufgewacht, mit dem – zugegebenermaßen – etwas beklemmenden Gefühl, dass Darth Vader im Schlafzimmerschrank hockt und meine REM-Phasen mitzählt. Kein Scheiß. Kennt ihr dieses Gefühl? Dieses Gefühl zwischen "nicht wach sein" und "in der echten Welt sein"?  Diese paar Sekunden, in denen man weder weiß wer-, noch warum-, noch wo man ist?  Bei mir weiteten sich diese Sekunden wohl eben zu einer halben Minute aus. Denn: Ich wurde wach, hörte Darth’s Stimme, stand auf, öffnete erwartungsfroh den Kleiderschrank… und war dann fast schon ein bisschen enttäuscht, dass "mein Vater" nicht zwischen den Socken und Pullis hockte. (Parallelen zu meinem Real-Life-Universum dürfen durchaus gezogen werden).

Was wollte mir Darth nun also mitteilen?

Vielleicht das hier: Ich hatte gestern ein sehr intensives Gespräch mit einem sehr intensiven Menschen. Und eben dieser Mensch empfahl mir, meine Gefühle doch etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Zumindest scheint es mein Traumkörper (also der Körper im Traum, is‘ klar ne?)  kapiert zu haben. Für mich und meine Fleischtasche ist diese kluge Empfehlung allerdings gar nicht so leicht umzusetzen. Erstens, weil eine genauerer Betrachtung meiner Innenwelt vielleicht Dinge zu Tage fördert, die ich selber gar nicht wissen will. Zweitens: Zwischen Social Media, RC-Car-Fahren, Mist in’s Netz schreiben, Politische Halbwahrheiten verbreiten und meinem Familienleben (ohne bestimmte Chronologie!)  bleibt mir nicht viel Zeit zum reflektieren. 

Allerdings: Wenn Darth Vader schon aus meinem Kleiderschrank zu mir spricht….ich denke dieses Zeichen sollte ich nicht einfach so übergehen. Und somit nahm ich mir gestern und heute Zeit, um mich selbst mal wieder etwas besser kennenzulernen. Raus kam dann: Ich bin verwirrt, derzeit. Und: In verwirrten Phasen meines Lebens ist mein Schaffensdrang enorm ausgeprägt; ich kann nicht still sitzen; habe ständig wirre Einfälle, wie ich der Company noch besser zu Diensten sein könnte; verfalle in alte Verhaltensmuster; überlege mir ob ich nicht doch noch mal ein paar Dosen Chrome aus dem Baumarkt holen sollte; um damit dann meine Nachbarschaft zu verschönern. Überlege, ob ich so weitermachen will. Überlege ob ich mein "vernünftiges Leben" überhaupt noch vor mir selbst verantworten kann. Oder ob ich’s drehen will. Oder doch nur meinen Blickwinkel anpassen sollte.

Midlife-Krise mit 28? Versumpft im Alltäglichen? Mitnichten. Es ist nur einfach so, dass ich mich mit dem Gedanken anfreunden muss, dass ich auf bestimmte Dinge einfach keinen Einfluss habe. Sei es nun im Privatleben, im Job, oder auch weltpolitisch. Klar, kleine Schräubchen kann man immer drehen. Wenn die Kontermutter aber dann einfach viel zu weit entfernt ist; ich diese nicht zu packen bekomme…. dann ist das halt einfach so. Damit werde ich leben müssen; gegebenenfalls kann ich den Blickwinkel anpassen; das ist dann aber auch schon alles (Natürlich könnt‘ ich auch die Macht nutzen. Das wär‘ dann aber unsportlich).

…und so justiere ich nun also mein Sicht auf bestimmte Aspekte meines Lebens. Und schon wird mir klar: Tu doch mal das, was dich wirklich reizt. Was dich fordert. Was du nur immer wieder prokastriniert hast. Tu es! Und so kam es, dass ich meiner Kurzgeschichte sechs weitere Seiten hinzufügen konnte.

Die ich nach dem durchlesen wieder löschte. Der Blickwinkel macht’s! Und das was ich erblickte, gefiel mir einfach nicht. Daher kommt hier nun ein Textauszug, aus den ersten paar Seiten, die ich schrieb, als ich noch keinen Darth Vader im Schrank sitzen hatte. Bidde:

 Korrodiert, unbeheizt, ausgekleidet mit Styropor. Bloß weit genug weg von der Stadt. Starrende, katatonisch grün-graue Augen die unter einem rostig schimmernden, lachsfarbenen Ledermantel heraus in die bittere, düstere, Wahrhaftigkeit der Welt  schauen. Brechreiz und Metall in der Kehle. Dreck und der Geruch von altem Fisch umgibt sie. Eine technoisierte globalisierte Welt. Hart wie V2-Stahl. Wer ist sie? Wer war sie? Ihre Carbonimplantate fahren in den automatisierten Ruhemodus. Die Haut noch immer entzündet von den Einstichstellen. Ein Satz eines Pre-Singulären schießt ihr durch den modifizierten Hirnlappen:

"Die Neugeborenen weinen, zu betreten die große Narrenbühne."

Woher diese Worte?

Sie entsteigt ihrem Verschlag, die Augen nach vorne gerichtet. Steht auf, übergibt sich in den moderigen Geruch des Sprawls und wandelt hinaus in diese fremde Welt; der Regen, ihr trostspendender Begleiter. Ihre Tränen verwaschen; verloren auf ewig im Dunst des Morgens.

Wer nun aufgrund des Seelenstrips und des Kurzgeschichten-Auszuges Rückschlüsse auf meine geistige Verfassung schließen will, der soll das bitte tun und sich anschließend ein Eis daraus backen. Macht ja eh wieder jeder was er will. 

Ich bin raus. Frühstücken und wirre Dinge aufschreiben. Danach guck‘ ich Star Wars.

Hach, der Bob!

Verdammich noch eins! Ich könnte Stein und Bein schwören, dass ich hier irgendwann irgendwo schon mal was von (oder auch über) Bob Ross geschrieben habe. Ihr wisst schon, der Meditationsmaler aus’m Nacht-TV! Der mit dem LSD-Minipli. Den hier meine ich.

Ich kann nicht schätzen, wie oft Bob mich in die Träume gemalt hat. Oft war’s schon. Auch ist er daran schuld, dass ich meine Gitarre mit lustigen grinsenden Gesichtern bemalt habe. Sieht ganz schön Scheiße aus. Danke Bob.

…dafür ist dieses Bild von Ross hier umso schöner. Ist ja auch nicht von mir. Stammt aber wieder aus dem sagenhaften Pixiv-Universum.


Mensch und Realität

Wir stellen fest: Des Doktors Gemütszustand hat direkte Auswirkungen auf die Themen dieses Weblogs. Ob das gut oder schlecht ist, weiß der Geier. Weiterhin: Das Cyberspace ist ein Zufluchtsort. Beide Dinge haben nichts miteinander zu schaffen; wollt‘ ich nur mal loswerden.

Genau so wie das hier: Im Internetz steht totaler Mist. Und gleich da neben findste so ’ne Seite wie die hier: Mensch und Realität (schon der Titel macht mich wohlig; spendet Trost in harten Zeiten) Jedenfalls haben sich da zwei Herren richtig schön Mühe gegeben und… Ach, lest doch selber:

Das Internetportal „Mensch und Realität“ soll den Besucher mit einer neuen Sichtweise des Menschen in seiner Umwelt und Persönlichkeit vertraut machen. Mit den Mitteln der Kunst und mit wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen werden Denkanstöße gegeben, die zunächst viele Realitäten des täglichen Lebens verfremden und in das Licht neuer Perspektiven stellen.

Im Rahmen dieses Portals wird erläutert und diskutiert, wie im Gehirn die Abbildung der Welt und die menschliche Persönlichkeit entsteht. Ferner werden die Folgen menschlichen Handelns aufgezeigt und in Science-Fiction Erzählungen Bilder der zukünftigen Welt entworfen. Das Portal wird in Abständen durch die beiden Autoren Heinz Günter Klug und Hans- Joachim Wendt ergänzt und erweitert sowie neuen Forschungsergebnissen angepasst. 

…und dann las‘ ich mir gerade die ganze Seite (!) (bis auf die Short-Storys) durch, war für einen Moment klüger als zuvor und vergaß dann sofort wieder alles.

Fast alles. Das hier nicht: 

Die Oberschicht lässt in Ländern mit Todesstrafe erste Versuche durchführen, durch Verpflanzung des Kopfes auf einen jugendlichen Körper die Lebensspanne wesentlich zu verlängern. 

(Das Zitat stammt aus einem Zukunftsszenario-Text)

Meine Sympathie kennt keine Grenzen. Klare Surfempfehlung. Fundstück. Juwel. Wie auch immer.


Mechwarrior 5 – Trailer

(Video läuft im Feedreader nicht!)

Ja Ja, ich weiß es ja; der Trailer ist schon vier Minuten alt; ist ja gut. Da ich allerdings meine Leidenschaft für das Battletech-Universum gerade neu entdecke, muss das einfach hier rein. Ehrlich gesagt war die ja nie weg; sie kam nur gerade erst wieder. Nach diesem Trailer, um genau zu sein. Wenn ich den Atlas-Mech sehe,…wie der da aus der Rauchwolke linst,…hach, dann weiß ich doch schon wieder ganz genau, was an dem Kram eigentlich noch mal so geil war. Und ist.

Ehrlich: Wenn das Spiel nur halb so viel Spaß macht wie der Trailer, dann bin ich aber sowas von dabei. Mir kam ja in den älteren Mechwarriorteilen immer der (ich nenn’s jetzt mal:) Real-Time-Strategieeffekt etwas zu kurz. Meint: Diese taktische Schwerfälligkeit (schwerfällige Taktik!?)  der Maschinen, die man (ich) sich beim Lesen immer vorgestellt hat; die gab’s zwar ansatzweise in den Games, aber eben nie so richtig.

Guck‘ ich mir aber jetzt mal an, wie die Beiden sich da gerade so beharken (das ist in-Game-Grafik!), dann kann ich mir gut vorstellen, dass es diesmal was werden wird, mit der Gigantomie.

Ahso…,weitere Infos zu dem Game: Gibt’s woanders.


Dual-Simon

Der Beitragstitel lautet "Dual-Simon", weil der gute Simon Butterworth so einige Dual-Bilder geschossen hat. Und das er damit dem Doktor-Dual eine Freude macht, das liegt recht nahe. Duale Bilder deshalb, weil er einerseits wirklich tolle Fotos von Sprawl-Skylines macht, andererseits dann wieder die Natur einfängt, als gäbe es kein Morgen. Gibt’s ja auch nicht.

Eine wirklich gesunde Mischung von an Bildmaterial, die Simon da produziert. Hut ab, hätt‘ ich Einen.

(Und manchmal gibt’s so Tage, da kannste schreiben was ‚de willst; es liest sich dann nachher doch total dämlich. Bzw. hört sich so an. <- Siehste?)


Die Rechnung – Kurzes Klima-Filmchen

Mal abgesehen von der (ich kann’s gar nicht richtig formulieren) kitschigen Rollenverteilung, dem gediegenen Authentizitätsfaktor, der dämlichen Beschreibung bei YouTube und den widerlichen Bierkrügen…abgesehen davon, finde ich den Kurzfilm gut. Besonders den Satz ganz am Ende des Films. Wobei hier "gut" schon wieder die falsche Formulierung wäre. Tscha, lassen wir das.

Ahso: Der Film ist der Gewinner des Germanwatch-Drehbuchwettbewerbs zum Thema Klimagerechtigkeit.

Auch nicht schlimm.


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