Okt 13 2011

Doku: Street Dreams

Chris

Der liebe Willy möchte einen Kumpel – und die Freundin seines Kumpels – unterstützen und schreibt mir: 

Diese Freundin hat eine wirklich tolle Aktion im Januar diesen Jahres gebracht. Sie machte sich mit einem Handgepäck von 70 lbs (31,8 kg) in einem Kinderwagen für ganze vier Monate auf den Weg quer durch die Staaten zu rennen. Und das ganze ohne Hilfe, dabei hat sie gleich einen Rekord aufgestellt, denn sie ist die erste Frau, die das geschafft hat. Sie ist dabei knapp 3000 Meilen gelaufen. Gemacht hat sie das für einen guten Zweck, sie wollte damit 25.000 $ für den Girls & Boys Club sammeln.

Gedreht hat die Doku Alexander Kreher. Und der hat echt ein Auge für tolle Bilder. Außerdem mag ich Menschen, die sich in solche Extremsituationen begeben. Laufen ist zwar nicht meins, dafür aber wandern. Diese Strecke, die Zoë da glaufen ist, würde ich liebend gerne auch mal erwandern. Allerdings ohne Kinderwagen.

Klasse Aktion, dazu noch für einen guten Zweck; und on top noch tolle Bilder, die bei mir gerade richtiges Fernweh wecken. Da bin ich dabei, na klar. 


Aug 11 2011

Delphi Optics – AR-GPS-Outdoor-Brille

Chris

(Hier ist ein echt total gutes blip.tv-Video zu sehen. Aber nicht für die Feedleser unter euch;) 

Brillen sind mein Ding. Outdoor ist mein Ding. Augmented Reality ist mein Ding. Wenn da also jetzt so 'ne Konzeptstudie daher kommt, die alle drei Themen unter einen Hut bringt, kann ich nur sagen: Want one! Und zwar geht es um eine Augmented Reality-Outdoor-Brille, die so einige spannende Features am Start hat. Bevor ich jetzt lang und breit erkläre, was das Dings alles kann, schaut euch doch einfach mal das Video an. Flott auf den Punkt gebracht könnte man sagen: Das Teil vereinigt viele Eigenschaften eines GPS/Navi-Gerätes, eines Smartphones und einer Brille. Klingt merkwürdig, sieht aber trotzdem scheisse aus. 

…es gibt ja so Outdoor-Aktivisten, denen moderne Werkzeuge nicht in die Trekking-Tüte kommen. Ich halt's da wie folgt: Alles was nötig ist: Gerne rein damit!  Alles was zu schwer ist: Raus damit!


Jul 22 2011

Wanderausrüstung: Damals und Heute

Chris

Ja. Schon wieder Wander-Content. Das liegt daran, dass ich derzeit nicht so wirklich ans Laufen komme. Erstens ist mein Knie etwas lädiert (Meniskus, nächste Woche hole ich mir 'ne Überweisung für's MRT), und zweitens ist das Wetter jetzt ja auch nicht soooo dolle (Jaja, es gibt kein Schlechtes Wetter, ich weiß es ja). 

Oben auf der Grafik sehen wir die Entwicklung von Wandern/Camping-Equipment von damals bis heute. Drei Entwicklungen begrüße ich sehr: Das Zelt, den Rucksack und den Schlafsack. Die anderen Dinge haben sich natürlich auch total toll entwickelt. Ich persönlich ziehe daraus aber keinen Vorteil für meine Touren: Ich besitze bis heute weder ein Navi noch so eine Superhelden-Uhr, die mir alles anzeigt, was ich nicht wissen will. Ich navigiere (wenn nötig) eh mit 'ner Karte und einem Kompass. Ganz wie zu Opa's Zeiten.

Trotzdem spannend, was sich so alles getan hat. Was fehlt: Schuhe, die mal fast nix wiegen, dafür aber alles können, was ein ordentlicher Wanderstiefel auch kann. Das wär' mal ne Erfindung. Nano-Tech wird's schon richten. Hoffentlich. 


Jul 20 2011

Tolle Blogs: Brian’s Backpacking Blog

Chris


Lange war es ruhig in der Rubrik Tolle Blogs. Bis jetzt. Denn nun hab' ich 'ne echte Perle für die Wanderbegeisterten unter euch (schon komisch: Hier schauen mittlerweile knappe 20.000 Menschen jeden Monat rein und gucken sich meine Wander-Inhalte an. Ich weiß aber nur von einem, der meine Leidenschaft teilt. Da stimmt was nicht. Was macht ihr denn so, wenn schönes Wetter ist? Außer Blödsinn?).

Zurück zum Thema. In meinem Feedreader befinden sich mittlerweile an die 15 Wander/Hike/Outdoor-Weblogs, die ich regelmäßig lese. Alle haben ihren eigenen Stil, sehr oft sehr individuell und nix für den Massen-Wander-Markt. Bei Brian ist das etwas anders. Der haut Tipps raus, die eigentlich jeden Outdoor-Freund begeistern müssten. Zum Beispiel hat der 'ne Menge Content zum Thema Gewicht sparen am Start. Hier ein Beispiel: Miniatur-Plastiktaschen aus XXL-Strohhalmen:

Einfach spitze! Und: Ja, ich bin auch so ein Gewichtspar-Freak. Ich rechne vor jeder Tour auf das Gramm genau aus, was mein schmächtiges Kreuz denn alles so herumschleppen muss. Und dann fange ich jedesmal an, zu überlegen, was ich eigentlich wirklich brauche. Und siehe da: Es wird von Tour zu Tour weniger. Für 'ne Mehrtages-Tour liege ich derzeit bei etwas über 16 Kilogramm. Inklusive Wasser. Ich hab' schon von Leuten gehört, die die einzelnen Borsten aus ihrer (abgesägten!) Zahnbürste ziehen,um 0,05 Gramm an Gewicht zu sparen. Und auch hier wieder: Ja, ich kann's sehr gut nachvollziehen und halte das höchstens für ein klein wenig bescheuert.

Neben den Gewicht-Spar-Tipps, gibt es aber noch viele weitere Dinge zu entdecken: Ratschläge zum Equipment, Ideen zur Verkostung, Produktreviews, Hunde als Wasserträger (want one!), die lautesten Trillerpfeifen der Welt, und noch viel viel mehr.

Das ist so ein Weblog, wo ich bei wirklich jedem Artikel einen kleines Yeay von mir gebe. Weil ich genau weiß, dass der Inhalt super ist und ich den Artikel ganz sicher mit Begeisterung lesen werde. Selbst ihr 19.998 Nicht-Wanderbegeisterten solltet da mal reinsehen. Warum? Weil draußen nie verkehrt sein kann. Jedem Menschen dem es möglich ist, einige (Kilo-)Meter durch Wald und Wiesen zu laufen, der sollte das tun. Der Planeten wäre weitaus friedlicher. Davon bin ich fest überzeugt.


Jul 15 2011

Quotes about Nature

Chris


(Bild: Von mir

Auf meinen Wanderungen habe ich immer ein kleines Büchlein mit dabei, in dem ich Gedanken notiere, die mir während der Anreise, während der Wanderung, oder während der Abreise so durch den Kopf gehen. Ach stimmt…ich hab euch sogar mal daran teilhaben lassen….hier war das. Das waren aber definitiv Anreise-Gedanken, der Aggro-Grad nimmt parallel zu den erlaufenen Kilometern ab ;) 

In dem Büchlein stehen jetzt aber nicht nur solche leicht negativen Gedankenergüsse, sondern durchaus auch mal etwas philosophischeres. Oder auch mal was kritisches bis selbstkritisches. Neulich – nachdem ich mal wieder in meinen gedachten Gedanken geblättert habe-, hab' ich mir überlegt, dass ich den einen oder anderen Einfall eigentlich mal ausformulieren und hier einstellen könnte. Da ich mir aber nicht anmaße, den Durchschnitts-Intellekt meiner Leserschaft abzuschätzen, beginne ich diese (sporadische) Artikelserie mal mit einigen Worten, die zwar nicht von mir stammen, mir aber durchaus viel bedeuten, weil man auf diese sehr gut aufbauen kann; selber Vergleiche heranziehen kann. Und: Weil sie einfach wunderschön sind:

When the oak is felled the whole forest echoes with its fall, but a hundred acorns are sown in silence by an unnoticed breeze. (Thomas Carlyle) 

Jeps, in englischer Sprache macht das echt was her. Übersetzten käme einer Vergewaltigung gleich. Für euch probiere ich es trotzdem mal. Wehe ihr lacht! 

Wenn eine Eiche gefällt wird, hört man das Echo ihres fallens im ganzen Wald, doch hunderte von Eicheln werden von einer fast unbemerkten Brise gesät. 

Hach. Schön. Und das von einem Arschloch  Rassisten Katholiken. Mehr in Kürze… 


Mai 7 2011

Bonjour!

Chris

…alle Bilder sind mit'm iPhone 4 gemacht und durch den Picasa-Sättigungsfilter gejagt. Klickt mal drauf; ich find' dann wirken die schöner. Hier nun meine Eindrücke, von einer der schönsten Wanderungen die ich jemals gemacht habe. Oben sieht man eine Szenerie, die man in den Vogesen nicht lange suchen muss. Pferde -mitten auf 'nem Wanderweg. Irgendwo ist auch sicher noch ein anderer Zaun. Ich habe ihn aber nicht entdecken können. Pferd 1 (das faule, liegende) und ich haben uns gegenseitig am Kopf gekratzt. Es war toll.


Man sieht die Region Munster (Hochvogesen) und den kläglichen Versuch, meinen Wanderweg zu rekonstruieren. Wer Tipps zu Wasserquellen und geschlossenen (argh!) Herbergen haben möchte: Fragt mich. 


Zugfahrt Richtung Berge. Laufen war aber gesünder und so. 


Morgentoilette geht in den Vogesen super. Wasser oberhalb der Dörfer ist mehr als ausreichend vorhanden. 


Typischer Wanderpfad am Hang entlang. Die Anstiege waren teilweise doch recht alpin, würde ich sagen. Hechelei hoch drei. Geil. 


Der Weg zum Gipfel. Welcher Gipfel es war? Hab' ich vergessen. 

Quest erfüllt, magischen Gegenstand erhalten. 

Hier dachte ich: 'Was für'n Platz für mein Zelt!' Gedacht, getan. Morgens um sechse ging's dann weiter. Arschkalt da. 


Ausblickscafé deluxe. War aber sonst keiner da, weil auch diese Herberge geschlossen war (argh!). Also: Ein toller Zeltplatz für mich. Zu dem Zeitpunkt war mir schon klar, dass man hier – zumindest Anfang Mai – sein Zelt so gut wie überall aufschlagen kann. Versuch das ma' in der Eifel, ey. 


Typischer Ausblick während des Wanderns.


Schon wieder ein Gipfel. Hechel. 

Der wollte echt kuscheln. Haben sicher 'ne Stunde gequatscht. 


Es gibt einen Gott! 


Leider gibt es keine Foodporn Bilder. Denn: Ich habe ausschließlich Weltraumfood zu mir genommen. Wie der aussieht, könnt ihr euch vorstellen. Oder auch nicht. Bis auf einmal. Da gab es Lamm-Haxe. Da hatte ich aber alles im Kopf; nur nicht mein iPhone;). Zu dem Franzosen: In Colmar begleitete mich eine nette Dame Namens Anna/Hanna bis zum Campingplatz. Ich hatte sie nach dem Weg gefragt. Ihre Stadt wollte sie mir dan aber dann doch nicht zeigen… ;). In Metzeral versorgte mich der Tabac-Händler mit unbezahlbaren Insider-Tipps für meinen Aufstieg auf den Petite Ballon. Bei der Familie Kempf gab es die besagte Haxe. Plus leckeren Weiswein aus der Region (ich wackelte den Berg hinauf. Echt mal.) Ansonsten habe ich so gut wie mit keiner Menschenseele gesprochen. Außer mit 'nem ICE-Kontrolletti. Der war aber Deutscher und ein Arschloch. 

Ich liebe Mittelgebirge. Und die Vogesen waren traumhaft; fast magisch. Dieser ständige Blick über kugelige, hügelige, braun-grüne Berglandschaften brennt sich durch die Augen direkt in's Chi. Meine These: In dieser Landschaft mal drei Stunden einen Fuß vor den anderen setzten… das tut jedem Menschen gut. Ich war jedenfalls nicht das letzte mal dort. Das sind vier Autostunden von hier. Und dann steht man in einer Landschaft, die einem den Atem raubt. Zumindest ging es mir so.

Ich chill jetzt noch so'n paar Tage, dann geht es hier normal weiter. 


Apr 30 2011

‘Wohin des Wegs?’

Chris


Was sich durch meine Blog&Tweet-Frequenz in den letzten Tagen schon angekündigt hat, ist jetzt Gewissheit. Ich kann derzeit das Netz nicht mehr sehen. Man könnte auf die Idee kommen, dass dies auch mit meinem Job zu tun  hat. Mag sein. Jedenfalls sind bis zu 75-Online-Stunden in der Woche mehr als genug. Alle drei Monate kriege ich den Web-Koller. Und jetzt isses wieder soweit. Zu meinem 30. Geburtstag möchte ich alles sehen. Nur nicht meine Facebook-Pinnwand oder irgendwas, was nach Weblog riecht. Ich muss weg.

Diesmal wird eine eigene Route probiert. Eigene Route? Ja! Denn: Ob es der stille Soonwald war, der urige Eifelsteig, der magische Spessart oder sonst einen schönes Wald/Wandergebiet: Meist wandelte ich auf vorgetretenen Pfaden. Will meinen auf Wander/Fortswirtschaftswegen, die gut gekennzeichnet und prächtig ausgeschildert waren. Wer mal einen der großen deutsch/europäischen Wanderwege begangen hat der weiß: Verlaufen ist unmöglich; eine Karte oder ein GPS-Gerät fast nicht vonnöten. Das ist gut und schön so; aus dem Alter bin ich aber raus :)  Gerade sitze ich hier mit einem Kartenmessgerät, GPS Daten, Google-Earth, einer topographischen Karte der Mittelvogesen und mit jeder Menge Vorfreude im Bauch. Das mittlere Rheintal habe ich auch schon mehr oder weniger 'frei' erkundet (Urwälder. In NRW. Echt jetzt). Immer Wochend/Tagestouren-mäßig. Hat ganz gut geklappt. Insgesamt müssten es so knappe 150KM sein, die ich in der Gegend 'hinter dem Drachenfels' erwandert habe. Davon sicher 50 in die falsche Richtung. Ist man einmal mit den Eigenheiten der Topographie vertraut; verlässt sich mehr auf sein Bauchgefühl, klappt das alles irgendwann ganz gut. Daher muss jetzt mal was längeres her. Das Munster-Tal in den Vogesen wird's werden. Von Colmar bis… nächste Woche irgendwann. Da es dort bei frischer Briese Nachts noch immer Richtung 0 Grad geht, gestaltet sich die Hütten/Ferme Auberge-Suche etwas schwierig. Wer Tipps hat… immer her damit. 

Ich bin raus. Bis die Tage.

Macht keinen Blödsinn


Apr 10 2011

Burak Malçok aka umayumay

Chris


Burak Malçok ist Türke, 22 Jahre alt und knippst verdammt energetische Bilder. Dafür das er schon vier Jahre Teil der devArt-Community ist, hat er nicht wirklich viel im Angebot. Das wenige was aber da ist, macht richtig Spaß. Die Bilder haben immer dieses leicht pulpigen Look und zeigen meistens Menschen, in ziemlich recht merkwürdigen Positionen. 

Merkwürdig ist auch, dass ich dieses Posting mit einem Wandertipp verbinde. Das liegt daran, dass ich – während ihr diese Zeilen lest – , irgendwo zwischen Unkel und Linz am Rhein auf dem Rheinsteig unterwegs bin und es dort gerade voll gut finde. Hoffe ich.