transhuman

Erste freiwillige Amputation eines Beines!?

Unbenannt

Zwei Dinge vorab:

  1. geht es hier nicht um Body Integrity Identity Disorder.
  2. Es geht um eine Dame, die schon einseitig amputiert ist; auch auf ihren Wunsch hin, wie ich das lese aber eher Hinblick auf Lebensqualität denn auf sportliche Leistungen. 

Dennoch: Ich hab' die These aufgestellt (hier zuletzt), dass es aufgrund der fortschreitenden (und unaufhaltbaren) Cyborgisierung des menschlichen Körpers zu ersten freiwilligen Amputationen kommen wird. Manuel schickt mir dann gerade diesen SpON-Link: Schülerin plant Amputation: "Wenn mein Bein ab ist, kann ich schneller rennen". – Ist notiert. 

Next: 2014-2020: Erster gesunder 1.0er-Mensch lässt sich zwecks Erweiterung seiner sportlichen Leistungsgrenzen eine/mehrere Extremität abnehmen, und durch eine künstliche neue ersetzten. 

Zukunft. Nun gut. 

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Videos der Zukunft II

vdz

Wie angekündigt, hier der nächste Teil der Artikelreihe Videos der Zukunft (Ich battele mich selbst im Worst-SciFi-Header-Bild aller Zeiten. Sieht man oben, ne? ;) 

Diese Woche:

1) Magnetic Hair: Magnetische Haare sind magnetisch

2) The Rosetta Mission Asks: Was ist eigentlich ein Komet? Ja was denn eigentlich?

3) 3D House Printer: 3D drucken mit Zement. 

4) The Singularity is coming – Are you ready? TED mit Dr. Jonathan White zum Thema Singularität / Mindupload.

Nächste Woche geht es weiter. 

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Die ‚junge Welt‘ über den Transhumanismus

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Bis auf den letzten Satz – der angeklebt und pseudo-kritisch wirkt – , mag ich den Artikel der jungen Welt über den Transhumanismus ganz gern. Für mich nicht viel neues, er hat einige Zitate an Bord, die ich hier rezitieren möchte, weil sie meiner Gedankenwelt zu dieser komplexen Thematik sehr nahe kommen. Grundsätzlich ist der Artikel eine Art Bestandaufnahme der aktuellen transhumanistischen Persönlichkeiten. Kurzweil wird natürlich wieder inflationär erwähnt; was mich langsam nervt, als gäbe es nur noch diesen einen Propheten. Propheten sage ich ganz bewusst, weil im Artikel auch Kritiker erwähnt werden, denen dieses religiöse Vorgetrage der üblichen US-Verdächtigen genau so auf den Keks geht, wie mir. 

Themen wie Hive Mind aber auch das (ultraspannende!) Grey goo-Szenario werden erwähnt und in Ansätzen sogar erklärt. Für Neueinsteiger recht harter Tobak. Ich lege einfach mal los.

Moravec – den ich sehr mag – wird so zitiert:

Ich sehe diese Maschinen als unsere Nachkommen. Im Augenblick glaubt man das kaum, weil sie eben nur so intelligent sind wie Insekten. Aber mit der Zeit werden wir das große Potential erkennen, das in ihnen steckt. Und wir werden unsere neuen Roboterkinder gern haben, denn sie werden angenehmer sein als Menschen. Man muß ja nicht all die negativen menschlichen Eigenschaften, die es seit der Steinzeit gibt, in diese Maschinen einbauen. Damals waren diese Eigenschaften für den Menschen wichtig. Aggressionen etwa brauchte er, um zu überleben. Heute, in unseren großen zivilisierten Gesellschaften machen diese Instinkte keinen Sinn mehr. Diese Dinge kann man einfach weglassen – genauso wie den Wesenszug der Menschen, daß sie ihr Leben auf Kosten anderer sichern wollen. Ein Roboter hat das alles nicht. Er ist ein reines Geschöpf unserer Kultur und sein Erfolg hängt davon ab, wie diese Kultur sich weiterentwickelt. Er wird sich also sehr viel besser eingliedern als viele Menschen das tun. Wir werden sie also mögen und wir werden uns mit ihnen identifizieren. Wir werden sie als Kinder annehmen – als Kinder, die nicht durch unsere Gene geprägt sind, sondern die wir mit unseren Händen und mit unserem Geist gebaut haben.

Ich kann nur mit dem Kopf nicken und habe nichts hinzuzufügen. Echt nicht. Diesmal nicht. Und, ey, Mist, auch ich komme dann doch nie am Kurzweil vorbei. Weil er so klug ist und Dinge sagt, wie diese hier (Grey goo): 

Wenn wir die gesamte Materie und Energie des Weltalls mit unserer Intelligenz gesättigt haben, wird das Universum erwachen, bewusst werden – und über fantastische Intelligenz verfügen. Das kommt, denke ich, Gott schon ziemlich nahe.

Und daraus zieht der Autor des Artikels (Thomas Wagner) diese Information: 

Spätestens mit diesen Äußerungen wird klar, wobei es sich bei dem vermeintlich auf rein wissenschaftlicher Erkenntnis fußenden Idee der Singularität in Wirklichkeit handelt: um die Leitidee einer neuartigen religiösen Bewegung.

Ich nicke halb mit dem Kopf. Ich sehe und kenne und lese europäische Transhumanisten, die sind da längst nicht so mit dem Kreuz hinterher, wie die Amerikaner. Bestes Beispiel: Nick Bostrom.

Was aber sicher stimmt, dass ist das hier: 

Den meisten Außenstehenden ist entgangen, dass der Aufstieg der netzbasierten Monopole und ihre derzeitige Machtposition mit einer neuen Form der Religion zusammenfällt, die auf dem Streben nach Unsterblichkeit basiert.

Das sind nämlich keine Verrückten da in Amerika an den verschiedensten Einrichtungen (auch die werden im Artikel fast alle genannt, also die Einrichtungen, nicht die Nicht-Verrückten. Wobei: Die auch. Ein paar davon), sondern die Bosse von PayPal, und Google, und General Electric, Leute aus dem Pentagon, der Raumfahrt, allesamt exponentiell klüger als ich es in vier Leben je sein könnte werde. Da bildet sich 'ne neuen Macht-Elite heraus, die uns alle noch mal das Fürchten lehren wird. Wenn wir nicht aufpassen. Oder noch schnell einige gutartige Roboter-Kumpel bauen. 

Der Begriff Singularians fällt dann auch. Der war mir neu. Nehm ich'. 

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Cyborgization & Cryonics

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cry

Draufklicken macht größer. Den (ziemlich schwachsinnigen) Artikel zu den Grafiken findet ihr hier: ieet.org.  Die Bilder selbst kommen von Transhumanistin Maria Konovalenko. Auf ihrer Homepage steht dieser Leitsatz:

Radical life extension is the optimal strategy for everybody. Ways to fight aging. How to get a ticket to the future.

​Was ein Blödsinn. Soll se doch lieber weiter Bilder malen.

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Raphaël Enthoven & Jean-Michel Besnier: Cyborgs

Unbenannt

Fruchtwasser-Cyborgs? Mag ich. 

…ab Minute 5 geht es um Augen. Kybernetische, menschliche, tierische. Ein exemplarisches Beispiel dafür das Nietzsche – wenn er vom Übermenschen sprach – , diesen eigentlich gar nicht meinte, sondern, so wie ich ihn deute, eigentlich immerzu vom Übergangsmenschen philosophierte. Mir geht es ähnlich wie den Herren im Video: Der Affe macht mich fast so sehr an, wie der Cyborg-Arnie. Der Mensch ist eher so semi-spannend. Warum? Na weil wir nicht fertig sind. – Und manchmal viel zu sehr. 

Fangt ja nicht an den Begriff Kybernetik begreifen zu wollen. Philosophisch habe ich den nie kapiert und eine echte Begrifflichkeit ist der eigentlich in keiner Disziplin. Außer bei Lem (Stanisław). Wenn der davon spricht, weiß ich immer was er meint. Planetare Kartoffelmonster mit kybernetischen Extremitäten. Sollte man gelesen haben. Ich schweife ab. Wie schön. 

Hier noch der Teaser zum Video: 

Kann man mit Hilfe der Robotik den menschlichen Körper "verbessern", und lassen sich Lebewesen zu Mechanismen verwandeln? Vielleicht ist ein Roboter – genau wie der menschliche Organismus – letztlich mehr als nur eine komplexe Maschine? Raphaël Enthoven spricht mit seinem Gast Jean-Michel Besnier, der als Professor für Philosophie an der Sorbonne lehrt.

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TED-Talk: Hugh Herr über Bionik und Prothetik

Unbenannt

Spannend. Inklusive Premiere: Der erste neuronal-gesteuerte Laufvorgang der Welt mit einer Prothese. Meint: Er denkt oben an unten und der mechanische Fuß übersetzt das Gedachte in Bewegung. 

Was aber eigentlich auch nur wieder die halbe Wahrheit ist. Er denkt an sein Phantombein, die Muskel zur Übersetzung sind aber ja nicht im mechanisch-intelligenten Unterbein eingebaut, sondern nach wie vor im Teil seines alten Körpers beheimatet. Um es direkt zu übersetzten, müssten ja Nerven an Nerven…und so. Warten wir es ab. Wie der rennen kann… das hätt' doch vor 10 Jahren keiner gedacht. Wahnsinn.

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Must see: We Will Live Again

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Zitat aus dem Film:

I'm not talking about the living forever. I'm talking about waking up tomorrow. 

Aus der Beschreibung:

WE WILL LIVE AGAIN looks inside the unusual and extraordinary operations of the Cryonics Institute. The film follows Ben Best and Andy Zawacki, the caretakers of 99 deceased human bodies stored at below freezing temperatures in cryopreservation. The Institute and Cryonics Movement were founded by Robert Ettinger who, in his nineties and long retired from running the facility, still self-publishes books on cryonics, awaiting the end of his life and eagerly anticipating the next.

Ein extrem wichtiges Video. Das einzige was ich an dem Film wirklich creepy nennen würde… die grüne (?) Couch da bei Minute 04:30. Die macht mir Angst. Wo kommt die her? Wo geht die hin? Und sehen wir eigentlich alle genau die gleiche abscheuliche grüne Farbe? – Alles relativ. Genau wie die Idee vom Tod oder dem Streben nach Lebensverlängerung. Für mich ist Kryonik nichts anderes als eine weitere Option aus dem heilbringenden Portfolio des Rettungssanitäters der Zukunft. Es gibt keinen moralisch- / ethischen Unterschied zur Wiederbelebung. Die heute hunderte Male auf diesem Planten angewendet wird. – Was fasele ich. Hier hab' ich genug gefaselt: doktorsblog.de/tag/kryonik. Es geht übrigens noch professioneller als oben im Video. Alcor macht auf mich den lebhafteren Eindruck. Die Berater bei denen haben wohl auch Kontakte zu deutschen Krankenversicherungen.

…habt ihr den Pet-Container gesehen? Frozen-Kitty. Geiler Scheiss. 

Ich schließe für mich nicht aus in Zukunft eins der vielen Kryonik-Angebote näher zu beäugen. Wenn ich vorher auf einem Friedwald als Baumnahrungsergänzungsmittel dienen darf, passt das aber genau so gut. 

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Gametrailer: Last Life

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Investigate your own murder in a transhumanist future.

Mmmmh. Ich würde ja sagen: Sieht nice aus, kann man hier kickstarten. Nur: Das Teil kommt zwar nicht direkt von Tim Schafer und seinen Double Fine Productions; wie ich das lese verlässt sich der Entwickler aber doch recht stark auf Tim. Und – nach dem Schrott den der erst neulich abgeliefert hat (Broken Age, Max kann ein Lied davon singen) – sage ich: Nope, die kriegen nix von mir: dran bleibe ich aber trotzdem. 

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To Be Human Is To Be Transhuman

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Der Jason verursacht bei mir in den ersten Sekunden immer ein Gefühl des Unglaubens. Da sitzt einer, der glaubt wirklich noch, dass Kurzweil was richtiges tut und das Technologie uns allen die apokalyptischen Nasen retten wird? Bewundernswert. Und ansteckend. Nach zwei Minuten hat er mich dann soweit, ich bin wieder technophil bis in die Haarspitzen und selbst ein Montag ändert nichts daran, dass die Erde sich weiterhin um sich selbst dreht und alle Tränen im Regen und so weiter. – Homo-Evolutis. Ist klar. 

Weitermachen. 

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