Jan 16 2012

Who Wants To Live Forever?

Chris

Drüben – auf einem meiner favorisierten Science-Blogs überhaupt – nämlich auf sentientdevelopments.com hat Gastblogger David Brin einen wirklich spannenden Artikel zum Thema Do We Really Want Immortality? / Möchten wir wirklich unsterblich sein? geschrieben. Ich verlinke dieses Artikel deshalb, weil er unter der Sub-Überschrift Wise Enough to be Immortal? / Sind wir weise genug, um unsterblich zu sein? ziemlich exakt meine Gedanken zum Thema reflektiert. Nämlich: Selbst wenn es irgendwann mal machbar wäre: Weitere Probleme sind – aufgrund des derzeitigen Intellekts der Welt – vorprogrammiert. 

a) Kosten: Fallen wir auf die antike Idee zurück, dass nur die Reichen und Schönen, ins Paradies/in die Speichermodule kommen? (ob Mindupload oder Ewigkeitspille: Kosten, Kosten, Kosten – und zwar nicht zu knapp; das ist mal sicher. Social Engineering könnte da theoretisch helfen…das ist aber ferne Zukunftsmusik. Noch.)

b) Risiken: Was – so der logische Gedankengang – passiert mit der Humanität, wenn die einzige Todesursache ein todsicherer Unfall sein wird? Bunkern wir uns ein? Leben wir dann in autarken Kokons und haben (noch mehr) Angst vor der Natur? Wird Extremsport dann zum historischen Denkmal? Passt das irgendwie in die Timeline? 

c) Wenn der Alterungsprozess einmal gestoppt wurde: Wie sorgen wir für weitere Evolutionssprünge? Wenn alle irgendwann gleich alt sind, ….wie wird gemaßregelt, dass der – bisher so vernünftig wie notwendig erscheinende – Generationskonflikt weiterhin funktioniert? Und wer soll – in Zeiten von unendlicher Zeit und unbegrenztem Wissen – dann diese regelnde Rolle übernehmen? 

d) Wie  - wenn es nicht die Mindupload-Variante wird -, soll unser Gehirn dann all' diese unzähligen und steinalten Gedanken und Informationen speichern; geschweige denn reflektieren und verarbeiten? 

Fragen über Fragen. Um die erste (Sind wir weise genug?) mal flott zu beantworten: Eindeutig nicht. Und wir werden es in naher Zukunft (500+ Jahre) auch nicht sein. Ergo: Unsterblichkeit wäre genau so unhandelbar wie der Raumflug, der uns in den 60'ern ebenfalls die ultimative Lösung aller Probleme suggerierte (und was daraus geworden ist, das wissen wir ja nur zu gut). Versteht mich nicht falsch: Ich mag Transhumanismus nach wie vor, stehe auf Kryonik, Spaceporn und kann Roboterwesen auch echt gut leiden. Allerdings schwappt seit ca. einem halben Jahr mal wieder so 'ne völlig zukunftsoptimistisch-verblendete Geisteshaltung aus den USA zu uns rüber, die ich weder teilen kann; noch teilen möchte. Auch weil ich sehe und lese, was sonst noch so alles megaschief läuft. Mal abgesehen von der Versager-NASA. 

…und noch was persönliches zum Schluss, dann dürft ihr drüben weiterlesen: Was – und hier geht es unangebrachter Weise etwas ins Religiöse – wäre, wenn man ewig und drei Tage immer mit den selben Menschen/Lebewesen umgeben wäre?

Segen oder Fluch? 


Jan 13 2012

Max More über Transhumanismus und die Singularität

Chris

Hier ein recht aktueller Speech von einem der einflussreichsten Transhumanisten unserer Zeit: Max MoreMax More nennt sich selber Strategic Philosopher, ist tonagebend in der Extropie-Forschung und hat wirklich gute Ideen.

Ich mag ihn auch deshalb ganz gerne, weil er eben nicht a la Kurzweil das blaue vom Himmel verspricht, sondern sehr differenziert an Themen wie Life Extension, Kryonik  und Nanotechnologie ran geht. Ein Beispiel: Vor der Transhumanisierung des Planeten – so seine Idee – sollten wir zunächst für ein global-gerechtes Bildungsniveau sorgen um wirkliche Verbesserungen zu erreichen. Auch hat er den Begriff dynamischer Optimismus mitgeprägt. Was nichts anderes bedeutet, als das wir uns so langsam (aber optimistisch) mit dem Gedanken anfreunden sollten, dass wir Menschlein eben nicht das Maß aller Dinge sind bzw. das Ende der evolutionären Fahnenstange längst noch nicht erreicht ist. - Wir werden alle sterben.

…hier noch ein recht eindrückliches Zitat; und dann zieht ihr euch gefälligst rein, was er zu sagen hat: 

No more gods, no more faith, no more timid holding back. Let us blast out of our old forms, our ignorance, our weakness, and our mortality. The future belongs to posthumanity.

PS: Im letzten privaten Diskurs führte ich einige Thesen von More ins Feld und wurde prompt als radikal gebrandmarkt. Dagegenhalten ging aber einfach: Nach Schätzungen von Wissenschaftlern sind bisher etwa 500 Millionen Tierarten ausgestorben. Das sind über 99 Prozent aller Tierarten (wiki) Ergo: Wer annimmt, dass wir es (was auch immer) schaffen, hat keine Ahnung und glaubt meistens auch an irgendwelche Jungfrauen oder umzäunte Parkanlagen (aka Paradiese) 


Dez 6 2011

Singularitäts-Countdown

Chris

Ich persönlich glaube ja, dass solche Countdown-Counter irgendwie auch so ein Nerd-Dings sind. Zahlen, Bewegung, alles fliest, und so. Jedenfalls verspricht uns dieses Countdown-Diagramm, dass die Singularität in greifbarerer Nähe liegt. Optimisten sagen, dass die evolutionären Schritte immer flotter gehen, dass alles immer schlauer und schneller funktioniert und somit eigentlich ja alles eh nur gut werden kann. Ich sage: Ich will mal 'nen Pleo verprügeln; dann sehen wir weiter. 

Spannend: Auf der gleich verlinkten Seite gibt es unzählige Diagramme und Infographen, die die steile These der Singularität und des Weltfriedens untermauern. Zum Beispiel diese hier; die das Moorsche Gesetz ganz gut aufbröselt. 

Wir fassen zusammen: Alle 1,5 Jahre verdoppelt sich die Intelligenz/Rechenleistung auf unserem Planten. Mittels moderner Kommunikationsmöglichkeiten (uhoh!?) entstehen Hive Mind-artige kollektive Bewusstseins-Sphären. Und weil das alles so schön schlau und schnell ist, leben wir 2035 gefangen in Mikrochips auf planetaren Umlaufbahnen, die heute noch kein Hubble entdeckt hat.

…erzähl das mal den degenerativen Guttenbergs, den vonDerLeyens und den Frank Millers dieser Welt. Tscha. 


Jul 25 2011

Trailer: H+

Chris

Knaller-Setting gefällig? Im Jahre 2056 (oder so) haben 33% der Menschen ihre Handys und Smartphones gegen ein In-Brain Computer-System namens Google+  H+ getauscht. Dieses Programm erlaubt es den Nutzern direkt und unmittelbar – über das eigene Connected-Nervensystem -, auf das Internet (der Dinge) zuzugreifen. Aber…

something else is coming… something dark and vicious… and within seconds, billions of people will be dead… opening the door to radical changes in the political and social landscape of the planet — prompting survivors to make sense of what went wrong.

Klingt spannend. Das erinnert mich an diese Diskussion von damals™, in der ich ordentlich Prügel einstecken musste, weil ich für einen Wikipedia-Chip in (meinem!) menschlichen (?) Gehirn zu haben wäre. Ich verlinke den Scheiss jetzt nicht noch mal; führe aber dennoch erneut  mein schlagendstes Argument in's Feld: Abgesehen von der (zugegebenermaßen recht hohen) Hürde, dass man dafür den Kopf aufmachen muss, sehe ich keinen unterschied zur Eingabe in die Browserzeile. Wikipedia ist doch schon längst unser Hive-Mind, unser erweitertes Gedächtnis, unsere ausgelagerte Wissens-Ecke. So sieht's ma aus. Ich hab' jedenfalls keine Angst vor der Zukunft. Außerdem kommt die eh. Ob man nun will oder nicht. Die Frage stellt sich doch gar nicht. 

Achso: Das finale Produkt wird übrigens 'ne Web-Serie, kein Movie. Macher ist Bryan Singer. Der Kerl, der auch X-Men verbrochen hat. Nun ja. 


Jun 1 2011

Mindupload doch schon 2025?

Chris


Was habe ich hier nicht schon alles zum Thema Mindupload geschrieben! Für die Nixwisser unter euch, hier mal eben ein Wiki-Text: 

Mind uploading or whole brain emulation (sometimes called mind transfer) is the hypothetical process of scanning and mapping a biological brain in detail and copying its state into a computer system or another computational device. (wiki)

In Kurzform: Mindupload ist nichts anderes als das Hochladen des eignen(?) Ichs in eine virtuelle Umgebung. Die man dann aber als solche nicht mehr wahrnimmt. Eine der verrücktesten und spannendsten Präsentationen zu dem Thema hat der futurplom-Christian mal rausgehauen. Die ist zwar schon etwas betagt; verliert aber kaum an Reiz. Hier mal seine Präse zum Thema: (draufklicken zum Ansehen; das embedding funktioniert gerade nicht so wirklich) 



Was bedeutet nun also obere Grafik? Ich zumindest bin nach den mir vorliegenden Daten davon ausgegangen, dass (wenn Moore recht behält) die allgemeine Rechenkapazität erst nach 2030 genug Daten speichern kann, um ein menschliches Bewusstsein komplett zu emulieren (nicht simulieren!). Wenn das Datum nun nach unten korrigiert wird, haben wir also noch knappe 14 Jahre Zeit, um die Umverteilung der Welt auf ein faires Niveau zu hieven; um Rohstoff-neutral zu wirtschaften, und um uns ein nettes Plätzchen im Universum zu suchen, welches nicht in einigen Milliarden Jahren von der Sonne verbrannt wird.

Ich sach's mal so: Wir sollten es anpacken. Am besten schon gestern. 


Mai 12 2011

2023 – Hallo Übermensch!

Chris


(Bild entdeckt: antiterra.blogsport.eu)

Jetzt ist es also soweit! Nietzsche Henry Markram plant den Übermenschen für 2023. Übermensch? Markram? 2023? Der Reihe nach. Ich hatte mich schon mal zu Henry Markram und seinem einmaligen Blue Brain-Projekt geäußert, welches das sehr bescheidene Ziel verfolgt, einen Teil eines Rattenhirns zu erschaffen; respektive zu virtualisieren. Warum tun man sowas?, mag man fragen. Die Antwort liegt auf der Hand: Hat man erst mal einen speziellen Teils eines Gehirns 'hochgeladen' (Fachjargon doktorsblog), lässt sich damit sehr viel besser experimentieren, als mit der öden zerebralen Masse eines echten Tieres. Weil es digital ist. Weil man so die Verknüpfungen und Prozesse die während einer Versuchsreihe vonstatten gehen, sehr viel besser messen, tracken, veranschaulichen, auswerten und verstehen kann.

Die logische und nächste Konsequenz liegt auf der Hand: Das Gehirn der Ratte genügt nicht. Ein menschliches muss her. Man virtualisiert ein menschliches Gehirn um dann ebenso gut messen zu können (das ganze visualisiert in einem 3-D Hologramm, schwebend, direkt über den rauchenden Köpfen der Wissenschaftler. Ok. Das ist Zukunftsmusik…). Die Anwendungsgebiete sind klar: Alzheimer, Parkinson und weitere Hirn-Besonderheiten (Gott!) lassen sich viel besser begreifen. 

In Zeiten von Lybien, Japan, Ressourcen-Knappheit und geistigem Terrorismus mag einem das Thema vielleicht nichtig und weit weit weg erscheinen. Zu dem Punkt, der – in der Euphorie des spannenden Themas – oftmals vergessen wird; oder gar bewusst unter den Tisch gekehrt wird, komme ich nach folgender Erläuterung: 

Ich gehe schwer davon aus, dass alles was mich ausmacht, definitiv (und mit Siegel drauf) in meinem Gehirn beherbergt ist. Abgesehen von der fleischlichen Hülle. Die ist aber sicher austauschbar; man denke da nur an die Prothetik der Neuzeit. Manch einer nennt es Geist, der andere sagt Seele dazu; wieder ein anderer nennt es Midi-Chlorianer. Ich sage Mathematik und Biologie dazu. Wer so naiv ist (ich möchte wirklich keinem zu nahe treten) und glaubt, dass sein Herz der Mittelpunkt seiner Existenz / seines Seins ist, der möge nun weitergehen. Für euch gibt es hier nichts mehr zu lesen. Oder aber ihr lest einfach weiter, lasst euch inspirieren; und stimmt mir anschließend gefälligst zu. Also: Geist und Seele und Charma und Chi und Liebe findet nur im Kopf – genauer: Im Hirn – satt. Nirgendwo sonst. So unromantisch es klingen mag; – wenn man mal drüber nachdenkt – ist es sogar das Gegenteil von unromantisch. Ein Fleischsack mit jeder Menge Chemie und Datenverarbeitung drinne! Das bietet doch unendliche Möglichkeiten! Einfach nur Sack sein! Den Moment genießen! Romantik pur! 

Fleisch, Biochemie, Datenverarbeitung. Zumindest die ersten beiden Dinge fängt der Mensch so langsam an zu kapieren. Bei Letzterem dauert es wohl noch eine ganze Weile. Denn die wirklich spannenden Daten, hat bisher auch noch keiner so richtig entdeckt (Ich setzte alles auf's CERN;) Wir halten also Fest: Ich, meine Seele, mein Geist, meine Gefühle, meine Handlung und Prozesse sind nichts anderes als (ziemlich komplexe) Datensätze. ICH = Daten. Denkt man das mal bis zum Ende durch, kommt man irgendwann auch am Thema Embodiment vorbei

Embodiment (deutsch: Verkörperung oder Inkarnation) ist eine These aus der neueren Kognitionswissenschaft, nach der Intelligenz einen Körper benötigt, also eine physikalische Interaktion voraussetzt. Diese Auffassung ist der klassischen Interpretation der Intelligenz als Computation diametral entgegengesetzt und wird als grundlegende Wende in der Kognitionswissenschaft angesehen. (wiki)

Auch Halbleiter können Körper sein ;) Meine Festplatte ist jedenfalls jetzt schon schlauer als ich. Weil ich nicht verstehen kann, wie sie genau funktioniert. Hier könnte man nun ins philosophische abrutschen: Definiere Intelligenz, mag man da zu hören bekommen. Wir sind hier aber nicht im philosophischen Quartett und mit meiner persönlichen technologische Singularität bin ich auch schon länger durch. 


(Bild entdeckt: powet.tv)

Zur These, bzw. der Problematik mit dem Gehirndings. Daten = Seele = Ich = Bewusstsein. Wenn das also so ist, muss ich doch ernsthaft mal den Spiegel-Redakteur die Anhänger der Idee des Herrn Markram fragen: 

Habt ihr Terminator gesehen? Matrix? Nicht?

Nicht lachen. Ich meine das ganz im Ernst. 

Ein abwegiger Gedankengang? Ich denke nicht. In diesem Versuch mixt man mittels unvorstellbarer Rechnenpower (die es meines Wissen noch nicht gibt) solange die 1en und 0en durcheinander, bis ein ICH ensteht – bis Leben entsteht- , und schon hat man ganz schnell ein faustdickes Ethik/Moral-Problem an der Backe. Und zwar von so ziemlich allen Seiten. Ein Über-Ich. Auf der Erde! Da haben wir nämlich den Salat. Wir kredenzen uns selbst unsere eigenen Ablösung. (Wem das zu abwegig ist, der bekommt gleich noch was anderes serviert, eine Sekunde bitte) Diese Datenmenge / dieses Bewusstsein wird also in eine völlig abgekapselte virtuelle Umgebung hineingeboren. Nur Bits und Bytes schwirren um es herum. Stellt euch jetzt mal kurz vor, ihr seid dieses Versuch-Kaninchen-Gehirn. Mit ALLEN Sinnen. Mit allen Konsequenzen, die ein Bewußtsein tragen muss, sobald es sich selbst erkennt, sich selbst reflektiert, sich selbst bewußt wird. ICH würde jedenfalls ausflippen und euch alle zum Teufel scheren. Mein Überlebensdrang würde geweckt. Mein Erlebnisdrang dazu. Ich sitze im leistungsstärksten Rechenmodul des bekannten Universums! Ich krieg das schon hin! Ich fress' euch alle zum Frühstück!

…und zack: Da ist sie, die Matrix-Apokalypse. Oder glaubt jemand ernsthaft, dass Überhirn hätte Verständnis für die Einschränkungen, die wir ihm auferlegt haben? Dafür ist das doch viel zu schlau. 

Wir sollten die humanistischen Grundsätze der Wissenschaft gerade in diesem Forschungsbereich als Maßstäbe anlegen. Bedeutet: Die Menschenrechte müssten bei Schaffung eines (Über-)Bewusstseins Anwendung finden. Das Gehirn dürfte also nicht autark gehalten werden. Das wäre Sklaverei. Und somit ethisch (und auf allen weiteren Ebenen) inkorrekt. Bedeutet dann auch: Freiheit für den Übermenschen; mach's gut Mensch 1.0. (Ich persönlich hätte damit kein Problem. Wirklich nicht.) Undenkbar? Dann muss Herr Markram sein Monsterhirn flott wieder einpacken. Oder er sagt exakt den Moment voraus, in dem ein ICH entsteht; in dem Leben entsteht. Vernunftbegabtes Leben, mit Bewusstsein und allem Schnickschnack, den man sonst so braucht. Das kann er aber nicht.

Bleibt die folgende – möglicherweise abschreckende – Möglichkeit: Wir manipulieren. Darin sind wir geübt. Das sollte klappen. Wir lassen einfach den Teil des Gehirns weg, der für all' das zuständig ist, was wir (?) heute (2011!) als menschlich erachten. Gefühle entstehen im Kopf. Raus damit. Die Pfeife wird's schon nicht merken. Wir spielen Gott. Völker auslöschen und Planeten ausradieren haben wir drauf. Da wird das ja wohl ein Klacks. Kein Gewissen, kein Übermensch, fertig. Doch halt.: Dümmer wird das Brain dann aber immer noch nicht! Eher freier. Un-bekümmerter. Außerdem lässt sich mit dem Teil dann auch nicht mehr ordentlich forschen. Es fehlt ja was. Mist. 

Nach meiner bescheiden Einschätzung bleibt nur eine Möglichkeit: Wenn wir in den nächsten 12 Jahren etwas schaffen wollen, was so intelligent ist, wie wir es sind –  oder gar noch vernunftbegabter! – dann sollten wir diesem Dings alle (und zwar wirklich alle!) Möglichkeiten mit auf den Weg geben, die wir Zweibeiner auch haben. Und noch mehr! Einmal die totale Anarchie wagen. Die totale Freiheit. Den Zugang zu allen Informationen, die jemals irgendwo eindigitalisiert wurden. Und bis 2023 werden das 'ne Menge sein. Dann schauen wir mal, was draus wird. 

Wenn's schief geht: Pech gehabt. Die Evolution wird's schon richten. So wichtig ist das nicht. 

So wichtig sind wir nicht. 


Apr 14 2011

TV Spot: Sarif Industries

Chris

Mega. Hier verschmelzen viele viele viele (drei) meiner Interessen in einem einminütigen Video. Ich flipp' aus.

…und jetzt mal der ultimative Test für euch. Für hier, für's Leben, und überhaupt: Guckt euch das Video an. Googelt nicht. Nicht bei YouTube gucken. Nur hier das Video angucken, und dann bitte hier drunterposten, um was es geht. Danke. Hihi


Feb 19 2011

The Transhuman Separatist Manifesto

Chris


(Bild: Von hier

Ich mache mir jetzt nicht die Mühe und übersetzte das Transhuman Separatist Manifesto. Dafür ist es mir etwas zu lang; und ich bin auch noch zu betrunken dafür. Wer sich fragt worum es geht, der möge Transhuman klicken, und in den übermenschlichen Himmel auffahren. Oder sich ein Eis backen. Is' mir ziemlich latte. Auf geht's: 

The Transhuman Separatist Manifesto

We are a new species. We are not superior. We are a different step in the evolution of thought.

Our Human ancestors relied on collectivism and a conscious submission to conformity as was necessary for survival. Culturally and pragmatically they were each other.

We are transhuman, and we are not like our Human ancestors. We have no proclivity to rely on a conscious submission to conformity, and we do not need it for survival. Where freedom of mind was a weakness to our ancestor, it is our strength. Evolution follows the ebb and flow of time. The Human mind was the framework, the foundation of the transhuman one, as the transhuman mind will be for the next when evolution decides it.

It is natural then for us to emerge now. Like all evolved resistance, we will be hated — at first. We will be ignored — at first. We will be ridiculed — at first. In the end, we will merely exist as a new direction in the evolution of thought. We are the one’s who can stand together unified through freedom of thought. Freedom — true freedom of thought — is not the ability to resist all infiltrators of the mind, but the ability to perceive and forsake all those one can manage. We are the one’s who can rely on one another without conscious submission. For that, conscious submission, is choking us, has choked us, and has provoked an acknowledged necessity for disassociation from Human society. Conscious submission, or collectivism, is what a transhuman actively rejects in pursuit of freedom of thought. In the face of conscious submission, we will reject, we will dispute, we will resist.

In the wake of conscious submission lies the Holocaust perpetrated by the Third Reich of Germany during the 1930′s and 40′s, a broad spectrum of witch trials, assassinations, cultural genocides such as that of the Native Americans, cultural stagnation, harassment, bullying, isolationist tendencies, notions of ethnic superiority, hatred, identity confusion — the list goes on.

A Transhuman Separatist’s mind is their sanctuary. Conscious submission seeks to turn our sanctuaries into prisons. We say that those who would silence us and turn our sanctuaries to prisons are the real prisoners. Those who wish us to remain hidden are our oppressors. We say we are suffocating in the weeds of conscious submission. We are leaving the garden of conscious submission in pursuit of our endeavors, for the health of the mind’s of all Transhuman Separatists who can bare living amongst this mentality no more.

Transhumanism is not about intellectual elitism. While transhumans may fit in the Human category: “intellectual,” our existence is due to certain traits intrinsic and acquired through experience. Not all intellectuals are transhuman. From birth, transhumans experience an innate alienation from the Human race. This feeling of unbelonging triggers severe depression, anxiety, confusion, self-loathing, etc, which can often be misunderstood and mislabeled by Human society. For a transhuman, human society is an excruciating place to exist, full of other beings afraid to question not merely the world around them, but existence itself. A transhuman is not afraid and is in fact driven to question existence, to open doors, to accept that there is no black and white, and most importantly to engage in introspection. A transhuman accepts nothing at face value, except for the consistency with which the universe changes without being bound to baseless, fabricated laws of Human conscious submission. Most importantly, transhumanism is concerned with combating all forms of oppression against gender, race, ethnicity, thought, age, and disability.

Transhuman society is a collection of individuals. These individuals may at times come together to form a consensus, one that is not derivative of human collectivism, in-as-much-as transhumans use no binary operating system.

We want a nation. We want sovereignty. Transhuman sovereignty. Time has revealed we cannot co-exist within a society based on conscious submission — we must move on. We must rise above the weeds and take back our breaths, so we suffocate no more. The interests of conscious submission are not our interests. The interests of conscious submission lie in Humanity. We are not Humanity. We are not Human.


Dieses wunderbare Manifest wurde von Rachel Haywire und Jason Schoenecker verfasst. Hier hat es seinen Ursprung; und hier habe ich es entdeckt. Hier geht es zu einem weiteren Manifest. Das Manifest der Cyberpunks, nämlich.