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Isaac Cordal: Cement Eclipses

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Cement Eclipses is a critical definition of our behavior as a social mass. The art work intends to catch the attention on our devalued relation with the nature through a critical look to the collateral effects of our evolution. With the master touch of a stage director, the figures are placed in locations that quickly open doors to other worlds. The scenes zoom in the routine tasks of the contemporary human being.

Kunst, wie sie immer sein sollte. Könnte. Dings. 

Das nach dem Tod genau nix passiert, vergessen wir nur zu oft und dazu noch total gerne. Noch öfters vergessen wir, dass wir alle sterben müssen. Oder wir sind religiöse Transhumanisten – oder noch was viel schlimmeres – und lügen uns ständig selbst in die Taschen. – Gut, dass es Kunst wie die von Isaac Cordal gibt. Die macht wach und den Moment noch toller, als die der Zukunft.

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Warum ich 500 Jahre alt werden will

Warum ich 500 Jahre alt werden will! ist eigentlich die falsche Headline für diesen kurzen Artikel. In dem Video geht es aber tatsächlich um ein ähnliches Thema: Was wir alles verpassen, weil wir sterben werden. Müssen. Dings. 

Einige Sätze dazu bzw. zunächst mal eine Frage: Schreckt euch diese US-artige Art der Futurologie / des Transhumanismus, oder ist das ok für euch?

Immer wenn ich anfange vom Transhumanismus zu sprechen, erzähle ich den Menschen dann auch oft, dass 500 Jahre so 'ne Lebenspanne wär', die ich gut aushalten könnte. Je nach Gesprächspartner erfahre ich dann entweder Kopfschütteln und Unverständnis (meist von religiösen Menschen) oder aber Interesse und Zustimmung (meist von aufgeklärten Menschen) (Ausnahmen bestätigen die Regel). In einer Diskussionsrunde ging es mal um ein ähnliches Thema: Wann würdest du gern leben und wie lange? Mein Buddy Max meinte, er würde gern in der mittleren Trias (also vor etwa 245 Millionen Jahren) leben, um einmal eine Erde ohne Menschen zu sehen. Ich dachte so: Jau, das wäre was! Dann dachte ich: Nee, lieber 500 Jahre in die Zukunft, da gibt es auch keine Menschen mehr; ich kann aber dann möglicherweise mal zum Saturn fliegen (?). Was ich sagen will: 80 Jahre sind mir zu knapp; allerdings bilde ich mir nicht ein, dass es anders / besser laufen wird als bisher. Falls doch…freue ich mich auf all' die Dinge, die der Zukunftsbekloppte hier oben in dem Video so aufzählt.​

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Nancy LeVine’s alte Hunde


Die Fotografin und Multimedia-Künstlerin Nancy LeVine ist quer durch die USA gereist, um alte Hunde abzulichten. Ich mag ihren philosophisch-tödlichen Ansatz hinter dem Projekt:

My interest in the world of the senior dog began as my own two dogs began to approach the end of their days. This was at a time when I had lived enough years to start imagining my own mortality. I entered a world of grace where bodies that had once expressed their vibrancy were now on a more fragile path.  

I saw how the dog does it; how, without the human’s painful ability to project ahead and fear the inevitable, the dog simply wakes to each day as a new step in the journey. Though their steps might be more stiff and arduous, these dogs still moved through each day as themselves — themselves of that day and all the days before. 

Ich persönlich befinde mich in einer ähnlichen Situation: Meine allerliebste Katze ist mittlerweile eine stolze alte Dame geworden; meine Sterblichkeit und das Thema Tod beschäftigt mich seit ca. drei Jahren viel intensiver, als noch in den Jahren zuvor. Nicht, dass ich jetzt ständig über den Tod oder die Sterblichkeit sinnieren würde… dennoch: Präsenter wird das wohl mit dem Alter (ich bin 30. Nicht 60.) zwangsläufig. Ist aber auch gut so. Nur wenn man sich seine Sterblichkeit bewusst macht, sich mit dem dunklen Mann im Nacken anfreundet, kriegt man's hin, den gewählten Weg mit Frohsinn und Leichtigkeit zu begehen. Zwar nicht immer; doch aber überwiegend. Würde ich sagen.

…jetzt hab' ich voll Lust, ganz viele alte und klapprige Katzen zu fotografieren. Wer macht mit? 

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Kueperpunk über Kurzweil und den Tod


Kueperpunk über Ray Kurzweil und den Tod:

Gute 4 Milliarden Jahre hat die Evolution in ihrer eigenen Petrischale gerührt bevor sie endlich ihr bisheriges Highlight, mich nämlich hervorgebracht hat. Deswegen kann sich die Welt meinen Tod auch gar nicht leisten. Ray Kurzweil liebt das Leben genauso und findet es ebenso inakzeptabel sich durch Banalitäten wie Herzinfarkt, Hirnschlag oder ein Flugzeug, das ihm auf den Kopf fällt, die Lebenslinie kappen zu lassen.

Geile Scheisse.

Danke Kueperpunk, Danke Ray, Danke Internet!

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Oh Mist. Mac Tonnies ist Tod.

Ach weißte. Erst dieser Mist mit der Zeitumstellung. (Ich prüfte gerade mehrere Minuten, ob die Welt kaputt ist oder doch nur mein Gehirns. Es stellte sich heraus: Mein Gehirns war’s. Wir ham‘ wirklich ’ne Stunde früher.) Dann erschreckt mich Facebook (mit welchem ich täglich arbeite) mit einem neuen Look. Okay, denk‘ ich mir, Okay, lieste halt ein paar Feeds zur Beruhigung. Da ich am Wochenende nicht soviel im Netz hänge wie in der Woche, stauten sich also jede Menge ungelesene Artikel in meinem Reader. Und was war der zweite Artikel den ich las? Genau:

Mac Tonnies ist Tod!

Mir fehlen da so ein bisschen die Worte, jetzt. Ich hatte kurzen Email-Kontakt mit Mac. Und dieser war äußerst freundlich und sehr amüsant. Wir verlinkten und das Eine oder Andere mal gegenseitig, haben rumgetwittert; und ich freute mich erst vor ein paar Wochen sehr darüber, das Mac mich in seine Blogrolle aufgenommen hatte.

Mac wurde bereits am Donnerstag in seiner Wohnung gefunden und starb eines natürlichen Todes. Ich habe gerade Tränen in den Augen. Weil: Er war ein solch‘ toller Autor, Ufo-Freak, Transhuman-Interessierter und irgendwie einfach ein Teil meines Lebens. Hört sich doof an. Ist aber so. Gewesen.

Rest in Peace, auf das du den CERNern das Fürchten lehrst. Wo auch immer du jetzt stecken magst, Mac. Ich vermisse dich schon heute; hoffe das ein awesome-Weblog und deine incredible-Website dem Cyberspace noch lange erhalten bleiben. 

So kann’s gehen. Ist das Leben kurz, oder was? Regt man sich über Scheisse auf, oder was?  Scheiss‘, da!

Mac, ich weiß es ganz genau: Jetzt machst du den Titel deines Weblogs zum Programm: Tanz uns den Posthuman-Blues, Baby! Danke für alles, Mac! I’ll never forget! 

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Passage!

Passage! Prädikat: Hyperwertvoll! Unbedingt anzocken! Nicht weil die Grafik der neue Crytek-Killer ist. Ist sie nämlich nicht. Nicht weil das Gameplay einfach von der Hand geht. Geht es nämlich nicht. Nicht weil das Storytelling Oscar-verdächtig ist. Ist es nämlich auch nicht. Was Passage aber ist: Einmalig.

Ich hole mal gerade etwas aus. In einem der vielen Bücher des Carlos Castaneda fällt irgendwo irgendein Satz, der irgendwie ungefähr in etwa diese Message übertragen soll: Links bei dir auf der Schulter, da sitzt immer irgendwo dein eigener Tod. Und der lauert; wartet nur darauf; bis er dann endlich zuschlagen kann. Für apokalyptischen Durschnittshumanoiden liegt dann der Schluss nahe, möglichst oft über die rechte Schulter zu schauen. Da wo er nicht sitzt; man könnte ja mal in ein echt voll tiefsinniges Gespräch mit dem Gevatter in schwarz  abrutschen. Und da wir alle unsterblich sind, hört man (zumindest ich) eher selten etwas von solch‘ schwergängigen Themen. Wenn jemand stirbt, dann wird man es schon merken.

Was hat das alles nun mit "Passage" zu tun?

Ich hole noch weiter aus: Die Message des Herrn Castaneda lässt sich sehr gut mit diesem Wiki-Artikel verknüpfen: Memento mori. Ein kleiner Auszug aus dem Artikel:

Der Ausdruck Memento mori stammt aus dem Lateinischen und bedeutet wörtlich „Gedenke zu sterben“. Memento mori ist ein Mahnruf, der bereits in der Antike gebräuchlich war. 

weiter:

Hinter einem siegreichen Feldherrn im alten Rom, dem ein Triumphzug gewährt worden war, stand ein Sklave, hielt ihm einen Lorbeerkranz oder die Jupiter-Tempel-Krone über den Kopf und mahnte den Triumphator ununterbrochen mit den Worten:

Memento mori! (Bedenke, dass du sterben musst!)

Memento te hominem esse! (Bedenke, dass du ein Mensch bist!)

Respice post te, hominem te esse memento! (Sieh dich um; denke daran, dass auch du nur ein Mensch bist!)

Und hier schließt sich der Kreis: Der Entwickler, der wundersame Jason Rohrer, sieht sein Spiel als ein (na?) Memento mori-Game. Als vor zwei Jahren ein enger Freund von Jason starb, schrieb er (nach langwierigem Denkprozess, wie ich annehme) das Spiel Passage. Nun hat man zwei Möglichkeiten: Entweder man spielt das Trip-Spiel sofort, oder aber man liest Jason’s Definition von Passage zuerst, und zockt es dann. Ich empfehle die erste Variante. Anschließend (oder währenddessen) verknüpft man dann sein eigenes Spielerlebnis mit meinen dramatisch hinausgetippten Zeilen oberhalb.

Oder man lässt es und geht kalt duschen. Was weiß ich was.

Viel mehr wollt‘ ich auch gar nich‘ sagen. Nur noch das hier: Wenn man’s spielt, dann in Ruhe! (Auch wegen den grandiosen Musik!)


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