Jan 16 2012

Fuck off SOPA & ACTA! Offline am 18. Januar!

Chris


Übermorgen, am 18.01.2012 wird diese Website nicht erreichbar sein. Warum? Darum:

Dies geschieht aus Protest gegen die zunehmende Zensur des Internets durch Handelsabkommen oder Gesetzen die aufgrund massiver Lobbyarbeit der Industrie meistens ohne die Zustimmung der Parlamente (des Bürgers) beschlossen werden. Sollte dieser Trend anhalten, wird das dramatische Auswirkungen auf die Freiheit im Internet haben. Internetprovider sollen beispielsweise für das, was die Nutzer im Web so treiben, zur Rechenschaft gezogen werden können (Zitat Christoph, via Max

Infos zu den geplanten Nazi/Zensur/Einschränkungs-Gesetzentwürfen: SOPA / ACTA! Hier und Hier auch! 

…und auch mal eben von mir: Wenn du dich zu den 99% zählst, eine Website betreibst und das Internet genau so gern hast wie ich: Mach' mit! Jeder kann was tun, und sei es nur mittels eines WordPress-Plugins.

Das Internet. Eine der letzen Bastionen freiheitsliebender Menschen; Hoffnung für Millionen, Globalisierung in Höchstform und für mich persönlich das elementare Medium, fest integriert in meinen alltäglichen Infokonsum. Ohne,…oder auch nur eingeschränkt…das wäre wie mit ohne Beine. Mindestens. Und ich wage zu behaupten: Auch die Welt würde sehr viel unbunter, eingeschränkter, mangelhafter, unbeweglicher und kontraevolutionärer werden. Auch wenn Herr Weltpolizei schon wieder etwas zurückrudert,… Google, Facebook, Wikipedia, Amazon, PayPal, Twitter, eBay machen (auf die eine oder andere Art und Weise…) auch mit. Denn: Nur weil da jetzt ein (scheinbares) Einsehen stattfindet, heißt das längst nicht, dass der zu erwartende Kompromiss irgendwie akzeptabel wäre! 

Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten? Sie fliegen vorbei, wie nächtliche Schatten. Kein Mensch kann sie wissen, kein Jäger erschießen. Es bleibet dabei: Die Gedanken sind frei!

Web, Freiheit, Fairness, Anarchie. Passt alles super zusammen. Ich will dass das so bleibt! Ihr auch?


Jan 11 2012

Samstag: Globaler Asamblea Tag

Chris

Die jüngsten Protestbewegungen in aller Welt, so unterschiedlich sie auch ablaufen haben ein einzigartiges und erstaunlicherweise dennoch gemeinsames Werkzeug der ultimativen Bürgerbeteiligung hervorgebracht: Die Vollversammlung, nach spanischem Vorbild auch Asamblea genannt. Der Film beschreibt die wichtigsten Grundlagen dieser konsensorientierten Versammlung.

Globaler Asamblea Tag in Köln: Am Olivandenhof, Nähe Neumarkt, Samstag ab 15 Uhr!

Da das Wanderwochenendwetter in der Eifel echt hübsch werden soll, ich in den letzten Wochen viel zu wenig im Wald war, schwanke ich da noch etwas…Grundsätzlich aber: Gute Sache, Gute Idee, 2012 wird toll!

Falls ich komme, werde ich vortragen, warum Anarchie die letze aller Möglichkeiten ist und ich Widerworte grundsätzlich mit dem Tod bestrafe. 


Jan 10 2012

Wie man sich vor Gesichtserkennungstechnologie schützt!

Chris


Wolltet ihr nicht auch schon immer mal wissen, wie man sich vor Gesichtserkennungstechnologie schützen kann? Ich schon. Geht jedenfalls recht easy: 

If you change the contrast in certain parts of your face — either through a watermark or by wearing a strategically-placed sticker or facepaint, recognition technology can’t identify that your face is a human face.

Also einfach ein paar gut platzierte Sticker oder etwas Schminke ins Gesicht, und gut ist. Hier gibt es eine ausführlichere Anleitung und hier ein Beweisvideo, dass es auch funktioniert. Nur für den Fall. Das. 


Jan 2 2012

Kriegsaugen

Chris


Die Niederländerin Claire Felicie hat Bilder von jungen Marines geschossen. Bild 1: Vor der Einberufung in den Afghanistan-Einsatz. Bild 2: Während des Einsatzes. Bild 3: Nach dem Einsatz. Guckt euch die Augenpartien mal ganz genau an. Ohne Worte, echt mal. 

…und wer mir als nächstes mit Wie…du warst nicht beim Bund? kommt, kriegt ohne Vorwarnung eins auf's Maul. 


Dez 27 2011

Doku: Why We Fight

Chris

(Google Video. Kein Plan, ob ihr es im Reader sehen könnt) 

So. Das fest der Liebe und der Liebes-Hackbraten ist vorüber. Jetzt gibt's nur noch eins: Krieg. 2012 ist der Iran dran: 

Nach Einschätzung eines US-Bundesbezirksgerichts war der Iran in die Anschläge vom 11. September 2001 in New York und Washington verwickelt

Na denne. Rechtfertigung ist alles. Nicht wahr? 

Fick' dich, du bist doch ein gekauftes und bezahltes Drecks-Gericht. Egal was an politischem Dünnschiss von da drüben kommt: Ich glaube denen kein einziges Wort (mehr). Auch keinem Richter. 

Oben: Viele Gründe, warum die U.S.A ein Kriegsarschloch ist. 

UPDATE: Ich werde – auch zum Beleg meiner magischen Vorhersage-Kräfte – diesen Artikel nun so lange updaten, bis die scheissdrecksarschloch USA endlich in das Terrorland Iran einmarschiert sind (ich flipp' aus, langsam, echt mal!) Hier also der nächste Schritt in Richtung Weltpolizei vs Iran

23.01.2012 : US-Flugzeugträger trifft im Persischen Golf ein

Vorhersage: Im Laufe der ersten 4 Monate in 2012 wird  entweder a) eine gemeine Taliban-Möwe oder b) etwa Sand aus Afrika mit dem Control-Tower des Schiffs kollidieren. Und was dann passiert, steht in sämtlichen Geschichtsbüchern der Welt. Schöne Scheisse. 


Dez 19 2011

Ich geh’ erst wieder wählen…

Chris


(Aus aktuellem Anlass und als Gedächtnisstütze für mich selbst) 

Ich geh' erst wieder wählen, wenn Gregor Gysi der Piratenpartei beigetreten ist. Denn…

  • Gregor Gysi ist der einzige Politiker, den ich nicht als solchen wahrnehme.

und weil

  • die Piratenpartei ist die einzige Partei ist, die ich nicht als solche wahrnehme.

That easy. 

  • Bildquelle: Internet / einfach so


Nov 13 2011

Uninteressant

Chris

Hagen Rether. Der nennt so vieles beim Namen. Was uns nicht interessiert. Und zum Lachen ist das auch nicht wirklich. 

Die indischen Bauern erhängen sich zu Tausenden, ist für uns aber nicht schlimm, weil die Bauers-Witwen können ja toll Ayurveda massieren.

Weitermachen.


Nov 4 2011

Living in Cyborgia

Chris


Neulich bin ich via Twitter auf einen wirklich toll ausformulierten Artikel zum Thema Cyberpunk – und warum wir mitten drin stecken gestoßen. Peter Hinzmann fasst auf seinem gleichnamigen Weblog das in Worte, was mich speziell in diesem Jahr auch sehr beschäftigt.

Platt formuliert: 2011 ist das Jahr, in dem Cyberpunk real wird. Ich habe dieses Jahr zu dem Thema unzählige Artikel runtergetippt; bzw. angefangen sie runterzutippen. Die Headlines dazu waren recht überschwänglich. Sowas wie: Cyberpunk lebt! oder 2011 – Year of Cyberpunk!. Und immer dann, wenn mein Geschreibsel gerade irgendeinen Sinn ergab, ist wieder was total wildes passiert (was, …das muss ich euch jetzt nicht wirklich erzählen. Hoffe ich). Jedenfalls spiegelt der Artikel ziemlich exakt meine Gedankenwelt wieder, die ich mir in Zeiten von Anonymus, Wikileaks und Weltrevolution in meinem Gehirns zusammengebaut habe. 

Zum Setting in Cyberpunk-Welten/Romanen schreibt Peter  zum Beispiel: 

Die Umwelt wurde bis zur Quasi-Terminierung geschunden: verseuchte Luft, verseuchtes Wasser, verseuchte und genetisch manipulierte Scheinnahrung. Konflikte – seien es persönliche, soziale, politische der globale – werden am liebsten mit Gewalt gelöst, wobei die Politik nur noch scheinbar die Fäden zieht. Soziale Unruhen, Aufstände, Revolten und Kriege sind an der Tagesordnung. Gut hat es nur, wer sich mit den Gegebenheiten arrangieren kann – oder viel Geld und Einfluss besitzt.

Moment mal – das ist ja genau wie – heute.

Jau. Exakt diesen Gedankengang habe ich dieses Jahr hunderte male gehabt. Wisst ihr wie sich das anfühlt? (habe ich schon einige male hier erwähnt; aber ich kann euch ja mein Leid (?) nicht oft genug klagen) Da stehen Bücher in meinem Regal, die sind fast so alt wie ich (30). Da steht schwarz auf weiß drinne, wie dämlich unsere Zukunft mal aussehen wird. Und was is'? Es kommt genau so. Nur noch doller. Und keinen kümmert's. Nicht mal Osama. Oder Obama. Scheußlich. 

Ich lebe also in einer Welt, die fast identisch ist mit den Welten, die mich als Jugendlicher fasziniert haben. Wir stimmen wohl überein: was einem vor 20 Jahren noch wohlige Science-Fiction-mäßige-grusel-Schauer über den Rücken laufen lasssen konnte, eignet sich leider heute im nüchternen Licht der Realität eigentlich nur noch dafür, schreiend und haareraufend umherzurennen und zu fragen: "Und was NUN?!"

Lest das! Ich persönlich habe dem nicht allzu viel hinzuzufügen. Aber noch ist dieses – für mich unfassliche – Jahr ja nicht rum. Ich werde dazu noch auch was raushauen. Bald. Wenn die Nato abgeschafft ist, wir ein zweites Fukushima in der Ukraine haben und wenn Obama seine Maske abnimmt und man dahinter einen T-800 entdeckt. Wundern würde mich nämlich selbst das nicht mehr. Echt nicht.