Aug 22 2011

PrintaForest – Waldausdrucker

Chris

Nur damit ich das richtig verstehe: Ich drucke auf marktüblichen Druckerpapier 100 Seiten mit meinem ganz normalen Drucker und anschließend wird am anderen Ende der Welt ein Baum gepflanzt? Alle 100 Druck-Seiten? Ja, ich verstehe das richtig. Und das geht so: Man lädt sich eine kostenfreie (Windows-) App runter, connected diese mit seinem Drucker, und druckt was die Druckerwalze hergibt. Bei jedem Druckvorgang wird unterhalb des Dokuments – da wo noch Platz ist – ein Spendenaufruf zur Rettung der Bäume eingebaut. Die App zählt natürlich jeden Print mit, und bei jedem 100sten Ausdruck wird ein Baum auf den Philippinen gepflanzt. So ergibt sich eine Ratio von 1:75:

By replanting 75 trees for every tree used while printing anyone’s personal printing can now plant an entire forest.

Ich hab' mir das Tool mal eingerichtet. Allerdings habe ich die Angaben des Betreibers weder auf Richtigkeit noch auf Durchführbarkeit noch auf Finanzierbarkeit geprüft. Ich find' die Idee is' einfach nur klasse. 

Ich sage das in aller Ausdrücklichkeit, weil ich damals™ als systemkritischer – aber nichtsnutziger -, Kacknerd mit Apple-Wahn hingestellt wurde. Was sicher auch stimmt. Zeitweise. 


Jul 14 2011

Erstkontakt mit dem weißen Mann

Chris

Argh. Meinem weißen und leeren Gehirns fällt da gerade keine bessere Headline zu ein. Und auch sonst bin ich ziemlich uninspiriert. Meine ganze Energie ist gerade in das faszinierte Ansehen dieses Videos geflossen. Mark schreibt drüben bei boingboing zu dem Video:

This is a fascinating 15-minute video that shows a hunter-gatherer tribe in Papua New Guinea meeting with people from the outside world for the first time.

Besser kann man's nicht umschreiben. Ich stelle mir gerade vor, wie es sich für die Dschungelbewohner wohl angefühlt hat, als sie dieses weiße Alien-Dings entdeckten. Erahnen kann man's, wenn man deren Gestik und Mimik mal anschaut. Wie schon gesagt: Faszinierend isses; und irgendwie stimmt mich das auch melancholisch. Warum, kann ich aber gar nicht so genau sagen. Gerade. 

Alle Doku-Folgen:

1, 2, 3, 4, 5


Jun 28 2011

Das ‘Solar Sinter’- Projekt

Chris

Beim Betrachten des Videos wird mir plötzlich wieder klar, warum ich doch eigentlich und ganz tief innendrinne daran glauben möchte, dass wir Menschenkinder es doch noch rumreißen können. Wenn einzelne Menschen sowas auf die Reihe kriegen, sich sowas aus dem Kopf zaubern, sollte doch ein kollektives Kollaborieren noch viel tollere Dinge hervorbringen. Mir ist schon klar, dass sich genau im letzten Satz der Teufel drin versteckt hält… Trotzdem: Ich will einfach die Hoffnung nicht aufgeben (auch wenn es sich zu 90% hier im Blog anders anhört), dass Technologie doch noch mal den Spagat zwischen Weltenrettung und Apokalypse hinbekommt. Wie das wirklich funktionieren kann, weiß ich auch nicht so genau. Wenn ich aber sehe, was Markus Kayser (und eine Reihe anderer Leute) da konzipiert und realisiert haben, bin ich voller Guter Dinge, dass wir es gemeinsam doch noch packen.

Wir sehen eine Null-Energie Maschine (also eine Maschine die nur im Herstellungsprozess Energie frisst), die aus der puren Sonnenpower und dem im  Überfluss vorhandenen Sand-Material etwas ausdruckt. 

Noch mal anders: Die Maschine verwandelt Sonnenenergie in nutzbaren Strom. Dieser wird dann dazu verwendet, einen Rohstoff zu veredeln, der auf unserem (noch) blauen Planeten bekanntlich immer mehr - statt weniger – wird: Sand. Man stelle sich folgendes Szenario vor: In einer Region mit viel Wüste werden beispielsweise neue Leitungen(für Strom, Wasser, Web, whatever) gebraucht. Also ruft man flott den Markus an; der kommt vorbei, baut seine futuristische Maschine auf, und druckt das Baumaterial einfach so mal eben aus! 

Klar, das ist pure Utopie. Aber die Technik funktioniert schon. Wie man sieht. Wie lange es bis zur Serienreife braucht? Ob es je?ein Serienmodell geben wird? Ich weiß es nicht. Hoffen tu' ich's aber schon. Fetter Investor?-> Bitte melden! Damit wir endlich damit beginnen, uns der Rohstoffknappheit entsprechend zu verhalten. Beziehungsweise dem Rohstoff-Überschuss.


Mrz 17 2011

José Calheiros aka JACAC

Chris


Meine Damen und Herren. Beinahe hätte ich sie mit einer Bilderslideshow belästigt. Mach' ich aber nicht. Erstens wär' das dem José gegenüber echt nicht fair; und zweitens müsst ihr euch die Vielseitigkeit seines Portfolios am Besten selber mal angucken. Die letzten Bilder hat er in Island geschossen. Eine Art Postkarten-Serie. Da gibt es Geysire, Pferde, Berge und Wasser zu sehen. Alle Motive sind toll eingefangen. Da kriegt man so Rausgeh-Gefühle von. Voll gut. Ehrlich. 


Aug 23 2010

Fair trading?

Chris

(Das Video läuft nicht in allen Feedreadern)

Besonders innovativ ist dieses animierte Video eigentlich nicht. Dennoch zeigt es ganz gut auf, in welcher Konsum-Kultur sich die große Mehrheit der westlichen Welt tatsächlich bewegt. In keiner, die ich gutheißen kann, soviel ist mal klar.

Das auch ich nicht immer Bio und fairhgehandeltes kaufe, geben ich umunwunden zu. Zwei Eco-Jeans, einige Shirts aus nachhaltiger Produktion und Fairtrade-Kaffee besitze ich schon und probiere durchaus (sofern es Geld, Nerven und Faulheit zulassen), eben nicht immer das zu kaufen, was am günstigsten ist.  Sondern das, was am geilsten aussieht

Außerdem rauche ich West.

Also.


Mai 25 2010

YeZ – Das Pflanzenauto!

Chris


Wir hatten ja schon länger nichts mehr in der Kategorie Ecoauto am Start. Das liegt nicht etwa daran, dass mein Interesse an alternativen Kraftfahrzeugen eingeschlafen wäre, sondern eher daran, dass ich seit geraumer Zeit nichts wirklich interessantes mehr auf dem Schirm hatte. Aber jetzt:

YeZ – Das Pflanzenauto! Das Teil sieht nicht nur, öhm, interessant aus; nein, das kann auch was. Nämlich das hier:

photosynthesizing carbon dioxide from the air and exchanging oxygen back into the atmosphere

Mit anderen Worten: Die Karre ist nicht nur ein echter Energysaver, sondern gibt dem Klima auch noch was zurück. Ein Minus-Emissions-Car, sozusagen. Okay, von den Nachhaltigkeit der Akkus sprechen wir jetzt mal nicht. Dann ist ja die ganze schöne Story im Eimer. Die Kiste hat übrigens Solarpanels auf'm Dach und Turbinen in den Reifen um damit den Golfstrom anzutreiben.

Ich hätt' gern' eins in Tulpenform.


Feb 22 2010

Auf in’s Ghetto!

Chris


Scheiße noch eins, ist das ein geiler Artikel da drüben beim prospectmagazine.co.uk. "How slums can save the planet" heißt der nämlich. Der Autor Stewart  Brand, Biologe Environmentalist von Beruf, sieht tatsächlich die Chance auf Rettung. Jeps, die Rettung des Planeten ist gemeint. Und zwar mittels großflächiger, weltumspannender Sprawls Ghettos. Denn die sind dann nämlich total organisch und völlig übereco, sozusagen. Außerdem fahren da ja heute auch schon alle Fahrrad, Tuk Tuk oder Rikscha und mit Recycling kennt man sich auch aus.

…ganz ehrlich: Da stehen 'ne Menge wirrer Ideen drinne, auch solche, die schon etwas älter – trotzdem aber sehr reizvoll -, sind. Liest sich auch für mich etwas, öhm, von oben herab. Solche Sätze wie den hier, finde ich allerdings wiederholenswert: 

Two major campaigns should be mounted: one to protect the newly-emptied countryside, the other to green the hell out of the growing cities

Grüne Zukunftsstädte mit bunten Spielautomaten drinne. Sag' ich ja.

Hier noch einer:

A farm on one city block could feed 50,000 people with vegetables, fruit, eggs, and meat.

Na, Los Los!


Sep 12 2009

Musiktipp: The Whitest Boy Alive

Chris

So. Dann tippe ich mal Musik. Und zwar die hier: Burning von The Whitest Boy Alive! Hier ein flotter Auszug aus Wikipedia:

The Whitest Boy Alive ist eine in Berlin gegründete Musikgruppe, die aus einem 2003 gestarteten Projekt für elektronische Tanzmusik hervorgegangen ist. Die Band besteht seit 2006 aus Erlend Øye (Gesang, Gitarre, ebenfalls Mitglied von Kings of Convenience), Marcin Öz (Bass), Sebastian Maschat (Schlagzeug) und Daniel Nentwig (Keyboard).

Jut, die Jungs! Mir gefallen beide Platten der Band sehr (Rules & Dreams). Ziemlich chillig; ziemlich groovy; schicke Mukke einfach. Dazu dann diese glückliche Schildkröte; die zu dem Titel "Burning" durch’s Wasser schwebt/schwimmt… hach, dass macht doch was her. Bis in Bälde, Amigos.