William Gibson faxt. Ja, faxen, richtig gehört. Diese Dinger aus der Steinzeit. Wo Papier raus kam. Als es noch Bäume gab. Jedenfalls faxt Herr Gibson mehrmals im Jahr. Unfassbar.
…das er sich einen fliegenden Roboterpinguin (This One!) wünscht, passt allerdings schon eher in mein Weltbild. Was ich sagen will? Der guardian hat ein wirklich knackiges Interview am Start.
China Miéville empfiehlt eigentlich keine sozialistische Literatur, sondern er empfiehlt Literatur für Sozialisten. Hö? China Miéville? Genau. Der kahlköpfige Brite hat so dolle Dinge wie Perdido Street Station oder Un Lon Dun geschrieben. Zumindest ersteres hat schon einen gewissen Steampunk-Touch und ich mochte die Ausarbeitung der Charaktere wirklich sehr.
Wenn der Kerl nun also Literatur empfiehlt, das Blogposting Fifty Fantasy & Science Fiction Works That Socialists Should Read heißt, dann kann ich eigentlich nur noch sagen: Schaut doch mal drüber.
Großartig. Im Forum der Cyberpunk-Comunity hat mindblasted mal einen vaage formulierten Gedanken rausgehauen:
Was löst Cyberpunk aus?
Den Text nennt er selber eher destruktive denn konstruktive (Selbst-)Kritik. Ich bin hin und weg. Bei meiner offensichtlichen Begeisterung für die Cyberpunk-Kultur vergesse ich nur all' zu oft, wie scheiße es den Protagonisten in den verschiedensten Medien (Büchern, Games, Filme) eigentlich wirklich geht: Die ham' ja nix! Außer 'nen Chip im Kopf. Man nannte sie Chipheads
Ein wirkilch kritischer Text, der mich zum Nachdenken anregt, der neue, andere Perspektiven eröffnet.Vielleicht gefällt er Euch ja auch. Und der Diskurs drunter ist auch spannend. Spannend bis aufwühlend.
Jetzt. Endlich. Nachdem ich nun schon etwa vier Jahre da mitlese. Jetzt endlich empfehle ich Euch aus ganzem Herzen und voller Inbrunst: Film und Buch – OliBlog
Die Subline dieser Blogperle lautet:
Rezensionen und Kommentare zu Buch und Film. Im sechsten Jahr online.
Da ich einige wirklich gute Filme verpasst hätte, gäbe es den Oliver nicht, möchte ich an dieser Stelle einfach mal Danke sagen. Danke für Myriaden von tollen Rezessionen zu allen möglichen (und unmöglichen) Büchern und Filmen! Oft bin ich so gar nicht seiner Meinung (Book of Eli: 8 von 10 Punkten!?:) und manchmal verliebe ich mich in längst vergessene Bücher wieder neu, nur weil OliBlog sie plötzlich im Programm hat (Neal Stepehnson Reviews!).
Rätselhaft ist mir, wie man so eine Medien-Masse eigentlich bewältigen kann. Während ich einen 400-seitigen Roman lese, haut Oliver vier 400-seitige Reviews zu 800 800-Seitigen Büchern raus. Oder so ähnlich.
Also. Wenn man eine Website unter der Adresse cyberpunkcomics.com erreichen kann, dann ist das ja eigentlich schon die halbe Miete. Wenn sich dahinter dann auch noch das Versprochene versteckt, dann ist eigentlich alles gut und wir haben bald auch wieder Sommer.
Ich zitiere mal eben einen Willkommensgruß, welcher sich in der About-Rubrik der Website findet…
Yeah, I'm talking to you, Console Jockey. Get ready for some consensual hallucination
…und damit dürfte klar sein: Ich bin auf Eurer Seite Jungs! Die Jungs sind in diesem Falle Greg Dunford (Pseudonym?), Renzo Podestá (Illustrator) und Joshua Hamilton (Webdesign). Neben dem hauseigenen (und wirklich toll gemachten) Comic HARD DRIVE haben die Herren noch ein wirklich interessantes Weblog laufen und posten da jede Menge Cyberpunk-Content.
Ich bin anverliebt. Und das nicht erst auf den zweiten Blick. Passiert ja auch nicht alle Tage, sowas.
Ich schließe mit einem weiteren Zitat, welches mir ebenfalls sehr gefällt:
Erst gestern hatte ich Euch ein Cyberpunk-Magazin Namens Machete Girl vorgestellt. Und wie es der Zufall so will, ist gerade die dritte Ausgabe des fabelhaften DOSE-Magazins erschienen. Inhaltlich schon sehr Cyberpunklastig, allerdings nicht ganz so dystopisch wie Machete Girl. Aber mindestens genau so interessant!
Etwas professioneller kommt es auch daher. Das lassen sich die Macher, Autoren und Kreativen allerdings auch bezahlen: Mit 4€ ist man dabei. Das 10-seitige Preview macht definitiv Lust auf mehr. Es gibt über…
80 pages on alternative pop culture
…und ein Großteil der Ausgabe beschäftigt sich mit alternativer Popkultur und Cyber-Hippster-Hotspots in Paris. (Dies war eine freie Übersetzung des DokBlog-Babelfisches). Weitere Themen sind:
Das Neuromancer-Movie
Französische Cyberpunk-Movies
Underground-Dystopia-Music aus China
Einige Interviews und noch viel viel mehr verrückter Cyberkram
Ich denke, für ein Magazin welches sich so intensiv mit (unserem?) meinem Lieblingsthema beschäftigt, geht der Preis echt in Ordnung; das zahl ich gerne. Es steckt nämlich wirklich ganz viel transhumanistisches Herzblut in dem Magazin.
Irgendwie hat mir die Web-Abstinenz den letzten Wochen ganz gut getan. Mit etwas Abstand betrachtet stelle ich irgendwie fest, dass sich meine Interessenschwerpunkte in den letzten fünf Jahren eigentlich kaum verändert haben: Cyberpunk, Art, Nature, Books, Love & Music. Ich denke mit diesen Schwerpunkten lässt es sich wunderbar leben. Und bloggen. (Viral-) Marketing, Social Media, Seeding, Internetfernsehen und sonstiges Webgedöns habe ich auf der Arbeit schon zu genüge; da muss ich mit so 'nem Kram nicht auch noch mein privates Weblograumschiff vollkleben.
Und genau deshalb ist es jetzt auch mal wieder Zeit für feinste Einblicke in die Cyberpunk-Kultur. Machete Girl ist laut eigener Angabe das erste (Online-) Cyberpunk-Magazin Australiens. Ich knall' mal eben einige Themen der aktuellsten Ausgabe hier rein:
Ein Reisebericht aus dem dystopischen EVE-Online-Universum
Steampunk-Illustrationen bis zum abwinken
Reviews zu Filmen, Büchern und Games
Machetegirls und sonstige Gestalten
Und noch 'ne Menge mehr. Ich find's echt nett gemacht.