Okt 31 2011

Langes Gibson Interview

Chris


Das längste, spannendste und aufschlussreichste Interview mit William Gibson, habe ich eben auf theparisreview.org entdeckt. Ich – der über den Typen wahrscheinlich 'ne Biographie im Kopfstand schreiben könnte -, hab' viel neues erfahren. Ich erdreiste mich zu sagen: Lest das! Und die, die immer noch nicht begriffen haben, warum Gibson einer der faszinierendsten Menschen unsere Zeit ist: Lest das! Also alle: Lesen!

Interviewer: The world of the Sprawl is often called dystopian.

Gibson: Well, maybe if you’re some middle-class person from the Midwest. But if you’re living in most places in Africa, you’d jump on a plane to the Sprawl in two seconds. Many people in Rio have worse lives than the inhabitants of the Sprawl.


Mrz 26 2011

Philip K. Dick-Kram

Chris


Da ich seit geraumer Zeit einen Artikel über Herrn Philip K. Dick und die Drogen zum verbloggen bereitliegen habe, ich mich diese Woche mit der lieben Kollegin Käthy über den Herrn austauschte, sie mir in dem Gespräch ein weiteres tolles Dick- Interview (O__O) empfohlen hatte, packe ich jetzt einfach die Links zu beiden Artikel zusammen in ein Posting. Ich fauler Sack.  

Hier der erste Artikel mit dem vielversprechendem Titel: The drugs did work

Taking a truly enormous dose of vitamin C to help him cope, Dick believed that pink laser beams from space were firing information into his brain, beginning with thousands of paintings flashing past his eyes – works by Klee, Kandinsky and Picasso, but far more than any of them could have painted in a lifetime

Weiter geht es mit dem eben erwähnten Interview: An Interview with Philip K. Dick

I saw things that if I hadn't seen them with my own eyes I simply wouldn't have believed them. I know you've read A Scanner Darkly. Everything in A Scanner Darkly I actually saw. I mean I saw even worse things than I put in A Scanner Darkly. I saw people who were reduced to a point where they couldn't complete a sentence, they really couldn't state a sentence. And this was permanent, this was for the rest of their lives.

Welch ein druppes, verwirrtes und absolut geniales Gehirn der Kerl doch hatte. Hach. Schade. Das Bild oben kommt von der L.A. Times und zeigt Ridley Scott (links) und Philip (rechts) beim Plausch. Zusätzlich haben die auch noch einige weitere tolle Dick-Artikel im Angebot. Hier entlang


Feb 27 2011

Radioshow

Chris


Der gute Marco hatte neulich in einem Radio Fritz-Interview die wahnwitzige Idee, mich doch als nächsten Interview-Partner zu empfehlen. Danke an dieser Stelle, Marco! Mir hat's Spaß gemacht; dem Interview-Master Marcus glaube ich auch; und die Zuhörer wissen jetzt, was Cyberpunk ist. Eins noch vorweg, bevor ich das Interview verlinke: Ich sagte: Wenn ich Fehler mache! Wenn! Ich habe mir nämlich in fast vier Jahren Social Media keinen groben Schnitzer geleistet. Glaub' ich jedenfalls. 


Aug 31 2010

Gibson Interview

Chris


William Gibson faxt. Ja, faxen, richtig gehört. Diese Dinger aus der Steinzeit. Wo Papier raus kam. Als es noch Bäume gab. Jedenfalls faxt Herr Gibson mehrmals im Jahr. Unfassbar.

…das er sich einen fliegenden Roboterpinguin (This One!)  wünscht, passt allerdings schon eher in mein Weltbild. Was ich sagen will? Der guardian hat ein wirklich knackiges Interview am Start.

Der wird auch immer läppscher, mit dem Alter

Update: Ganz flott noch eben passend hierzu: William erzählt gerade wilde Dinge in der NY-Times: That way.


Apr 23 2008

Köln inspiriert William Gibson – Ein Interview

Chris

William Gibson. Ein Genie denkt nach. Man siehts. Bild: CC-Flickr-Nowherenear


Alle seine Bücher flashten mich ziemlich. Die Lesung in Köln flashte mich sogar weit mehr als nur "ziemlich". Überhaupt:  Mich kann schon ein simples(?) Interview mit / von Ihm dermaßen wegflashen. Unglaublich.

Aktuell begeistert mich das Interview auf der Webiste intro.de. Der Fragende, Herr Wolfgang Frömberg, stellt Mister William Ford Gibson unter anderem einige Fragen bezüglich der Post-9/11- Area. Hochinteressante Denkansätze! Auch von Seiten des Interviewers!

Ich erdreiste mich jetzt einfach mal, und klau mir einige markante Sätze rüber. Klasse: Gibson holt sich Inspiration für seine Werke in meiner Heimatstadt:

(…) Wir waren eben essen und liefen durchs Kölner Zentrum. Mir fiel eine Straßen auf,die typische globalisierte Einkaufstraße: der Bennetton-Shop gegenüber von McDonalds, eine Kentucky Fried Chicken-Filiale  gleich um die Ecke(…)

Klasse, ein echter Köln-Kenner! ;)

Dann frage ich mich, was liest der Kerl eigentlich so?

(…)Erst vor kurzem habe ich einen Artikel darüber gelesen, wie der Digital Underground in Kuba funktioniert.(…)

Ah ja.

Der nächste Satz, ist Gibson pur:

(…)Versuch mal, Teenager daran zu hindern, an die nächste Version von ‘Grand Theft Auto’ heranzukommen oder an die Alben, über die sie auf Mini-Stick-Versionen von Websites gelesen haben. Vollkommen unmöglich.(…)

Herrlich! Das ganze Interview ist Kopfkino der feinsten Sorte. Gibts hier zu lesen: intro.de-William Gibson. Je mehr ich von Ihm höre, desto begeisterter bin ich von ihm, seinen Ansichten und Gedanken.

Genie. Punkt.


Dez 20 2007

Blade Runner und die Cyberpunk-Community-Deutschland

Chris

Edit: Der Beitragstitel ist falsch: Es soll heißen: Blade Runner und die deutschsprachige Cyberpunk-Community!  Ich änder den jetzt mal nicht, weil ich nicht weiß ob der Feedreader dann explodiert….

Zunächst muss ich festhalten: Ich fühle mich geehrt und bin auch ein wenig stolz.

Warum?  Scal, der "Masterchief" der CPC, der deutschsprachigen Cyberpunk-Community hat beim Doktor (also mir) angefragt ob ich nicht ab und an mal einen Beitrag auf der Homepage der Community veröffentlichen möchte! Was soll ich sagen? Es ist mir eine Ehre, na klar mach ich das!

Vorweg: Für die Blütezeit des Cyberpunks bin und war ich ca. 5-10 Jahre zu jung. Seit dem ich mich intensiv mit dieser literarischen Stilrichtung befasse scanne ich das Netz nach neuen und alten Beiträgen, Artikeln, whatever, wo "Cyberpunk draufsteht". Natürlich stolperte ich dann auch irgendwann (2004) über die Jungs (und Mädels?) der CPC.

"Super,´ne deutschsprachige Cyberpunk-Community" war mein damaliger Gedankengang. Nun muss ich resümieren das ich tastächlich meine News und Infos eher von anderen Blogs (oft englisch-sprechende) bezogen habe. Um der großartigen Community jetzt noch etwas mehr Schwung zu verpassen, bin ich dann ab sofort auch mit an Bord und werde mein Bestes geben den einen oder anderen interessanten Artikel beizutragen.

Natürlich steht neben meiner Tätigkeit für Fictionbox.de und der CPC "mein Baby" (der Dokblog), zumindest in der digitalen Welt, – an erster Stelle, keine Frage. Ich werde die Beiträge spiegeln, splitten und sicher auch mal  hier und da etwas "exklusives" veröffentlichen.

Los gehts: Ridley Scott im Spiegel Interview. (Den Link zum Spiegel gibt es nur drüben;))

Das die CPC auch Veranstalter der CAPCo (Cyberpunk Autorenpreis der Community (2008)) ist, soll hier auch erwähnt sein. Thema für die CAPCo 08 ist: "Identität".

An Scal und Martin: Werde die Tage beide Logos (FB+CPC) mal irgendwie schicker/optisch ansprechender in meinen Blog einbauen. Damit man auch direkt sehen kann wie und wo ich meine Gedanken und Infos ins Netz puste ;)


Sep 14 2007

Postal 3 Interview

Chris

Neee, nicht bei mir hier, sondern bei Demonews. Passend zur Killerspieldiskussion äußert sich der Chef des Entwicklerstudios mit dem abstrusen Namen: “Running with scissors” (renne nicht mit ´ner Schere in der Hand!) zu der verqueren deutschen Computerspiel-Zensurpolitik. 

Klar, so´ne Knarre mit “Katzenschalldämpfer” mag nicht jedermanns Sache sein, zeigt jedoch auf, das die Entwickler zumindest eine große Menge Kreativität in Ihre Produktionen stecken. Ich habe nur den 2. Teil gespielt, und war damals schon recht angetan: Frische verrückte Ideen zeichneten den Auftakt der Serie aus: In welchem anderen Shooter darf ich sonst schon in die Kirche beichten gehen? Natürlich ist das Spiel Gewaltverherrlichend. Keine Frage.

Ein Beispiel: Ich ballere einem (hübschen?) Britney Spears-NPC den Kopf vom Hals, und darf selbigen sogar noch munter durch die Gegend kicken? Geschmacklos? Mag sein. Kreativ im positiven Sinne?  Oder im Negativen? Das sollte der freie Bürger wohl immernoch selbst entscheiden dürfen! Das isn Spiel. Spiele leben von genialen, innovativen und kreativen Einfällen! Leider sind diese in vielen Genres oft mit Blut “behaftet” ;)

Angenommen unser Britney-NPC ist nun eine Liftfassäule, und ihr Kopf tatsächlich ein Fußball: “Bang” da rollt der Ball von der Säule, und ich kick Ihn weg! Cool! Genauso cool wie das vorangegangene Beispiel, finde ich. 

Diese Beispiel soll einfach nur meine persönliche Sichtweise auf “Gewalt in Games” aufzeigen: Kreative innovative Ideen sind für mich prioritär. Erst dann denk ich drüber nach, ob das evtl. moralisch verwerflich sein mag, oder ob es denn wirklich wieder vonnöten war, das Blut Literweise auf dem Screen zu verteilen.

Bin ich deshalb jetzt eine potenzielle Gefahr für alle “Nicht-Gamer und Mitbürger”? Oder trennt das letzte bisschen Logik in meinem Gehirn einfach nur das Spiel von der Realität?

Wer weiß,…abwarten! HarHar! ;) (Katzilein, komm her, ich machn Gewinde in dich rein… ;) )

Wenn man es sehr eng sieht, dürfte auch niemand mehr das Brettspiel “Siedler von Catan” spielen: Denn dort werden ganze Völker ausgelöscht. In den Köpfen der Mitspieler! Denn genau da beginnt und endet doch die Gewalt: Im Kopf!  

Nun ein kleiner, sehr sehr wichtiger Auszug aus dem Interview:

Deutschland erscheint mir sehr einzigartig, denn hier gibt es eine sehr spezielle Soziodynamik. Die Gesellschaft steckt in einem psychologischen Dilemma, das nach dem Zweiten Weltkrieg entstand. Dann gab es auch noch die Teilung des Landes in einen Ost- und einen Westteil. Das ist das zweite Dilemma, was der Staat zu überwinden hat. Es kommen sehr viele kluge Leute und kreative Köpfe von hier. Ich mag dieses Land und war auch schon vor dieser Messe hier. Aber die deutschen Politiker sollten viel mehr auf das hören, was das Volk will. Auch die jungen Gamer und Konsumenten von Videospielen sind fähig, eigene Entscheidungen zu treffen. Man braucht die Regierung nicht, um vorgeschrieben zu bekommen, wann man sich bitteschön den Arsch abzuwischen hat. Hier ist jeder Mensch mit einem eigenen Kopf zum Denken geboren. Daher verstehe ich nicht, wie eine so hoch gebildete Nation so schnell einen Rückzieher macht, wenn jemand mit Zensur droht. Daher glaube ich, dass die Wurzeln von diesem Problem mit der Geschichte des Landes im 20. Jahrhundert zu finden sind. Fuck that! Seid doch einfach stolz auf das, was Ihr erreicht habt. Deshalb verstehe ich dieses Scheuklappendenken der Deutschen auch nicht. Seid stolz auf Euer Land.

Hier noch ein link zu einer Moviekritik zum Film “Postal” von Uwe Boll. Kenn ich gar nicht, das Movie. Schande!!! Naja, muß ich mal nachholen.  Muß wohl ähnlich makaber sein wie das Game selbst.

Edit: Hinweis von Penispatriot : “Renne mit ner Schere” nicht “Renne ohne Schere” , heißt der Laden, wenn mans wörtlicht übersetzt! Is klar, ne? Danke Dir! ;)