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AI Teaching Tablet for African Children

Den Transhumanismus-Interessierten unter euch wird der Name Ben Goertzel etwas sagen; der kommt in vielen Videos hier im Blog zur Sprache und ich bin Fan. Der macht viele tolle Dinge in diesen Bereichen:  Kognitionswissenschaft, Data-Mining, Maschinelles Lernen, Finanzmathematik, Bioinformatik (wikipedia). Jetzt sucht Ben Gelder via Crowdfunding.

Help us build an interactive AI-based Educational Tablet for children in the developing world

Ich baller‘ da mal 20€ rein; schon weil ich dem zutraue, ein wirklich cooles AI-Tablet für die Kids zusammenzuschrauben. Aber auch weil er als gemäßigter Transhumanist arg auf meiner Ideen-Welle liegt. Mehr zu dem Projekt nach dem Klick.

 

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Wider die Unschärfe!

[Gastbeitrag von Grinsekater]

Jedes Wort in diesem Text mit Ausnahme derer in eckigen Klammern und jedes Symbol ist mit FORMWELT referenziert. Das bedeutet, dass jedes Wort und jedes Symbol innerhalb eines geschlossenen sprachlichen selbstbezüglichen Systems generiert wurde und zu 100% bedeutungsscharf ist. Die darin zu sehende Formel stellt eine formallogische Abbildung des Zellulären Automaten "Regel 30" dar. Diese Formel wurde ebenfalls mit FORMWELT referenziert. Obwohl Formelsymbole wie auch Wörter dort auf Deutsch, bzw. in algebraischen Zeichen stehen, werden für die Erzeugung der Bedeutung keine Deutsch- und keine Kenntnisse in Boolescher Algebra benötigt. Dies bedeutet "Selbstbezüglichkeit

Die Autoren zeigen dabei außerdem einen anderen Weg, Regel 30 formallogisch abzubilden. Herkömmliche Formeln arbeiten mit Und-Operatoren, das tun Gitta und Ralf nicht. Indem sie Regel 30 mit Oder-Operatoren abbilden, zeigen sie ein neues Verständnis von Regel 30. Meine Nachfrage bei Gitta Peyn ergab, dass sie natürlich diese Formel programmiert und laufen lassen haben, um beweisen zu können, dass es völlig korrekt ist, statt des Und-Operators ein Oder zu verwenden. Wobei das natürlich auch im Kopf durchgespielt werden kann von dem, der es kann.

Wir alle, die wir das Internet benutzen, kennen das: Die Menschen drücken sich unpräzise aus, zuweilen sogar paradox. Was ich sage und meine, muss noch lange nicht beim Gegenüber ankommen. Oft muss ich nachfragen oder zusätzliche Erklärungen liefern. Mehrfach.

Sowas kostet Zeit und Nerven. Ressourcen, die man lieber woanders einsetzt. Doch wie vermeidet man sowas?

Diese Frage stellen sich Ralf und Gitta Peyn seit 20 Jahren. Dabei  herausgekommen ist FORMWELT (c),  ein formal und semantisch selbstgenügsames linguistisches System.

Was ist Formwelt?

FORMWELT liefert eine Sprache, die genauso wie konventionelle Sprache gesprochen wird. Tatsächlich ist es so, dass sie auf der Sprache, die wir jeden Tag sprechen, aufsetzt, und es wächst daran, wie jeder Anwender daran wächst, der damit arbeitet.

FORMWELT ist keine artifiziell konstruierte Hybrid-Sprache, sondern wird in den vorhandenen Sprachen unserer Welt gesprochen, aber die Resultate der Interaktionen, die auf der Grundlage von FORMWELT programmiert werden, sind besser koordiniert, weniger anfällig für Missverständnisse und Versagen, präziser und sehr viel mehr in Übereinstimmung mit den Plänen der Einzelnen, die FORMWELT nutzen, um sie zu realisieren.

Wie arbeitet Formwelt?

Der Kern besteht aus Referenzen, jede Referenz ist eine ziemlich kurze Verbindung von Wörtern: ein Etikett, das auf seinen Referenten verweist, der (in weitesten Teilen) auf anderen Etiketten aufsetzt, die wiederum auf ihre Referenten verweisen. Selbstgenügsamkeit des Kerns bedeutet, dass er nur Wörter verwendet, die selbst wiederum innerhalb des Kerns referenziert sind oder die mit den einfachsten herkömmlichen kognitiven oder praktischen Konzeptualisierungen verstanden werden können.Die Referenzen im Kern von FORMWELT sind als Module organisiert. Jedes Modul beliefert den Anwender mit den Tools, um eine spezifische und absolut grundlegende kognitive oder analytische operative Funktion auszuführen.

Was kann Formwelt?

Kommunikation – dies ist das zentrale Anliegen von FORMWELT, dass es Menschen dabei helfen soll sich selbst zu verstehen, ihre Welt und einander und sie dazu befähigt, effektive Mittel zu entwickeln, um miteinander zu kommunizieren. Indem man FORMWELT anwendet, wird die Menge von Missverständnissen und Versagen, die sonst durch vage Sprache und leere Worthülsen verursacht werden, drastisch reduziert. Die Menschen erhalten einen direkteren Zugang zu ihren eigenen Ideen und zu den Ideen anderer, und so können sie ihre Interaktionen sehr viel zuversichtlicher koordinieren.

Translation – Eine andere Anwendung findet sich in der Übersetzung: Da FORMWELT stark formalisiert ist, können Etiketten fast wie variable Namen in Programmen ausgetauscht werden, die Struktur ihrer Bedeutung bleibt davon unberührt. Diesen Vorteil nutzend, wird es richtig leicht, Referenzsysteme, die auf FORMWELT basieren, von einer natürlichen Sprache in eine andere zu übersetzen, bzw. sie einfach auszutauschen. Auf diese Weise können Menschen miteinander arbeiten, obwohl sie in unterschiedlichen Sprachen denken und sprechen. Allerdings denken Gitta und Ralf nicht, dass FORMWELT dafür benutzt werden sollte, Kommunikation weiter zu automatisieren, weil am Ende würde das nur bedeuten, dass man das Individuum verliert. Viel mehr sollte FORMWELT dafür eingesetzt werden, das Individuum in seiner oder ihrer Fähigkeit zu stärken, seine oder ihre Kommunikationsfähigkeiten zu erweitern, indem andere Sprachen erlernt werden.

Selbstemanzipation – Menschen, die ihr Denken mit FORMWELT schärfen und ihre ureigenen Begriffe damit schärfen, sind nach Überzeugung der Entwickler nicht mehr so leicht manipulierbar.

 

Internationale Beziehungen/Diplomatie – Verhandlungen können ohne die üblichen kulturellen Verluste geführt werden.

Spracherschaffung – FORMWELT ist eine Programmiersprache für Sprache. Mit FORMWELT können andere komplexe (Programmier-)Sprachen erschaffen werden.

Kognitionsforschung – Moralisches Montioring der User des geplanten Online-Dienstes wird Forscher menschlichen Bewusstseins in die einzigartige Situation versetzen, Menschen dabei zu beobachten, wie sie Bedeutung erzeugen.

Bildung – Stellen Sie sich einfach zugängliches Lernmaterial vor, das uns von Kindesbeinen an dabei hilft mit Vergnügen so schnell so viel zu lernen, wie wir mögen, ohne dass dieser Dämon von Vagheit über uns lauert, der immer wieder seine Chance nutzt, uns in diesen tiefen und dunklen Abyss von Missverständnissen und närrischer Engstirnigkeit zu schubsen.

Wissenschaft – Wissenschaftsteams können ihre projektspezifische Sprache klar und effizient entwickeln, wenn sie sie auf FORMWELT stützen. Beschreibungen wissenschaftlicher Ansichten können auf der Grundlage von FORMWELT überprüft werden. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit werden dabei immer Wege gefunden, sie zu optimieren und vielleicht finden wir auf dem Weg so manche interessante Sache, die wir übersehen haben, weil wir nicht den hinreichend klaren Blick auf den Dreh- und Angelpunkt hatten, den wir benötigen.

Wirtschaft – Jedes Wirtschaftsunternehmen wird sehr viel effizienter laufen, wenn die Kommunikation unter den Mitarbeitern, innerhalb des Managements und mit dessen Assistenten so rund und präzise wie möglich ist, und was sollte wichtiger sein, als dass dieses debugged werden kann, so nötig.

Daten- und Informationsmanagement (Internetnutzungen) – Die Konzepte von FORMWELT sind ganz besonders nützlich, um Informationen zu organisieren. Sie können dafür adaptiert werden, Internet-Suchen zu funktionalisieren. Weiter: Ein einfaches Tool, das die Texte, die Sie schreiben oder sprechen zu Ihrem Referenzsystem verlinkt, könnte sich als sehr hilfreich herausstellen.

Denken und Intelligenz – FORMWELT ist eine neue Art zu denken, und das wird Intelligenz steigern. Bis hierhin sind in FORMWELT Modelle aus der Mathematik, Logik, Modelltheorie, Wissenschaftstheorie, Informationstheorie, Systemtheorie, Soziologie, des Philosophischen Konstruktivismus und andere integriert.

KI und Robotics – FORMWELT liefert die intellektuellen Mittel, um ein Interface zu entwickeln, das Menschen dabei hilft, Teile ihres Geistes zu rekonstruieren und zu simulieren, während sie einen Computer nutzen. Diese computergestützten Konstrukte können die täglichen Erfahrungen und Abläufe erweitern. Von hier aus fortschreitend, mag es möglich werden, komplexe und bedeutungsscharfe, vielleicht sogar selbstreferenzielles oder selbstbewusstes Kommunikationsverhalten in einer Maschine zu simulieren.

Wie geht es nun weiter? Wo steht Formwelt?

Ralf und Gitta Peyn beabsichtigen einen Internetservice aufzubauen, der es Menschen ermöglicht, auf FORMWELT zuzugreifen und damit zu arbeiten.

Es geht jetzt um Funding, Kooperation, sowie fähige Zu- und Mitarbeiter, als auch sowie Geschäftspartner. Interessierte können sich gerne bei Gitta Peyn melden.

  • Text und Bild freundlich genehmigt von: Gitta Peyn
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RE: DEUTERANOMALIE

Krasser Mist. Zieht euch den rein: 

​My name is Ethan Zachery Scott. I am a political science student and vlogger. All my life, I have been red/green colorblind.

​Ich selbst teile ja sein Leid, ich hab' das Problem auch. Was nie ein Problem in dem Sinne war. Man kennt die Welt ja nur so, wie man sie schon immer gesehen hat (und Webdesign-Kunden sind auch immer happy. Oder blind. Oder beides). Allerdings: Vor einigen Wochen ist mir in Norwegen dann doch klar geworden, wie blind ich wirklich bin. Meine bezaubernden beiden Begleiter_Innen sammelten mit mir Steine. Und die dann immer so: Boah! Und: Ohhh! Und: Wow! Was für geile Farben in dem Stein stecken! Ich dann immer so: Ja. Geil. Grau. Ach und da: Supergrau! O__o Mal echt: Die beiden stehen da also mit großen Augen – und kleinen Steinen – total euphorisch vor mir… und ich sehe nix. Keine Farbe. Grau. Weiß. Schwarztöne. Kein Grün. Und schon gar kein Lila. Faszinierend in dem Kontext: Ganz ganz selten klappt es besser, wenn jemand sagt: Da! Grün! Schau doch genau! …dann passiert irgendwas im Hirn und ich erahne die Farbigkeit. – Bei der Musterung ham' se mich eigentlich nur wegen dieser Grünsehschwäche / Rot-Grün-Schwäche / Deuteranomalie (ich weiß es immer noch nicht so genau) mit T3 (verwendungsfähig mit Einschränkung in der Grundausbildung und für bestimmte Tätigkeiten) eingestuft. Was mir ja recht war. Da musste ich zu so nem Turbo-Arzt in die Pfalz, voll die Action, 2,5 Stunden hat es gedauert, dann war klar: Grün seh ich fast nix, rot dafür viel zu viel. – Passt.

So. Und jetzt? Land in Sicht! Der Max hatte dazu neulich mal den Artikel: Farben für Farbenblinde? am Start. Und wie man an dem Video sehen kann: Es scheint echt zu klappen, das mit den Brillengläsern für Farbenblinde! – Beim nächsten Brillenkauf muss ich sowas auch haben! Ein Video mach' ich dann auch. Fjeden. 

Danke @Andy für den Video-Tipp!

PS: Steht nun im Artikelbild ne Zahl oder nicht? Nee, oder? Is' Fake, ne? 

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Videos der Zukunft II

vdz

Wie angekündigt, hier der nächste Teil der Artikelreihe Videos der Zukunft (Ich battele mich selbst im Worst-SciFi-Header-Bild aller Zeiten. Sieht man oben, ne? ;) 

Diese Woche:

1) Magnetic Hair: Magnetische Haare sind magnetisch

2) The Rosetta Mission Asks: Was ist eigentlich ein Komet? Ja was denn eigentlich?

3) 3D House Printer: 3D drucken mit Zement. 

4) The Singularity is coming – Are you ready? TED mit Dr. Jonathan White zum Thema Singularität / Mindupload.

Nächste Woche geht es weiter. 

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Fertig: In Vitro Meat Cookbook

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René hatte die Tage über die Vorbestellbarkeit des In Vitro Meat Cookbook berichtet; da das Thema In-Vitro auch oft hier im Blog aufpoppt, ist klar, dass ich euch Bescheid sage: Es ist ab heute nicht nur vorbestellbar, sondern man kann es nun (für 24€) auch direkt ordern. Hier.

Using the format of the cookbook as a storytelling medium, the In Vitro Meat Cookbook is a visually stunning exploration of the new “food cultures” lab-grown meat might create. This book approaches lab-grown meat not just from a design and engineering perspective, but also from a societal and ethical one.

Ich hatte mich damals am Crowdfunding mit 20€ beteiligt, es müsste also so langsam bei mir im Kasten liegen. Ich hab nur keine Mail und nix von denen und bei Indigogo steht auch nüx. Mmmh. Da krieg ich ja Hunger, ey. Wie auch immer: Das Kochbuch der Zukunft und ohne Tierleiden. Ich will endlich meinen ersten In-Vitro-Burger. Jetzt. 

Hier noch einige Bilder dazu: 

InVitroCookbook_photo_RusticInVitro-530x353 InVitroCookbook_spread_PigInTheBackyard-530x385 InVitroCookbook_spreads_overview-530x473

UPDATE: Nach Anfrage kam eben das hier: 

Yes Chris! You are on our list. You were one of the early birds. Crowdfunders receive a special luxurious edition of the book! We are still waiting for the arrival of the bulk from the printhouse and hope to sent out all books this Tuesday. Thank you so much for your patience and support! We couldn’t have done it without the crowdfunders!!

\o/

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Käse ohne Milch ist auch Käse!

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Keine Kuh beteiligt und doch den Parmesan auf dem Teller? Das geht schon jetzt und ich will es probieren. 

 Through synthetic biology, we engineer our yeast to become milk-protein factories, churning out real milk proteins (known as caseins). These milk proteins are then combined with water, vegan sugar and oil to make a kind of milk which is ultimately converted into Real Vegan Cheese using the age-old cheese-making process.

Oben auf dem Bild ist das Verfahren ansehnlich illustriert. Die Forschergruppe hatte auf der Crowdfunding-Plattform indiegogo.com um 15.000$ gebeten, um den Menschheitstraum der Käseherstellung ohne Tierqual wahr werden zu lassen. Jetzt ham' 'se 16.000 eingesackt. Und ich hab' Hunger. 

Mehr Infos:

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Must see: We Will Live Again

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Zitat aus dem Film:

I'm not talking about the living forever. I'm talking about waking up tomorrow. 

Aus der Beschreibung:

WE WILL LIVE AGAIN looks inside the unusual and extraordinary operations of the Cryonics Institute. The film follows Ben Best and Andy Zawacki, the caretakers of 99 deceased human bodies stored at below freezing temperatures in cryopreservation. The Institute and Cryonics Movement were founded by Robert Ettinger who, in his nineties and long retired from running the facility, still self-publishes books on cryonics, awaiting the end of his life and eagerly anticipating the next.

Ein extrem wichtiges Video. Das einzige was ich an dem Film wirklich creepy nennen würde… die grüne (?) Couch da bei Minute 04:30. Die macht mir Angst. Wo kommt die her? Wo geht die hin? Und sehen wir eigentlich alle genau die gleiche abscheuliche grüne Farbe? – Alles relativ. Genau wie die Idee vom Tod oder dem Streben nach Lebensverlängerung. Für mich ist Kryonik nichts anderes als eine weitere Option aus dem heilbringenden Portfolio des Rettungssanitäters der Zukunft. Es gibt keinen moralisch- / ethischen Unterschied zur Wiederbelebung. Die heute hunderte Male auf diesem Planten angewendet wird. – Was fasele ich. Hier hab' ich genug gefaselt: doktorsblog.de/tag/kryonik. Es geht übrigens noch professioneller als oben im Video. Alcor macht auf mich den lebhafteren Eindruck. Die Berater bei denen haben wohl auch Kontakte zu deutschen Krankenversicherungen.

…habt ihr den Pet-Container gesehen? Frozen-Kitty. Geiler Scheiss. 

Ich schließe für mich nicht aus in Zukunft eins der vielen Kryonik-Angebote näher zu beäugen. Wenn ich vorher auf einem Friedwald als Baumnahrungsergänzungsmittel dienen darf, passt das aber genau so gut. 

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