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Ein Kommentar zur Kölner Oberbürgermeister-Wahl

Erstaunlich eigentlich, dass nur 60% so klug waren, nicht hinzugehen. Ich habe es ausrechnet: Bei 40% Wahlbeteiligung bedeutet das, dass die neue Bürgermeisterin Kölns – Henriette Reker – ganze 22% der Kölner Bevölkerung hinter sich stehen hat. Der CDU-Chef in Köln dazu: Aber trotzdem dürfen wir uns freuen über dieses hervorragende Ergebnis. Naja, mit dem Satzbau haben es die Christen ja eh nicht so sehr – und was an dem Ergebnis nun hervorragend ist, weiß der Geier. Oder die Eule: 

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Ich bekomme derzeit wieder Feedback, ich wär' ja kein Demokrat. Das ist korrekt. Schon länger nicht mehr. 

Weil es in Deutschland keine Demokratie mehr gibt. 

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Arctic seed vault – Ihr Einsatz, bitte!

Sehr wahrscheinlich habe ich hier im Blog schon mal was über den Svalbard Global Seed Vault getippt. Ich hab' nur gerade keine Lust zu wühlen. Der Svalbard Global Seed Vault ist…

…ein Projekt des Welttreuhandfonds für Kulturpflanzenvielfalt zur langfristigen Einlagerung von Saatgut zum Schutz der Arten- und Varietäten-Diversität von Nutzpflanzen. Es befindet sich am Platåberget (dt. Plateauberg) in der Nähe der Stadt Longyearbyen auf der Insel Spitzbergen. Offiziell wird das Saatgutgewölbe norwegischerseits globalt sikkerhetshvelv for frø på Svalbard  / weltweiter Saatgut-Tresor auf der Insel Spitzbergen genannt. (Wikipedia)

Der Bunker an sich ist also eine Zukunftsicherung für uns alle. Bzw. für die, die nach uns kommen – und dann ja auch vielleicht mal eine Sonnenblume in echt sehen wollen. Bis zu  4,5 Millionen Samenproben sollen mal dort lagern; letzendlich wird der Bunker ohne Besatzung funktionieren; via Fernwartung aus Schweden. So weit – so futuristisch. Natürlich ist der Bunker schon jetzt durch den Klimawandel bedroht; es musste bereits nachgebessert werden (Betonsockel). Das aber nur am Rande. Viel spannender…. besser: Viel trauriger: Es gab jetzt die erste Abhebung von Samenmaterial. Ich hätte damit nicht vor 2050 gerechnet. Aber es ist wie es ist: Der behämmerte Assad und seine Dummbrot-Brüder führen in Syrien mittlerweile einen so dermaßen giftig-fiesen Krieg – man liest ja auch von Fassbomben, Chlorgas etc – dass da in einigen Regionen einfach kein gesundes Gras mehr wachsen will. Geschwiege denn ein erntbares Korn. Das letzte Saatgut hat der Krieg gefressen; und somit auch die Nahrungsgrundlage vieler Menschen. – Was ein Penner, dieser Krieg, dieser Assad. 

Wie gut das die Skandinavier den Bunker bauten: Jetzt wird gesundes Korn – aber auch gute Gerste – aus dem Eis in den nahen Osten gebracht. Um dort wieder irgendwas essbares aus dem Gift-Boden ziehen zu können.

 Ist dieser Vorgang nicht bezeichnend für den Status den Planeten Erde im Jahre 2015? – Alles im Eimer. Hoffnung noch da. Bunker erstmal wieder zu.

O__o

 

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Geschichten aus der Kleiderkammer…

[Gastbeitrag von Grinsekater]

Von Stephanie du Bois

Momentaufnahme – Aus der Kleiderstube zurück –

Stell Dir mal vor, was Du selbst machen würdest, wenn Du soeben eine Gruppe von fast 20 Männern, verschiedenen Alters, barfuß und nur mit FlipFlops an den Füßen vor Dir stehend und lediglich mit Jogginghose und Shirt bekleidet, mit Klamotten versorgt hättest.

Mit ihnen gemeinsam hättest Du nach Socken und Schuhen gekramt, hättest nach einer passenden und vor allem dicken Jacke für den Winter gesucht und Du hättest ihnen ordentliche Taschen anstatt Aldi-Tüten gegeben, für ihre neuen, warmen Sachen.

Ich kann ihre Sprache nicht sprechen, sie sprechen meine Sprache nicht, mein Englisch ist so schlecht, dass man es vermutlich nur in Stummfilmen gebrauchen könnte. Was tut man also? Man verständigt sich ''mit Händen und Füßen'' und am Ende sind alle zufrieden.

Also stell Dir einfach vor, Du hättest gemacht, was ich noch vor 90 Minuten gemacht habe.

Dann stehst Du ein paar Minuten später, so wie ich, mit einem nassen Lappen bewaffnet an einem riesengroßem Regal und willst gerade anfangen es auszuwischen, weil es ziemlich versifft aussieht und dann kommt da einfach so ein Syrer daher, tippt Dir auf die Schulter, nimmt Dir den Lappen aus der Hand, und sagt: ''Isch machen, du ausruhen!''

Dann kniet er sich doch tatsächlich ganz selbstverständlich hin und beginnt das Regal von unten nach oben zu säubern, damit anschließend neue alte Klamotten hinein sortiert werden können.

Die anderen Männer, die eben noch schauen mussten, dass sie passende Kleidungsstücke für sich finden, schleppen Kartons und Säcke um gemeinsam mit den ''Golden Girls'' und vielen anderen, fleißigen Helfern, das Chaos zu bewältigen, welches noch in der Kleiderstube herrscht.

Ist das nicht klasse?

… In exakt dem Moment hätte ich gern einen – besorgten Bürger neben mir gehabt, der noch gestern gegrölt hat … ''Wer weiß, was da für Zeugs zu uns rein kommt.''
Ob der nicht vor Scham im Erdboden versunken wäre!?

Was da ''zu uns rein kommt'', sind Männer, Frauen und Kinder oder besser gesagt – Menschen – die exakt jetzt unsere Hilfe und Unterstützung brauchen, damit sie vielleicht und irgendwann wieder einen geordneten Alltag erleben können.

So einfach ist das!

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Der Rechtsruck in Norwegen hat ein Ende! \o/

Um es kurz zu machen: In Norwegen war gestern Kommunal-Wahl (wo übrigens alle Ausländer die länger als drei Jahre im Land sind, mitwählen dürfen. – Einfach so…!), und siehe da: der Rechtsruck in Norwegen hat ein Ende! Was mich total freut. Gerade in diesen Zeiten! \o/ Hier das offizielle Wahlergebnis von heute morgen (erklär' ich euch drunter, kurz):

Unbenannt

Das hohe A da, das sind die von der Arbeiderpartiet, die Sozialdemokraten – mit starkem Links-Einschlag. Hohe Verluste verzeichneten die Konservativen (Høyre)  aber auch die lästige Fremskrittspartiet die rechtspopulistische Fortschrittspartei – hat einen drauf gekriegt; und zwar nicht nur ein bisschen. Links und Grün sind die klaren Wahl-Gewinner, in den beiden größten Städten (Oslo & Bergen) weht ab heute jedenfalls kein ganz-so-konservativer Wind mehr…Sicherlich lag das auch an den Kampagnen der Parteien, die zb. syrische Schicksale in den Mittelpunkt ihrer Kommunikation stellten; so ein Bewusstsein für das Thema Wir sind ein reiches Land, also lasst uns helfen geschaffen haben. Warum gerade nach dem Breivik-Vorfall ganz Norwegen mehr nach rechts rückte; habe ich eh nie kapiert und erklären konnte mir das bis heute auch niemand so recht. Ich verbuche das als politischen Ausrutscher meines Lieblingslandes. 

Das die trotz Links-Druck jetzt nicht gleich EU-Mitglied werden ist klar, und von Grenzen öffnen kann keine Rede sein. Trotzdem bewegt sich die norwegische Polit-Landschaft wieder in eine Richtung, die ich besser verstehen kann, als das, was da in den letzten Jahren so los war. 

(Artikelbild: Wahl-App aus 2013) 

Quellen: 

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Wäre Ich doch Sachse…

[Gastartikel von Grinsekater]

… dann könnte Ich mir wenigstens ein kleines Feld bestellen, um meine Familie zu ernähren.

Aber hier in NRW gibts ja kaum ne freie Ackerfläche, jedes Stück fruchtbare Land gehört entweder einem Afrikaner, oder es wurde planiert um den grossen afrikanischen Konzernen als Fläche für Büros, Industrieanlagen oder dem Kohleabbau zu dienen.

Mein Vater riet mir einst, an die Küste zu gehen um zu fischen, aber die afrikanischen Fischtrawler haben die Nordsee komplett leergefischt, und durch Einleitungen der Industrie (Afrocom, AfroCoal, AASF, McAfros) wurde die Ostsee zu einer toten, stinkenden Brühe. Meine Kinder verhungern und meine Frau ist krank. Ich habe schon überlegt, sie einfach nach Italien, und dann übers Mittelmeer zu schicken, damit sie Zugang zu Medikamenten und einer menschenwürdigen Unterbringung bekommen, das Leben hier im Slum von Düsseldorf ist unerträglich.

Aber Ich habe Angst, dass sie italienischen Organhändlern in die Hände fallen, und die Fluchthelferbanden verlangen für zwei Personen auch verdammt viel Geld. Da wirds wohl besser sein, wenn Ich alleine vorgehe, um in Ägypten genügend zu verdienen, um ihnen eine sichere Passage zu verschaffen. Meine Organe sind schon so belastet vom Feinstaub des Kohleabbaus, dass Ich wohl nicht mehr als Opfer infrage komme. Wenn Ich nicht auf der Passage ersaufe, oder von Katholiken ins Meer geworfen werde (Ich bin Atheist), kann Ich mich dann in Afrika als "Hans" oder "Ronny" beschimpfen lassen.

Na wenigstens habe ich mein smartphone retten können…

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Big Data – Kann böse enden.

c’t-Autor Holger Bleich schreibt in seinem Editorial: Nichts zu verbergen? das hier zum Thema Big Data:

Amsterdam gilt seit jeher als Musterbeispiel gelungener Stadtplanung. Bereits 1851 begann die Stadt, systematisch Daten der Bevölkerung zu erheben, um optimal ihre Ressourcen zu verteilen. Fürs “Bevolkingsregister” gaben die Einwohner bereitwillig Beziehungsstatus, Beruf und Religionszugehörigkeit an. 1936 stieg man sogar auf die Datenerfassung mit einem hochmodernen Lochkartensystem um. 1939 aktualisierte eine Volkszählung das Stadtregister nochmals.
Im Mai 1940 rissen die einmarschierten deutschen Besatzer das Register an sich und ermittelten anhand dieses Datenschatzes in wenigen Tagen fast alle jüdischen Einwohner. Ein Großteil der rund 100 000 Amsterdamer Juden wurde ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Von einem Tag auf den anderen entschied ein Marker im Big-Data-Pool über Leben und Tod. Zuvor hatte 90 Jahre lang niemand etwas zu verbergen gehabt – schließlich diente die Erfassung ja dem Wohl aller.

Und was macht die Welt? Die Politik? Die Gesellschaft? – Nix. Bis wenig. Bis es knallt. – Ich geh‘ feiern, noch geht das ja.

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Der Generalbundesanwalt Harald Range ermittelt wegen Landesverrats gegen netzpolitik.org

Der Generalbundesanwalt Harald Range ermittelt wegen Landesverrats gegen netzpolitik.org. Und das ist kein Aprilscherz. Es ist ja kein April. Ich kann auch nicht lachen. Als wär's ein Witz. – Das ist unfassbar. – Wissen die eigentlich, was für ein Fass die da aufmachen? Die drohen den Autoren (die ich für journalistischer halte, als alles, was die Holzmedien die letzten Jahre so an Land gekarrt haben) des Blogs mit Knast. O__o Ich. Sach. Jetzt. Nichts. Nichts. Nichts. Nichts. …was mir dazu einfällt: Henry Thoreau (der übrigens mal freiwillig in den Knast ging. war ihm lieber als Steuern zahlen):

Under a government which imprisons any unjustly, the true place for a just man is also a prison.

Wenn DIE in den Knast gehen, geht ein Stück Freiheit mit. Und wir sollte es auch tun. Allesamt. – Ganz zu schweigen von dem offenen Angriff eines Staatapparates auf den Artikel 5 des deutschen Grundgesetzes. Der genau heute passiert ist. 

Fefe schreibt heute (in einem anderen Kontext) das hier: 

Wir können hier gerade live und in Farbe beobachten, wie die Welt den Bach runter geht. Das ist wie mit der Umweltverschmutzung, Klimawandel und Massentierhaltung. Alle sehen es, alle wissen, dass es uns alle umbringen wird, aber keiner hält es auf.

Jop.

(Die Jungs brauchen jetzt echt jeden Cent, schiebt denen doch hier mal was rüber!) 

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Die „Netzfrauen“ – Oder: Warum man das Netz doch noch verstehen kann

Da mir in den letzten Wochen immer mal wieder…öhm… ich nenne es mal panisch-gutmenschlich-formulierte Meldungen der Netzfrauen über den Screen huschen (hauptsächlich in meinem Facebook-Feed), dachte ich: Schauste dir das Blog doch mal an. Die Netzfrauen über sich selbst: 

Nachdem die Netzfrauen zur Zeit das Netz rocken und sich einer wahnsinnigen Aufmerksamkeit erfreuen können, sehe ich die Netzfrauen durchaus als eine Art Bewegung.

Das die Chefin das Ganze als eine Art Bewegung sieht, kann ich mir sehr gut vorstellen. Dazu später mehr. Schauen wir uns doch die aktuellen Schlagzeilen mal an: Ein Brief von Deinem Hund an Dich gefolgt von Video: Monsanto und der WWF – Der Pakt mit dem Panda. Die Hundesache übergehe ich nun mal; weiß aber auf den ersten Blick, worum es im Text zur andere Schlagzeile geht: Um 'ne Anti-WWF/Monsanto-Doku. Die ich sah. Mit ganz langen Zähnen. Weil ich weder dem WDR – noch dem WWF – traue. In jedem Fall steigen die Netzfrauen also voll auf die Anti-Welle ein; sonst würde Sie ja die Doku nicht bloggen. Erinnert mich stark an die Deutschen Wirtschafts Nachrichten. Und wie es um die steht, wissen wir ja hoffentlich bald auch alle ganz genau. Wie ist es dann aber zu erklären, dass die Netzfrauen Monsanto-Werbung im eigenen Blog schalten? Schaut:

mon

Und da die Damen ja so zeitgeistlich, liberal und forsch daher kommen: Hier direkt noch mal Werbung für die katholische Kirche. 

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Quelle: psiram.com. Irgendwo bei den Frauen steht sicher was davon, dass die Google-Werbenetzwerke von Juden an der Ostküste der USA gesteuert werden. Oder von Nazis am Südpol. Ah, hier ist es: 

Da Monsanto und Co aber regelmäßig Tochterfirmen und Tarn-NGOs die Werbung schalten lassen, sind wir auf Euch mit angewiesen.

Die LeserInnen sollen also schlechte Werbung melden? Ist klar. Die liegen ja web-technisch voll im Zeitgeist. Apropos ZeitgeistDoro Schreier – Netzfrau Number One – hat da Ahnung von: Eine kurze Google-Suche bzgl. Frau Schreier und ihre Klitsche zeigt: Die hängt irgendwie mit der Zeitgeist-Bewegung zusammen. Hier kann man es sogar nachlesen: 

Unbenannt

Zeitgeist? Ich las mal deren Statements zu Impfen ist doof und Germanische Neue Medizin ist viel besser. Danach weißte bescheid. Ich zumindest. Das diese Spacko-Klitsche dann ab und zu zusammen mit dem Transhumanismus genannt wird, macht die Sache nicht besser. Da sind Eso-Spaten, keine Humanisten! Nun wissen wir aber auch, warum Frau Schreier das Wort Bewegung so gern hat. Weiter geht es. Wie geht Frau Doro nun also mit Kritik um? Zwei Zitate dazu:

Wie gesagt – wir sind Mütter! Mütter sollte man nicht ärgern – denn hinter den Müttern, steht die nächste Generation, ihre Familien (…) Greife nie Mütter an, denn du weißt nicht, welche Macht von ihr ausgeht.

Uh. Oh. Die Mutter als Gottesgestalt. Oder was? Da geht noch was: 

Komisch, die Konzerne sind nett, schreiben mir Stellungnahmen und gehen mit mir ins Dialog, obwohl ich deren Schandtaten aufdecke. Menschen, aber für die wir GUTES tun, die sind wie Hyänen, obwohl das schon für diese Tiere einer Beleidigung nahe kommt.

Na die ist ja nett. Und die Artikel die sie schreibt erst: ADHS durch Giftstoffe in Schuhen und Kleidung?. Mit der sagenhaften – ja fast schon lyrischen – Subline: Unfassbar – Vergiften die uns fleißig weiter und wir schauen dabei tatenlos zu – und das noch bis 2020!!! – Wir werden alle sterben. Da wir jetzt ja wissen, dass ADHS durch Sneaker-Benutzung entsteht. – Echt jetzt? Und so ein Content findet den Weg in meine sozialen Netzwerke? Dann stimmt was nicht. Mit der Welt. Mit dem Netzwerk? Mit dem Sozialen dazwischen? Im übrigen habe ich mir gerade die Autoren-Profile der schreibwütigen Angst-Frauen angesehen (heißen die wirklich  Mo Major und Maria May? Echt jetzt?): Keine von denen hat auch nur annähernd eine naturwissenschaftliche Qualifikation vorzuweisen. Spucken Schreien da aber rum, wie die ganz Großen. – Ich will das alles nicht überwerten. Die wollen sicher auch nur Frieden… – und weniger Einwanderung. Ich hab' keine Ahnung. Aber Indizien. Die ich hier mal zusammengefasst habe. Meine Freunde von science-skeptical.de wussten 2013 bereits:

Unter dem Begriff „Handeln” verstehen die „Netzfrauen” dann allerdings in erster Linie das Beschwören düsterer Weltuntergangsszenarien. In den martialischen Texten, die sie mit missionarischem Eifer und nahezu im Stundentakt auf ihre Facebook-Pinnwand hämmern, kommt beinahe in jedem zweiten Satz das Wort „verseucht” vor.

Da kann einem Angst und Bange werden. Mein Eindruck nach 20 Minuten Web-Recherche: Alarmismus funktioniert auch für die Netzfrauen ganz prima. Und Doro Schreier trägt ihren Namen zu recht. Nicht so wie ich.

Jetzt ihr. Teilt das mal in den sozialen Netzen. Damit die Menschen mal lesen, was sie da lesen. 

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OXI! YEAY!

Warum ich das OXI der Griechen prima finde, muss ich wohl nicht erklären. Zwei Dinge, die beide Seiten nie aussprechen, darf ich hier aber sagen.

A) Von Paris über Hollande nach Berlin und Merkel: Keiner der Pappköppe spricht mal aus, was sie wirklich anpisst: Das sind LINKE, die da in Griechenland nun entscheiden. Das ist auch ein Grund – wenn nicht sogar der Grund – , warum unsere eurozentristisch-rechtsaußen-orientierte Politiklandschaft so reagiert, wie sie reagiert. Das Links halt auch ne politische Ausrichtung ist, die – wie man gerade in diesen Zeiten sehr gut sehen kann – die Energie hat, den Kapitalismus gegen die Wand zu fahren, wollen unsere braun-schwarzen neoliberalen Arschlöcher nur zu gerne verdrängen. Ist aber so. Eure scheinheilige Kritik an der neuen griechischen Regierung (wie lange sind die nun dran!?) ist nichts anderes, als die Angst davor, dass eure verfickten Wachstums-Parteien langsam ausgedient haben. Und ihr eben doch nicht recht hattet, mit eurem blöden Verzell; von Schröders Vollbeschäftigungs-Phantasien, über Schäubles Zahlendrehereien, zur Wachstums-Merkel… das da nun ein Volk ganz einfach die Schnauze voll hat, rafft ihr nicht, weil – zu Ende gedacht – diese Dagegen-Idee das Potenzial hat, ganz Europa umzubauen. Auch euren Gartenzaun in Garmisch, oder euer Landhaus in Lindenthal. Das pisst euch an, nur sagt ihr das nicht. Ihr Angsthasen. Feige, doppelzüngige Angsthasen. Unserer Regierungen voller BWLer, Anwälte und Staatsrechtler. Echtes Leben lernt man eben nicht an der Wirtschafts-Uni; und auch nur sehr begrenzt an euren Stammtischen (aka Arbeitskreisen).

B) Wieso pimpelt dieser Giorgos Chondros in den deutschen Medien nur so rum? Der war doch Hippie und Kommunist. Nun sitzt er da wie ein weichgekochter Joschka und kriegt die Fresse nicht auf, faselt was von unser Volk möchte es so nicht haben. Der sagt nie: Wir ham' die Demokratie erfunden, jetzt habt ihr sie verunglimpft, nun fahren wir sie halt – in der Form wie sie nun besteht – mal fett gegen die Wand. Wo steht eigentlich, wie viele OXIs nicht nur ein NEIN zur Diktatur aus Europa waren, sondern ein NEIN zum ganzen gesamten (Zins-)System? Das wären Zahlen, die wir mal lesen müssten! Das die Griechen keinen Bock mehr auf Merkel & Co haben, ist doch wohl klar, da brauch' ich keinen für fragen. Wie wäre es, wenn du schlafmütziger Chondros mal sagst, was du denkst, und was auch sicher viele (junge?) Griechen mittragen würden: Wir ham' die Schnauze voll, vom Turbokapitalismus und eure Zinsen und Schulden, die nichts anderes sind, als dumme Ideen in verqueren Köpfen. Wir machen da nicht mehr mit und verweigern uns jeglichen Hilfeleistungen, die einen kapitalistischen Ansatz haben! Wenn man ihm genau zuhört, hört man zwischen den Zeilen, das ihm solch' antikapitalistisches Gedankengut quasi auf der Zunge liegt. Nur traut er sich nicht. Weil: Big Europe und so. 

Draufgeschissen, Europa! …ich hab' eh nie kapiert, wie man eine Gemeinschaft durch ein Zahlungsmittel definieren will. Hirnfick.  

Idioten. Berlin, Paris, Brüssel. Voll davon. 

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