Monthly Archives: Juni 2011

Nancy LeVine’s alte Hunde


Die Fotografin und Multimedia-Künstlerin Nancy LeVine ist quer durch die USA gereist, um alte Hunde abzulichten. Ich mag ihren philosophisch-tödlichen Ansatz hinter dem Projekt:

My interest in the world of the senior dog began as my own two dogs began to approach the end of their days. This was at a time when I had lived enough years to start imagining my own mortality. I entered a world of grace where bodies that had once expressed their vibrancy were now on a more fragile path.  

I saw how the dog does it; how, without the human’s painful ability to project ahead and fear the inevitable, the dog simply wakes to each day as a new step in the journey. Though their steps might be more stiff and arduous, these dogs still moved through each day as themselves — themselves of that day and all the days before. 

Ich persönlich befinde mich in einer ähnlichen Situation: Meine allerliebste Katze ist mittlerweile eine stolze alte Dame geworden; meine Sterblichkeit und das Thema Tod beschäftigt mich seit ca. drei Jahren viel intensiver, als noch in den Jahren zuvor. Nicht, dass ich jetzt ständig über den Tod oder die Sterblichkeit sinnieren würde… dennoch: Präsenter wird das wohl mit dem Alter (ich bin 30. Nicht 60.) zwangsläufig. Ist aber auch gut so. Nur wenn man sich seine Sterblichkeit bewusst macht, sich mit dem dunklen Mann im Nacken anfreundet, kriegt man's hin, den gewählten Weg mit Frohsinn und Leichtigkeit zu begehen. Zwar nicht immer; doch aber überwiegend. Würde ich sagen.

…jetzt hab' ich voll Lust, ganz viele alte und klapprige Katzen zu fotografieren. Wer macht mit? 

WE MISS YOU


(Ich kann's ja gar nicht leiden, wenn ich über sooo tollen Content wie den folgenden, sooo ein pixeliges Bild kleben muss. Hier geht das aber. Weil der Content sooo super ist!) 

WE MISS YOU ist eine Social Campaign (Unwort-Award 2011?), welche die Beziehung des Menschen zur Mutter Erde thematisiert. Laut Website ist Zielsetzung, die Menschen wieder in touch mit der Natur zu bringen. Und das gelingt den Machern mal so richtig gut. Sehr emotional; und mit nachhaltiger Wirkung.

Obwohl ich nach dem ersten Ansehen wusste, wie der Kurzfilm ausgeht, schaue ich ihn mir gerade zum fünften mal an. Handwerklich ist das Filmchen wirklich großartig fotografiert. Bei dem Thema und dem kurzen Storytelling ist das aber auch nötig. – Ich bin gerührt. Echt jetzt. Ich möchte gar nicht zu viel verraten, sondern eigentlich nur einen Ansehbefehl aussprechen. Ihr müsst euch das angucken!

Macher des Films sind die hier: fireapple-films.de. Die können echt was. Im Portfolio wird euch das eine oder andere bekannte Video über den Screen huschen. Nun aber genug der Worte. 

Treehotels

Wie man an diesen Artikeln erkennen kann, habe ich einen ziemlich ausgeprägten Faible für Baumhäuser. Dieser geht sogar soweit, dass ich mich informiert habe, welche Bäume eigentlich solche Konstrukte gut aushalten; und welche weniger Lust auf kletternde Menschen haben. Merke: Einige sehen zwar bebaubar aus; sind sie aber nicht. Andere sind so robust, da kannste halb Manhattan drauf bauen und die stört's immer noch nicht. Mein Traum wäre ein (Wochenend-) Baumhaus in der Nähe von Köln (Eifel, Bergisches, etc.).

Eigentlich sollte man ja annehmen, dass das eigene Grundstück plus passender Baum zur Erfüllung meines Traums genügen würde. Beides besitze ich bisher nicht; und wie die Regularien dazu aussehen, weiß ich auch noch nicht. Darüber erkundige ich mich dann, wenn endlich mein Lottogewinn ausgezahlt wird. 

Bis dahin schaut euch gerne mal die eben verlinkten Häuser an. Oder besucht mal die schicke Website der schwedischen Baumhotelkette Treehotel. Die haben nämlich ganze sieben Baumhäuser im Angebot. Wovon eines eigentlich eine Baum-Sauna ist. Ich würde liebend gerne mal in allen sechs Häuschen nächtigen. Die sehen nämlich alle nach Wald, Ruhe und Natur aus. Und davon kann man ja nie genug kriegen. Ich zumindest nicht.

Eddie O’Bryan – Düster aber nett


Eddie O'Bryan und seine Motive erinnern mich mal wieder daran, warum dieser ganze Quatsch hier mir auch nach vier Jahren immer noch so einen Heidenspass macht: Da entdeckste dunkle Kunst, und dahinter steckt ein lebensfroher Mensch, mit dem man – nicht nur aufgrund des gemeinsamen Sinns für ästhetische Bilder – plötzlich mitten im Gespräch ist; sicher über Gott und die Welt austauscht, Reisetipps gibt, und so einen Menschen (ansatzweise) kennenlernt, den man ohne Netz, ohne Weblog,  so wahrscheinlich niemals begegnet wäre.

Eddies Bilder sind vor allem eins: Schwart und Weiß. Soooo düster wie das hier oben sind die aber auch nicht alle. Es gibt sogar einige sehr nette Damen zu sehen. Stillleben, Mädels und Landschaften, dass sind so seine Passionen. Ich teile sie alle drei mit ihm. Und wie.

…schaut euch nur das Bild hier oben mal ganz genau an: Motiv, Perspektive, Belichtung,… So 'ne Atmosphäre einzufangen ist alles – nur kein Zufall. Ganz ganz großartig, Eddie! 

Das ‚Solar Sinter‘- Projekt

Beim Betrachten des Videos wird mir plötzlich wieder klar, warum ich doch eigentlich und ganz tief innendrinne daran glauben möchte, dass wir Menschenkinder es doch noch rumreißen können. Wenn einzelne Menschen sowas auf die Reihe kriegen, sich sowas aus dem Kopf zaubern, sollte doch ein kollektives Kollaborieren noch viel tollere Dinge hervorbringen. Mir ist schon klar, dass sich genau im letzten Satz der Teufel drin versteckt hält… Trotzdem: Ich will einfach die Hoffnung nicht aufgeben (auch wenn es sich zu 90% hier im Blog anders anhört), dass Technologie doch noch mal den Spagat zwischen Weltenrettung und Apokalypse hinbekommt. Wie das wirklich funktionieren kann, weiß ich auch nicht so genau. Wenn ich aber sehe, was Markus Kayser (und eine Reihe anderer Leute) da konzipiert und realisiert haben, bin ich voller Guter Dinge, dass wir es gemeinsam doch noch packen.

Wir sehen eine Null-Energie Maschine (also eine Maschine die nur im Herstellungsprozess Energie frisst), die aus der puren Sonnenpower und dem im  Überfluss vorhandenen Sand-Material etwas ausdruckt. 

Noch mal anders: Die Maschine verwandelt Sonnenenergie in nutzbaren Strom. Dieser wird dann dazu verwendet, einen Rohstoff zu veredeln, der auf unserem (noch) blauen Planeten bekanntlich immer mehr – statt weniger – wird: Sand. Man stelle sich folgendes Szenario vor: In einer Region mit viel Wüste werden beispielsweise neue Leitungen(für Strom, Wasser, Web, whatever) gebraucht. Also ruft man flott den Markus an; der kommt vorbei, baut seine futuristische Maschine auf, und druckt das Baumaterial einfach so mal eben aus! 

Klar, das ist pure Utopie. Aber die Technik funktioniert schon. Wie man sieht. Wie lange es bis zur Serienreife braucht? Ob es je?ein Serienmodell geben wird? Ich weiß es nicht. Hoffen tu' ich's aber schon. Fetter Investor?-> Bitte melden! Damit wir endlich damit beginnen, uns der Rohstoffknappheit entsprechend zu verhalten. Beziehungsweise dem Rohstoff-Überschuss.

Jeff Mills – Something In The Sky

Jeff Mills war für mich schon immer einer von den ganz ganz Großen. Seine Detroit-lastigen Sets im Kölner Warehouse werde ich wohl mein Leben lang nicht vergessen. Mein Gehirns auch nicht. Hier mal eben ein Klassiker; kombiniert mit Szenen aus dem experimentellen Dokumentarfilm Baraka. Passt wie die Faust auf's Auge. Echt mal.  

…und zum Schluss macht's Peng! Passt ja auch. Irgendwie. 

Die Anonymous-Idee!

Hier mal eben die letzte Chance der Menschheit: Die Anonymous-Idee! Teilt es, postet es, sprüht es an eure Klowand, ritzt es in Arme, tätowiert es auf leere Köpfe! Erzählt allen davon! Danke!

Der volle Text:

Dies ist die zweite in einer Reihe von Nachrichten. Wenn ihr noch nicht vertraut seit mit den gegenwärtigen Aktionen, seht euch das Video an, das nun auf dem Bildschirm verlinkt ist.

Menschen dieser Welt, gestattet, dass ich mich euch vorstelle als Anonymous — denn ich bin nichts als eine Idee. Die Idee einer freien Welt, frei von Unterdrückung. Frei von Armut und Mord durch die Hand der Tyrannen. Frei von Hoffnungslosigkeit und Völkermord. Eine Welt in der der Sinn im Leben ist frei zu leben, ohne die Einschränkungen eines korrupten Regimes.

Ihr fragt euch vielleicht, was Anonymous ist, nachdem ihr die Gerüchte und Lügen die die Medien über Anonymous verbreitet haben gehört habt. Lasst mich euch sagen, dass Anonymous keine Terroristen sind/ist, so wie es euch die Mächtigen glauben lassen wollen. Anonymous wurde von ihnen dämonisiert, einfach weil wir Gerechtigkeit zu den Unterdrückten brachten. Anonymous wird die Unterdrückten rächen, wenn ihre Freiheit bedroht ist. Wir vergeben nicht. Wir vergessen nicht. Wir sind viele. Um das klarzustellen: Anonymous war nicht verantwortlich für das Playstation-Network-Fiasko. Game on! Wir haben Julian Assange und andere Mitglieder von wikileaks verteidigt als sie für das Veröffentlichen von Informationen verfolgt wurden, die Beweise lieferten für die Korruption in unserer Regierung und unserem Militär. Wir gaben den Ägyptern das Internet zurück, als die ägyptische Regierung dem Volk die Stimme in die Welt nehmen wollte. Wir haben unzählige Menschen unterstützt und verteidigt in ihrem Streben nach Freiheit und nun werden wir dies auch auf großem Maßstab fortsetzen. Es ist an der Zeit den menschlichen Geist zu erneuern.

Ich gehe nochmal auf das vorherige Video ein um alle Missverständnisse zu beseitigen. Wir rufen alle Cyber-Krieger auf sich uns anzuschließen während wir den Spieß gegen die Unterdrücker drehen. In diesem Moment werden Vorkehrungen getroffen die Stimme des Internets zu zensieren. Das Internet ist die letzte Bastion von wahrer Freiheit für die Menschheit. Wir haben begonnen uns auszutauschen, ganz egal wo wir sind auf diesem Planeten. Das ist besorgniserregend für diejenigen die uns kontrollieren wollen. Sie wollen uns ruhigstellen und das Internet ist unsere letzte Chance. Diejenigen die die Freiheit einschränken wollen, die schuldig sind des Verrates an den Menschen, werden nach der digitalen Vormacht streben. Aber alle die gegen den Willen der Menschen und die Freiheit stehen, werden zum Ziel von Cyber-Angriffen werden, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat.

Es ist die Pflicht aller Menschen auch weiterhin für ihre Freiheit zu kämpfen, mit allen nötigen Mitteln. Es ist an der Zeit diese Nachricht an alle eure Freunde und Nachbarn zu verbreiten. Der Protest muss häufiger werden und an Stärke und Zahl zunehmen. Friede ist unsere Priorität, aber wir werden entschlossenen Widerstand leisten.

Unsere Stimme und unser Ziel sind unsere Waffen. Selbstschutz unser Angriff.

Während die Unterdrücker diese Stimmen zum Schweigen bringen wollen, sind die Wächter der Freiheit da um den Spieß auf der digitalen Landkarte umzudrehen. Durch diesen Widerstand werden wir stärker werden, während unsere Freunde uns in der digitalen Welt verteidigen. 

Protestiert, macht Flyer, Kunst, Musik, schreibt, macht Videos. Schreibt es auf die Wände in jeder Stadt. Banksy, das meint dich, mein Freund. Die Zeit für neue Taktiken hat begonnen. Der Widerstand ist hier.

Wir sind vereint. Wir sind viele…wir sind der Widerstand!

Die Freiheit beginnt jetzt!

Übersetzt und verbreitet es.

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