Jun 30 2011

Nancy LeVine’s alte Hunde

Chris


Die Fotografin und Multimedia-Künstlerin Nancy LeVine ist quer durch die USA gereist, um alte Hunde abzulichten. Ich mag ihren philosophisch-tödlichen Ansatz hinter dem Projekt:

My interest in the world of the senior dog began as my own two dogs began to approach the end of their days. This was at a time when I had lived enough years to start imagining my own mortality. I entered a world of grace where bodies that had once expressed their vibrancy were now on a more fragile path.  

I saw how the dog does it; how, without the human’s painful ability to project ahead and fear the inevitable, the dog simply wakes to each day as a new step in the journey. Though their steps might be more stiff and arduous, these dogs still moved through each day as themselves — themselves of that day and all the days before. 

Ich persönlich befinde mich in einer ähnlichen Situation: Meine allerliebste Katze ist mittlerweile eine stolze alte Dame geworden; meine Sterblichkeit und das Thema Tod beschäftigt mich seit ca. drei Jahren viel intensiver, als noch in den Jahren zuvor. Nicht, dass ich jetzt ständig über den Tod oder die Sterblichkeit sinnieren würde… dennoch: Präsenter wird das wohl mit dem Alter (ich bin 30. Nicht 60.) zwangsläufig. Ist aber auch gut so. Nur wenn man sich seine Sterblichkeit bewusst macht, sich mit dem dunklen Mann im Nacken anfreundet, kriegt man's hin, den gewählten Weg mit Frohsinn und Leichtigkeit zu begehen. Zwar nicht immer; doch aber überwiegend. Würde ich sagen.

…jetzt hab' ich voll Lust, ganz viele alte und klapprige Katzen zu fotografieren. Wer macht mit? 


Jun 30 2011

Africa Hitech – Out In The Streets

Chris

Um es gleich vorweg zu sagen: Die Musik ist mal so gar nicht mein Fall. Da ist das Original echt noch viel hörbarer. Aber die Blechbirne trägt echt schicke Sneaker, hat lustige Zuckungen und wird außerdem zum Ende hin auch noch überfahren. Wie toll. 


Jun 29 2011

WE MISS YOU

Chris


(Ich kann's ja gar nicht leiden, wenn ich über sooo tollen Content wie den folgenden, sooo ein pixeliges Bild kleben muss. Hier geht das aber. Weil der Content sooo super ist!) 

WE MISS YOU ist eine Social Campaign (Unwort-Award 2011?), welche die Beziehung des Menschen zur Mutter Erde thematisiert. Laut Website ist Zielsetzung, die Menschen wieder in touch mit der Natur zu bringen. Und das gelingt den Machern mal so richtig gut. Sehr emotional; und mit nachhaltiger Wirkung.

Obwohl ich nach dem ersten Ansehen wusste, wie der Kurzfilm ausgeht, schaue ich ihn mir gerade zum fünften mal an. Handwerklich ist das Filmchen wirklich großartig fotografiert. Bei dem Thema und dem kurzen Storytelling ist das aber auch nötig. - Ich bin gerührt. Echt jetzt. Ich möchte gar nicht zu viel verraten, sondern eigentlich nur einen Ansehbefehl aussprechen. Ihr müsst euch das angucken!

Macher des Films sind die hier: fireapple-films.de. Die können echt was. Im Portfolio wird euch das eine oder andere bekannte Video über den Screen huschen. Nun aber genug der Worte. 


Jun 29 2011

Treehotels

Chris


Wie man an diesen Artikeln erkennen kann, habe ich einen ziemlich ausgeprägten Faible für Baumhäuser. Dieser geht sogar soweit, dass ich mich informiert habe, welche Bäume eigentlich solche Konstrukte gut aushalten; und welche weniger Lust auf kletternde Menschen haben. Merke: Einige sehen zwar bebaubar aus; sind sie aber nicht. Andere sind so robust, da kannste halb Manhattan drauf bauen und die stört's immer noch nicht. Mein Traum wäre ein (Wochenend-) Baumhaus in der Nähe von Köln (Eifel, Bergisches, etc.).

Eigentlich sollte man ja annehmen, dass das eigene Grundstück plus passender Baum zur Erfüllung meines Traums genügen würde. Beides besitze ich bisher nicht; und wie die Regularien dazu aussehen, weiß ich auch noch nicht. Darüber erkundige ich mich dann, wenn endlich mein Lottogewinn ausgezahlt wird. 

Bis dahin schaut euch gerne mal die eben verlinkten Häuser an. Oder besucht mal die schicke Website der schwedischen Baumhotelkette Treehotel. Die haben nämlich ganze sieben Baumhäuser im Angebot. Wovon eines eigentlich eine Baum-Sauna ist. Ich würde liebend gerne mal in allen sechs Häuschen nächtigen. Die sehen nämlich alle nach Wald, Ruhe und Natur aus. Und davon kann man ja nie genug kriegen. Ich zumindest nicht.


Jun 29 2011

Eddie O’Bryan – Düster aber nett

Chris


Eddie O'Bryan und seine Motive erinnern mich mal wieder daran, warum dieser ganze Quatsch hier mir auch nach vier Jahren immer noch so einen Heidenspass macht: Da entdeckste dunkle Kunst, und dahinter steckt ein lebensfroher Mensch, mit dem man – nicht nur aufgrund des gemeinsamen Sinns für ästhetische Bilder – plötzlich mitten im Gespräch ist; sicher über Gott und die Welt austauscht, Reisetipps gibt, und so einen Menschen (ansatzweise) kennenlernt, den man ohne Netz, ohne Weblog,  so wahrscheinlich niemals begegnet wäre.

Eddies Bilder sind vor allem eins: Schwart und Weiß. Soooo düster wie das hier oben sind die aber auch nicht alle. Es gibt sogar einige sehr nette Damen zu sehen. Stillleben, Mädels und Landschaften, dass sind so seine Passionen. Ich teile sie alle drei mit ihm. Und wie.

…schaut euch nur das Bild hier oben mal ganz genau an: Motiv, Perspektive, Belichtung,… So 'ne Atmosphäre einzufangen ist alles – nur kein Zufall. Ganz ganz großartig, Eddie! 


Jun 28 2011

Das ‘Solar Sinter’- Projekt

Chris

Beim Betrachten des Videos wird mir plötzlich wieder klar, warum ich doch eigentlich und ganz tief innendrinne daran glauben möchte, dass wir Menschenkinder es doch noch rumreißen können. Wenn einzelne Menschen sowas auf die Reihe kriegen, sich sowas aus dem Kopf zaubern, sollte doch ein kollektives Kollaborieren noch viel tollere Dinge hervorbringen. Mir ist schon klar, dass sich genau im letzten Satz der Teufel drin versteckt hält… Trotzdem: Ich will einfach die Hoffnung nicht aufgeben (auch wenn es sich zu 90% hier im Blog anders anhört), dass Technologie doch noch mal den Spagat zwischen Weltenrettung und Apokalypse hinbekommt. Wie das wirklich funktionieren kann, weiß ich auch nicht so genau. Wenn ich aber sehe, was Markus Kayser (und eine Reihe anderer Leute) da konzipiert und realisiert haben, bin ich voller Guter Dinge, dass wir es gemeinsam doch noch packen.

Wir sehen eine Null-Energie Maschine (also eine Maschine die nur im Herstellungsprozess Energie frisst), die aus der puren Sonnenpower und dem im  Überfluss vorhandenen Sand-Material etwas ausdruckt. 

Noch mal anders: Die Maschine verwandelt Sonnenenergie in nutzbaren Strom. Dieser wird dann dazu verwendet, einen Rohstoff zu veredeln, der auf unserem (noch) blauen Planeten bekanntlich immer mehr - statt weniger – wird: Sand. Man stelle sich folgendes Szenario vor: In einer Region mit viel Wüste werden beispielsweise neue Leitungen(für Strom, Wasser, Web, whatever) gebraucht. Also ruft man flott den Markus an; der kommt vorbei, baut seine futuristische Maschine auf, und druckt das Baumaterial einfach so mal eben aus! 

Klar, das ist pure Utopie. Aber die Technik funktioniert schon. Wie man sieht. Wie lange es bis zur Serienreife braucht? Ob es je?ein Serienmodell geben wird? Ich weiß es nicht. Hoffen tu' ich's aber schon. Fetter Investor?-> Bitte melden! Damit wir endlich damit beginnen, uns der Rohstoffknappheit entsprechend zu verhalten. Beziehungsweise dem Rohstoff-Überschuss.


Jun 28 2011

Jeff Mills – Something In The Sky

Chris

Jeff Mills war für mich schon immer einer von den ganz ganz Großen. Seine Detroit-lastigen Sets im Kölner Warehouse werde ich wohl mein Leben lang nicht vergessen. Mein Gehirns auch nicht. Hier mal eben ein Klassiker; kombiniert mit Szenen aus dem experimentellen Dokumentarfilm Baraka. Passt wie die Faust auf's Auge. Echt mal.  

…und zum Schluss macht's Peng! Passt ja auch. Irgendwie. 


Jun 27 2011

Das Bild zum Montag!

Chris