Monthly Archives: Juni 2010

GOGBOT 2010 – Wer kommt mit?


(Bild: Ein Nanobaot auf der Suche nach humanoider Zerebralmasse.)

Auch in diesem Jahr findet in den Niederlanden wieder das geniale GOGBOT-Festival statt. Diesmal lautet die Subline:

The Singularity is Near ..Resistance is Futile (Die Singularität ist nahe, Widerstand ist zwecklos)

Und wer sich gleich mal durch das Programm und die Künstler klicken mag, der weiß: Da muss der Doktor hin!

Und jetzt kommts: K-Punk, Fenrir und Cynx fahren hin, so wie ich das sehe. Ich fahre mit Euch, Jungs! Wie wäre es denn, wenn wir dieses transhumanistische Event einfach mal nutzen würden, um uns in Holland die Birne wegzukiffen mal 'ne große Nerd-Klassenfahrt zu veranstalten. Ich denke da an die Jungs und Mädels der Cyberpunk-Community und an einige weitere futuristischen Blogbuddies, wie z.B. diese hier:

Ich fänd' das mega, wenn wir da was auf die Kette kriegen. Schließlich vermute ich hinter einigen Bloggern und Bloggerinnen ja immer noch eine bösartige Alienrasse oder noch schlimmeres. Hier mal eben ein Appetizer auf niederländisch:

Vier dagen lang kan je onderdeel zijn van dit multi media art music en technologie spektakel. Interactieve installaties, insecten-robot-bouw-workshops, electrische vissen, bio-installaties, nano-technologie, film, japanse bacterie machines, kunstmatige intelligenties, cyborgs, magnetische velden, Schoonheidssalon van de Toekomst, Revenge of the Killer-iPhone, The bad days of Britney-Spears en natuurlijk een uitgebreid muziekprogramma

Na, Jungs und Mädels, wer hat den Lust mit'm Onkel Doktor mal 'nen Ausflug zu machen? Damit sind alle Leser gemeint, alle die ich oben genannt habe, und natürlich alle, die vielleicht nicht so apokalyptisch gepolt sind, aber trotzdem Bock drauf haben. Ich übernehme auch gerne die Organisation, fahre gerne mit meinem Klapper-Opel bis da hoch nach Enschede.

Also: Ich bin am Start! Wer noch?

(Werbe)Pause / Worldshaker


Hier ist es so still, weil ich seit ein paar Tagen ziemlich infiziert bin. Husten, Schnupfen, Kopf und Temperatur. Ihr kennt das. E-kel-haft. Ich komm' bald wieder.

Vorher möchte ich aber noch etwas anmerken: Die Damen und Herren beim Jacoby und Stuart-Verlag wissen wie man Marketing macht. Tatsache: Die Marketing-Anfrage-Mail von denen war die erste Email dieser Art, die ich bis zum Ende las. (Nehmt Euch mal ein Beispiel, ihr anderen. Ihr Werber für Kindermikroskope, Brettspiele, Medikamente (!) und Flugdrachen. So schwer ist das nämlich gar nicht!)

Ansprache, Thema, Produkt -> Alles passend und genau richtig. Daumen hoch von mir. Daher freue ich mich sehr über die Zusendung des Steampunk-Romans Worldshaker von Richard Harland. Danke, Jacoby und Stuart!

Thematisch ziemlich genau mein Dingen. Der Trailer ist auch echt nice gemacht; und daher verlinke ich sehr gerne auf euren Promo-Weblog. (Wo man übrigens das Buch auch abstauben kann, wenn man sich nicht allzu doof anstellt).

The Initiative


Wir sehen hier nicht etwa die Wanderroute des berühmten texanischen Büffelochsen, sondern die Strecke, die Samuel innerhalb eines Jahres zurückzulegen will. Zu Fuß.

Eiderdaus! Soviel laufen manche Menschen in ihrem ganzen Leben nicht. Ich bin sowas von anverliebt in das Vorhaben, ich kann's Euch gar nicht sagen. Und das nicht nur, weil ihn seine Route sicher auch ein Stück durch die Redwoods führt.

Ich sach's mal so: Mein letzer Hike betrug 22 Kilometer. Und ich bin nach so einer Tagestour schon ultrafertig. Okay, mein Wandertripp im Spessart knackte die 100km-Marke. Dafür habe ich 6 Tage gebraucht. Ey.

Kurz einige Details zum 20-jährigen Samuel: Der hat's echt nicht so ganz leicht. In den ersten Lebensjahren musste er schon irgendwelche Apparate tragen, um die Querstellung seiner Füße zu korrigieren (so verstehe ich das zumindest) Als er dann 18 wurde waren die Ohren dran: Er hört wohl auf beiden Ohren nicht mehr allzu viel. Angeblich ist diese Fast-Taubheit auf einige Gehirnerschütterungen in seiner Jugendzeit zurückzuführen. Man weiß es nicht.

Das alles hält den Kerl aber nicht davon ab, mal eben etwas über 20.000 (!) Kilometer wandern zu wollen. (Ich rechne mich blöd hier: Das KANN doch in 365 Tagen gar nicht klappen. Oder wer steht hier auf meinem dem Schlauch?)

Und warum macht der Verrückte sowas überhaupt? Na das lassen wir ihn lieber mal selber erklären:

I am doing this for me. I am doing this for the people who wish they could but physically cannot. I am doing this for the people who are alone and unsupported. I am doing this for those who dream. I am doing this for those who have forgotten their dreams. I am doing this for those who have sacrificed dreams to support others.  I am doing this to share with the ones who cannot be there. I am doing this for the story. I am doing this for the adventure. I am doing this to show what is possible.

Respektsbekundungen und Hutzieher sind jetzt nicht so mein Dingen…aber hier muss ich ganz klar sagen: Samuel, du hast 'nen Sprung in der Schüssel. Und ich bin voll auf deiner Seite. Aber sowas von. Zur Website mit einigen interessanten Vorbereitungspositings geht es nach dem Jump.

Die Maschine baut die Maschine baut die


Hier. Dingens. Nano-Replikatoren. Die sich selbst replikantieren replizieren. Die aus sich selbst sich selbst bauen. Die dann das Universum auseinander bauen. Und wieder zusammen. Und damit Energie gewinnen. Um sich selbst zu bauen. Und das Universum. Aus sich selbst. Ihr wisst worum es geht?

Ich auch nicht.

Jedenfalls hatte ich den MakerBot hier schon mal eingeklebt. Nicht zu verwechseln mit Spider's Maker on Drugs (Bild oben). Der Maker hier ist nämlich ein höchst seriöser Open-Source-Rapid-Prototyping-3D-Drucker. Und jetzt kommts: Der MakerBot kann sich selber maken. Doch. Echt. Hier stehts:

[Webca] has made a 3D printed MakerBot with his MakerBot.

Nicht das dass RepRap nicht schon vorher geschafft hätte…aber der Maker sieht einfach geiler aus!

Und die Moral von der Geschicht'?

Gib deinem Maker harte Drogen nicht.

Sunday Morning von Jacob Charles Dietz


Ich sag's gleich vorab: Dieses Bild aus dem Portfolio von Jacob Charles Dietz ist nicht repräsentativ für die weiteren Werke, die er sonst so raushaut. Denn in der Regel, macht er einen auf Dystopiker: Dunkle, futuristische, neonfarbene Häuserschluchten. Dazwischen einige Schattenläufer- und Läuferinnen. Die sehen allerdings immer ziemlich nach Plastik aus. 

Ehrlich: Die Bilder fühlen sich irgendwie alle ziemlich collagenhaft an. Und genau das macht den Reiz aus: Beim Betrachten denke ich die ganze Zeit: "Mann, sieht das künstlich aus. Gefällt mir. Gefällt mir nicht. Gefällt mir doch."

Und wenn ich sowas schon denke,…dann muss ja irgendwas dran sein. Ist es ja auch.

Und was sind das da eigentlich für Prommi-Socken, die sie da trägt? Porno.

Tin Salamunic und die Farben


Yeay. Ich könnte jetzt hier gefühlte 10 Postings ausgraben und als Vergleichsmöglichkeit heranziehen. Das wäre aber ja auch irgendwie entwürdigend für so 'nen GroßKunstKaliber wie Tin Salamunic einer ist.

Ich denke ihr wisst auch so, was ich meine.

Nicht? Na die Farben. Beziehungsweise die Farbgebung. Ich mag es sehr, wenn Leute mit Kontrasten spielen und das Ganze so handeln, dass es nicht zu drübber aussieht. Wie eben hier oben.

Die Illustration ist haarscharf an der Grenze. Mehr wäre nicht gegangen. Aber eben auch nicht weniger. Und genau daran erkennt man (ich) einen großen Künstler: Er trifft die perfekte Mitte, die passende Balance zwischen zu lahm und zu farbig.

Dieses dezent-farbige, das mein ich. So.

Der Heimatschutz und ein Sticker


Plötzlich taucht ein mysteriöser Sticker auf. Das Motiv des Stickers ist ein skizzierter Terrorist mit Baseballkappe. Dieser hat Sprengladungen umgeschnallt. Und verfickt noch eins: Dieser Sticker klebt doch glatt auf 'ner Mülltonne vor 'nem Airport!

Zwei Airport-Hilfsheriffs des Flughafen entdecken das Teil und schalten die Immigration and Customs Enforcement – Agency ein. Die wiederum Teil des allseits beliebten U.S. Department of Homeland Security ist. Plötzlich berichten auch unheimliche Websites wie die Government Security News über den Stickertaliban.

Die Köpfe rauchen, die Nächte sind lang, die Ermittlungen stagnieren. Plötzlich gibt es Gerüchte, es seinen vier verschiedene Versionen der Aufkleber im Umlauf.

Was hat das bloß zu bedeuten?

Apokalypse?

Aliens?

Atomkrieg?

Saddams Rache?

Und dann, ganz plötzlich, wird klar: Der Mann auf dem Sticker, das ist DER HIER!

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