Gestern las ich bei boingboing über Wikileaks, die wieder mal ein brisantes Video veröffentlichen. In den Hauptrollen: Das verrückte US-Militär. Der Schauplatz: Der Irak. Als DVD-Beileger: Ein Weißkopfseeadler.
…und kurz danach flimmerte mir das oben zu sehende Video über den Schirm. (Ich hab vergessen wo's war, steinigt mich.) Jedenfalls sollte JEDER, der Begreifen möchte warum Wikileaks so wichtig ist, das Video einmal angesehen haben. Und die, die es nicht begreifen möchten, gucken's erst recht!
Manchmal können einem sprechende Menschen die Formulierungen aus dem Kopf herausziehen. Verrückt. Das letzte Statement mag ich besonders.
…und mich gucke 'se immer an, als hätt' ich 'se nicht alle!
Das hier ist wieder so ein Ding, bei dem ich gefühlte vier Stunden mit der Entscheidung ringe, welches von den Meisterwerken ich denn nun hier einkleben soll. Denn die fabelhaften Kunstwerke sind wirklich meisterhaft, wenn man denn ein solches Superlativ unbedingt mal wieder benutzen möchte. Und der Meister hier, der nennt sich Fantasio und trägt den Zweitnamen Oliver Wetter.
Ich sach's gleich: Die gleich folgenden Links führen zu wunderschönen Bildern, die aber auch nicht so ganz SFW sind. Ohne viel TammTamm lasse ich mal eben die Twitter-Bio von Oliver zu uns sprechen:
Fantasio is a digital artist, collaborator, illustrator, steampunk aestetic, storyteller for the eye, loves coffee, pin-ups and art that speaks for itself.
Dazu verlinke ich dann hier noch den Arbeitsplatz des Künstlers und bin dann auch schon wieder ziemlich fein raus.
Also etwas steampunkiges hat dieses Bild von Marcin Jakubowski ja schon. Immerhin hat die oben zu sehende Gesichtsstadt ja wohl voll das Luftschiff im Gehirn.
Die Arbeiten von Marcin sind durch die Bank weg alle sehr detailreich und ziemlich surreal. Stellenweise kommt auch irgendwie in Hauch von Retro-Futurismus durch, find' ich jetzt. Jedenfalls kann ich mich an seinen Bilder schwerlich satt sehen; irgendwie entdecke ich da dauernd irgendwelche winzige Kleinigkeiten, die mich zu begeistern wissen.
…leider ist Marcin wohl im Osterurlaub; ich musste mir die Bilder also jetzt mal ohne Erlaubnis ausleihen; Sorry Marcin.
Ein wirklich sehr eigenwilliger Stil, den Zain7 da am Start hat. (Man sollte schon mal hier auf das Pic draufklickern, um die Details erkennen zu können. Nur so 'ne Idee.) Ehrlich gesagt bin ich gerade etwas beschreibungsfaul und belasse es daher bei einigen Stichworten: Japanisch, bunt, verwirrt und irgendwie, öhm, sexy.
Das muss für heute mal reichen; ihr schaut am besten in seine Galerie und denkt euch die passenden Adjektive dann selberselbst eigenständig aus.
(Bild: Methusalem. 4765 Jahre. Die Frisur sitzt immer noch.)
Mein erstes Gespräch mit einem Baum führte ich im zarten Alter von 18 Jahren. Ich denke, da hatte ich etwas zu wenig Schlaf. Bäume faszinieren mich schon immer sehr. Auf einer Wanderstour entdeckte ich kürzlich einen, der mich schlicht erstarren ließ. Ein irres Gefühl. Einfach so dazustehen und sich zu wundern!? Sich wundern, über dieses phänomenale Zusammenspiel von Wachstum, Witterung, Geruch, Größe und Genialität. So ein echt großer Baum, der ist nämlich in der Tat schon ziemlich genial. Ein geniales Konstrukt der Natur. Würd' ich jetzt sagen.
So stehe ich dann also da, den Kopp so wunderbar leer wie selten, und fühle, wie dieser Baum lebt. Und wie lange der schon lebt auch. Nennt mich esoterisch, bekloppt oder romantisch. Ich kann das fühlen, und zwar genau so, wie beschrieben. Das hat auch nix mit Ehrfurcht zu tun. Das ist einfach da, dieses Gefühl. Ganzheitlich – ist sicher auch nicht das richtige Wort dafür; wer ein besseres findet, der verrät es mir.
Baumhäuser mag ich auch sehr gerne. (Kein Scheiss: Diese Artikel und Bilder die ich hier gesammelt habe; die schaue ich mir in unregelmäßigen Abständen immer mal wieder an. Und freue mich dann, dass das Netz mir die Möglichkeit gibt, solche schnieken Baumhäuser hier auf meinen Screen zu bekommen, sie zu betrachten, mich inspirieren zu lassen, und zu denken: "Ja. Sowas bau' ich mir auch mal. In Lappland. Hinterm Nordpol. Auf'm Balkon. Egal wo. Ich will eins!")
Weiterhin werde ich mir einmal im Leben soviel Zeit nehmen, um dann die Redwoods ausgiebigst zu bewandern. Das muss ja wohl noch drinne sein, bevor ich mich endgültig in eine Maschine hochlade und immer weiter Pong spiele! Hier mal eben ein kleines Video zu den großen und alten Bäumen der Redwoods:
Und jetzt komme ich zu dem. was ich eigentlich sagen wollte. Drüben bei Wired Science gibt's 'ne ultrageile Artikel/Fotostrecke zu den ältesten Bäumen des Planeten!
Hier oben drüber sehen wir übrigens Methusalem. Und das ist ein ganz harter Knochen. Der steht nämlich schon 4765 (!) Jahre am selben Fleck! Der war 100 Jahre alt; da ging's mit den Pyramiden gerade erst los…
So. Ich wünsche ein grünes, unchristliches und schönes Wochenende; ich bin ma' raus. Richtung Bäume und so.