Okt 19 2009

Henry Markram bei TED

Chris

Hach, der Henry. Ich mag ihn ja wie jeck. Erwähnt habe ich ihn hier auch schon zweimal. Auch wenn ich jetzt nur einen Artikel dazu wiederfinde. Henry baut übrigens ein virtuelles (?) Gehirn, um die Prozesse in Diesem besser nachvollziehen zu können. Zunächst reicht Henry da auch erstmal eine nachgebaute Neokortikale Säule eines Rattengehirns. Henry ist da eher bescheiden.

—-

Zwischeneinwurf: Erst in der letzten Woche war ich Teilhaber einer regen Diskussion (Bzw. ich schwatzte Unschuldige mit der Apokalypse und dem Übermenschen voll). In dieser Unterhaltung führte ich folgende Idee in’s Feld: Was, so fragte ich die mir lieben Menschen, was passiert denn, wenn nicht nur die Neokortikale Säule der Ratte in eine virtuelle Maschine geladen wird, sondern auch der Rest of the Rat’s Brain? Ja, was ist denn dann?

…da drückt im BlueBrain-Office also einer auf ‘nen roten Knopf; und schwupps haste das erste virtuelle (?) Rattenbewusstsein auf diesem Planeten. Zwangsläufig komme ich dann zu dem Schluss/der Frage: Wie muss sich die Ratte fühlen!? Jaja, da kommen einige (Geistes-) Wissenschaften zusammen. Phänomenales Bewusstsein, Gedanken-Bewusstsein; weiß’ ich was für Zustände uns die Wissenschaft noch aufgetischt hat. Hokuspokus da. Also mal angenommen: Tiere denken, fühlen und wissen was, wer und wo sie sind. Gehen wir davon aus…wie muss sich die bewusste Ratte fühlen? In einer Maschine?

Klick-> Ey, wo bin ich hier? Alles so virtuell und voll neon! Okay, heirate ich eben den CMOS-Chip; der riecht so lecker nach Elektrik.

Und alsbald hielten mich meine Gesprächspartner für gemeingefährlich und geistesabwesend. In Gedanken. Sie sind höfliche Menschen. Glaube ich.

So, nun zitiere ich noch einen wahnsinnigen Menschen; kopiere Teile seines Kommentars bei Lexbot hier rein; dann folgt das Video und ich halt’ die Klappe:

Ich bin für Bot-Gremien (für Bots, nicht “mit” Bots”) Ich will, dass wir uns fragen: Wie geht es dem uploaded hamsterbrain da in der Matrix eigentlich so? Fühlt er sich wohl? Ist er “bewusst”? Und was mag er Mittags am liebsten!? …Wenn wir heute nicht entscheiden, was die Maschinen können sollen; und was sie dürfen; und was sie “sich wünschen dürfen”; dann gibts in 25 Jahren nen Bumms.


Okt 18 2009

Air – Le soleil est près de moi -> Gebrauchsanleitung für’s Wohlfühlen

Chris

1. Man programmiert den Himmel über dem Hafen (der aussieht wie ein TV-Gerät, welches auf einen toten Kanal geschaltet ist) um. Und zwar in einen Himmel, der aussieht wie der Herbst in Wolkenform.

2. Man bedient das Musikmedium seiner Wahl und startet den Song "Le soleil est près de moi".

3. Anschließend schlendert man voller Elan in Richtung Kühlschrank, befüllt sein Glas mit 4cl Campari und fügt zwei Eisklumpen hinzu.

4. Man schaut in die Sonne, trinkt und hört und denkt an nix.

Fertig.



Okt 18 2009

The Whitest Boy Alive – Inflation

Chris

…passt zum Halb-Zwei-Brötchen-Essen. Die Whitest-Boy-Alive-Jungs hatte ich erst kürzlich mal erwähnt. Die Mucke gehört irgendwie zu meinen Standard-Weekend-Songs der letzten Wochen. Ich sollte öfters mal Musikstücke hier einbauen. Hört sich gut an, zwischen all’ dem Hirnriss hier.



Okt 17 2009

Randis – BrutaleSexRoboterBilder

Chris

Jawollo. Randis malt Bilder nach meinem Geschmack. Sagen wir es so: Einige meiner Synapsen und Botenstoffe springen und  klappern im Kreis, wenn ich mir seine Bilder ansehen. Okay, so abartig ist mein Geschmack nun auch nicht, als das ich sagen könnte: "Besser geht’s nicht." Dennoch: Der Teil meines Hirns, der sich von sowas angesprochen fühlt, der läuft beim Betrachten der Bilder jedenfalls auf Hochtouren.

Kann es wohl ein Gehirn geben, in dem die Rezeptoren für Sex, Roboter und Fleischwölfe nah beieinander liegen? Quatsch, klar. In den Grundzügen habe ich schon begriffen, wie mir meine Botenstoffe zu einem Sinneseindruck verhelfen. – Kurios ist es aber schon, irgendwie.

Schlafen tu ich deshalb aber auch nicht schlechter. Naja.



Okt 17 2009

Daft Punk – Something About Us

Chris

Passt. Gerade. Irgendwie. Und dann auch wieder nicht.

Und wer ist hier eigentlich verwirrter als ich?



Okt 16 2009

Netter Bericht vom Singularity Summit

Chris

Muss ich jetzt wirklich erklären, was der Singularity Summit ist? Nein. Das lasse ich mal kurz den Herrn Kurzweil machen. Und wer nicht weiß, wer Herr Kurzweil ist, der ist eh raus oder liest dieses Weblog nicht anständig. Oder beides. Noch schlimmer. Jedenfalls sagt der über den Singularity Summit das hier:

The Singularity Summit is the premier conference on the Singularity. As we get closer to the Singularity, each year’s conference is better than the last.

Ich habe die Singularitäts-Konferenz mit Argusaugen -und Ohren-, verfolgt. Habe mir Videos angesehen, Live-Tweets verfolgt und ‘ne Menge Blogartikel darüber gelesen. Ich stelle fest: Die ham’ ‘se nicht mehr alle. Und: Ich muss mal dahin. Ich würd’ mich wie zu Hause fühlen. Zukunftspoeten, Endzeitfanatiker und sonstiges Nerdpack. Herrlich. Und ein paar Wissenschaftler sitzen auch da in den Ecken rum ;) Eigentlich wollte ich hier  auch eine Zusammenfassung des Summits zum Besten geben. Tu’ ich aber nicht. Stattdessen picke ich mir nur einen Textteil eines netten Summit-Berichts heraus. Ein Unterstützer und Redner des Summits (Peter Thiel, PayPal-Mitgründer), stellte dem Publikum die Frage, welches der folgenden Szenarien sie denn am meisten fürchten würden; vor welchem sie denn so richtig Bammel hätten. Die hier standen zur Auswahl:

  • A. Singularity happens and robots kill us all, the Skynet scenario, (5 percent)
  • B. Biotech terrorism using something more virulent than smallpox and Ebola combined (30 percent)
  • C. Nanotech grey goo escapes and eats up all organic matter (5 percent)
  • D. Israel and Iran engage thermonuclear war that goes global (25 percent)
  • E. A one-world totalitarian state arises (10 percent)
  • F. Runaway global warming (5 percent)
  • G. The singularity takes too long to happen (30 percent)

Und noch mal übersetzt (weil’s mir so einen Spaß macht):

  • A. Die Singularität kommt; Roboter killen alles biologische Leben auf dem Planeten. Wir hätten dann das Terminator/Skynet-Szenario. (5 percent)
  • B. Der Bioterrorismus baut sich den ultimativen Virus und löscht einfach alles aus. (30 percent)
  • C. Grey Goo! Nanobots verwandeln Alles und Jeden in Schleimi. (5 percent)
  • D. Atomkrieg, blah.(25 percent)
  • E. Der totalitäre Weltstaat richtet die Menschheit dahin. (10 percent)
  • F. Völkerfluchten! Es wird zu warm. Oder zu kalt. Wie auch immer. (5 percent)
  • G: Die Singularität dauert zu lange; bis dahin sind wir alle hinüber. (30 percent)

Nach der Abstimmung lagen dann also diese beiden Ängste ganz weit vorne:

  • von Viren versucht zu werden.
  • und nicht zum Übermenschen zu werden.

Klingt komisch; is’ aber so. Klar, wenn man ein wahnsinnig interessantes gewordenes Publikum fragt, dann muss man mit so einem Ergebnis rechnen.

…und wo sitzen eigentlich in Europa Hunderte Menschen zusammen und träumen von elektrischen Schafen, Geistesupload und ewiger digitaler Glückseligkeit? In der Kirche

Ich find’s geil.



Okt 16 2009

Ein ♥ für Blogs, Nerds und anderes Pack!

Chris

Bei der letzten Kuschelaktion hatte ich ja drei relativ unbekannte Blogs empfohlen. Heute mache ich es etwas anders. Ich liste Blogs auf, die mich seit etwa einem halben Jahr sehr begeistern. Beziehungsweise Blogs die ich schon etwas länger lese und die irgendwie auch gut hier reinpassen.

…und von diesen Blogs könnte euch das Eine oder Andere auch schon mal untergekommen sein. Im speziellen habe ich mir aus meinen ca. 400 Abo’s mal die rausgepickt, die in Richtung "(Sci-fi-)Nerdism und political correctness (oder das, was ich dafür halte)" tendieren. Also alles ganz im Sinne der sozialen Vernetzung und völlig legal. Tss.

Meine kuscheligsten Grüße und die besten Empfehlungen gehen heute also an die folgenden Weblogs:

Gerne verweise ich auch noch mal auf meinen Cluster. In dem stecken weitere Herzens-Blogs, ohne die ich schon fast nicht mehr geradeaus Leben kann! (Ja, das Cluster-Update kommt. Irgendwann.) Sicher habe ich oben in der Liste einige vergessen, die mehr als erwähnenswert gewesen wären. Mein Gehirns läuft derzeit auf Sparflamme; ich hab’ euch alle lieb.

So. Und wer sich jetzt wundert, warum ich nicht so rumkacke und Kopfnüsse verteile, wie ich es vor einem halben Jahr getan habe…dazu fehlt mir die gerade Energie. Mir ist nach ein bisschen Frieden, derzeit.

Außerdem wollt ihr ja sowieso alle lieber den totalitären Polizeistaat, kuschelt ständig nur rum und für ein paar revolutionäre Yeaahhs hat’s auch gerade noch gereicht.

Also, ey.


UPDATE: Siehste. Da hab’ ich schon den ersten, der eigentlich auch in die Liste gehören muss! Hier:


Okt 15 2009

Chemical Nos

Chris

Das devArt-Universum fasziniert mich seit Jahren. Daher findet man hier im Raumschiff-Blog auch jede Menge Eindrücke und Einträge zum Thema "deviantArt und die tollen User darin". Und eben war es dann wieder so weit: Ein User-Profil mit einer umwerfenden Galerie fesselte mich für längere Zeit an den Screen. In diesem Falle: "Chemical Nos".

Eigentlich stehe ich nicht auf diesen wirren neuzeitlichen-Photoshop-Pinsel-Style. Da gibt’s mir einfach zu viel davon; das machen ja sicher Millionen Leute so. Daher muss es – wenn es schon diesen sehr eigenen Style hat – dann aber auch richtig reinhauen. Und das tut’s. Chemical Nos malt Schnörkel dir mir gefallen. Die Farben und Formen ergeben ein stimmiges Ganzes.

Ich mag’s gern’.