Pure Cyberkultur!

Mir fiel grad‘ ein, dass ich mich ja noch zum Thema Postgenderism schlauer machen wollte, als ich’s jemals sein könnte. Irgendwie – wie sollte es auch anders sein – stolperte ich dann wieder über Frau Haraway. Frau Haraway hat zum Beispiel als ich vier Jahre alt war das sagenumwobene "postmoderne feministische Essay" Cyborgmanifesto (gibt’s sogar auf deutsch; wusst‘ ich gar nicht!) geschrieben. In dem stehen so wunderbare Koppnüsse wie die hier (Und jetzt auch auf deutsch!):

Die Welt ist durch Grenzen unterteilt, die eine verschiedene Durchlässigkeit für Information besitzen. Information ist genau dasjenige quantifizierbare Element (Einheit, Grundlage von Einheit), auf dessen Basis universelle Übersetzung und damit unbehinderte, instrumentelle Macht (auch bekannt als "effektive Kommunikation") möglich wird.

Ist es nicht wundervoll. Wo war ich? Ah. Genau: Bei Postgenderism begann ich. Und landete bei Cyberfeminism. Genauer: Bei einem ARTech-Vortrag von Frau Candia. Und die bezieht sich in ihrer Rede auf das eben erwähnte Manifest von Frau Haraway. Maria Candia spricht ein Englisch, welchem ich schwer folgen kann, aber doch irgendwie alles verstehe;  mich quäle und freue zugleich; unsagbar viel über den weiblichen Cyborg in mir erfahre; und einfach nicht umschalten kann. Warum weiß ich auch nicht.

Wer’s sich antun will:

ARTtech ’09: Revisiting the Cyborg Manifesto: Science, Technology, and Socialist-Feminism in the 21. Century

Man sieht vor lauter Publikum fast nix mehr; böse Gedanken habe ich auch beim zuhören und in die Slideshow hat sie den Hello-Kitty-Vader eingebaut.

…fast so schön anstrengend wie ein Saunabad. Pure Cyberkultur. Ey.

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